Hurt Me Plenty ist endlich da - und jeder Shooter-Fan braucht dieses Buch
Es wird wieder geballert! Oder zumindest könnt ihr nun mehr darüber lesen. Nachdem vor einigen Jahren I’m Too Young To Die erschien und die Geschichte der Ego-Shooter in den Jahen 1992 bis 2002 abdeckte, ist nun das Nachfolgewerk da: Hurt Me Plenty. Auch das ist wieder ein dickes Buch geworden und es deckt längst nicht die gesamte noch fehlende Shooter-Historie ab. Was nicht heißt, dass es sich nicht lohnen würde.
Geschichtsstunde, Teil zwei
Hurt Me Plenty macht in den 2000er Jahren genau dort weiter, wo I’m Too Young To Die aufhörte. Mit den Jahren 2003 bis 2010 deckt man dabei sogar eine geringere Zeitspanne ab als das erste Buch. Was allerdings ganz gut verdeutlicht, welchen Aufschwung dieses Genre damals erlebte. Es gab einfach so viele Shooter - und man hat schon aussortiert!
Im ersten Buch befasste man sich mit rund 180 Spielen, diesmal sind es mehr als 200, die sich über einen Zeitraum von acht Jahren erstrecken. Wenn man sie alle berücksichtigt hätte, wären es laut Buch mehr als 300 gewesen. Also musste man im Endeffekt aussortieren. Dadurch läuft es auf die “interessantesten, merkwürdigsten oder bekanntesten Spiele” eines Jahres hinaus, wobei es da vermutlich unterschiedliche Ansichten gibt. Zugleich fasst man Serien überwiegend zusammen und konzentriert sich primär auf die Singleplayer-Aspekte der Spiele.
Mehr als 200 Spiele werden abgedeckt.Von Call of Duty bis Moon
Zahlreiche verschiedene Shooter finden hier Erwähnung, darunter natürlich bekannte Namen wie Call of Duty, Doom 3, Half-Life 2 oder Crysis. Hinzu kommen viele kleinere Projekte oder welche, von denen ihr vielleicht noch gar nicht so wirklich gehört habt: Firestarter, Cryostasis oder Moon. Ich fand es definitiv interessant, dass ich hier manchen Titel wiedersah, den ich über die Jahre hinweg vergessen oder verdrängt habe. Das ruft einem zugleich nochmal in Erinnerung, wie viele Spiele alleine in diesem Genre über die Jahre hinweg erschienen sind.
Auch Interviews bekommt ihr zu lesen.Inhaltlich folgt das Buch dem bekannten Muster von Bitmap Books beziehungsweise des Vorgängerbuchs. Es gibt Texte und Analysen zu den enthaltenen Spielen zu lesen, hinzu kommen eine Menge Screenshots, mal klein, doch häufig genug auch seitenfüllend. Als Ergänzung kommen einmal mehr verschiedene Entwickler zu Wort. Neben einem Vorwort von Harvey Smith gibt es Interviews mit Eric Biessman (Call of Duty und Quake 4), Garry Newman (Garry’s Mod), Jeep Barnett (Portal, Left 4 Dead, Team Fortress 2), Ken Levine (BioShock), Minh Le (Counter-Strike), Stephen Kick und Samuel Villarreal (Nightdive Studios), Robin Walker (Team Fortress), Tim Willits (Doom 3) sowie Zied Rieke (Medal of Honor, Call of Duty) zu lesen.
Und das alles bekommt ihr auf insgesamt 464 Seiten im Format 210 mm x 297 mm auf hochqualitativem Papier präsentiert. So, wie ihr es von Bitmap Books kennt. Es ist wieder einmal ein schönes Buch. Ein schweres Buch. Und eines, in dem man sich in Erinnerungen verlieren kann. Qualitativ gibt es nichts zu meckern.
Qualitativ liefert Bitmaps Books wieder exzellente Arbeit ab.Wenn ihr schon I’m Too Young To Die im Bücherregal stehen habt und es euch gefallen hat, ist Hurt Me Plenty sowieso ein Pflichtkauf für euch. Das Nachfolgewerk knüpft nahtlos an die Qualitäten des ersten Buches an und erzählt die umfangreiche Ego-Shooter-Geschichte weiter. Dass es nun schon zwei jeweils hunderte Seiten lange Bücher brauchte, um die Geschichte von 1992 bis 2010 zu erzählen, spricht für die Beliebtheit des Genres. Und einmal mehr ist es gleichermaßen eine schöne Erinnerung wie auch eine Geschichtsstunde für alle, die die damalige Zeit vielleicht noch nicht so erlebt haben. Selbst dann, wenn ihr das erste Buch bisher nicht habt, lohnt sich der Kauf für Genre-Fans und für alle, die an Videospielgeschichte interessiert sind.
Kaufen könnt ihr Hurt Me Plenty über die offizielle Webseite von Bitmap Books.









