Turok: Origins setzt auf schnelle 60fps-Action und könnte besser werden als gedacht
Turok kehrt zurück. Nachdem Saber Interactive erfolgreich Warhammer 40.000: Space Marine fortgesetzt hat, versucht man sich jetzt an einem neuen Turok. In Turok: Origins spielt ihr einen Turok-Krieger und kämpft dabei sowohl gegen Dinosaurier als auch gegen eine außerirdische Bedrohung, die das menschliche Leben in der Galaxie vernichten will. Mithilfe der DNA von gefallenen Feinden könnt ihr dabei sowohl eure Fähigkeiten als auch euer Arsenal verbessern.
Auf jeden Fall wirkt es so, als würde Saber Interactive dieses Projekt wirklich ernst nehmen. Zumindest versichert Game Director Jesus Iglesias auf der gamescom, dass man von Anfang an auf hohe Standards und Produktionswerte gesetzt habe und “nicht einfach nur eine Kopie” eines der vorherigen Spiele machen wollte. Seit fünf Jahren arbeitet man bereits an Turok: Origins, das vor dem ersten Turok spielt. Von Beginn an waren auch amerikanische Ureinwohner als Berater an der Entwicklung beteiligt.
Aber was ist es eigentlich genau? Turok: Origins ist ein Koop-PvE-Shooter, den ihr sowohl in der Ego- als auch in der Third-Person-Perspektive spielen könnt - umschalten ist jederzeit möglich. Entscheidet euch also einfach für das, was euch am liebsten ist. Außerdem konzentriert man sich auf 60fps und im Gegensatz zu anderen Spielen, bei denen man sich erst später um die Optimierung kümmert, diente diese Bildrate hier laut Iglesias als Ausgangspunkt für die Entwicklung. Und daran hat man sich gut gehalten, denn mit Ausnahme einiger weniger Momente - frühe Version und so - lief Turok: Origins beim Anspielen super flüssig.
Ihr schließt euch im Spiel einem Squad namens Turok an, die gegen die Xenia kämpfen, eine “tödliche Macht von Reptilien”. Dabei macht ihr euch auf die Suche nach einer Superkraft, die das Kriegsgeschehen zugunsten der Menschheit wenden könnte. Spielbar ist Turok: Origins sowohl alleine als auch im Koop-Modus mit bis zu drei Spielerinnen und Spielern. Und das heißt in dem Fall, das ihr auch zu zweit spielen könnt - es geht Turok: Origins also nicht so wie Elden Ring: Nightreign zu Beginn.
Ihr habt die Wahl zwischen drei verschiedenen Klassen (Raven, Cougar, Bison) mit unterschiedlichen Waffen und Fähigkeiten. Diese resultieren aus dem Mantel, einer Art von Anzug, der den Kämpfern besondere Fähigkeiten verleiht. Durch eingesammelte Echos könnt ihr eure Anzüge weiter verbessern, ebenso lassen sich weitere Waffen freischalten und ihr könnt bei diesen Mods mit aktiven und passiven Fähigkeiten anbringen. So will man euch dahingehend mit unterschiedlichen Loadouts ein wenig spielerische Abwechslung verschaffen, allzu intensiv konnte ich mich damit aber noch nicht befassen.
Game Director Jesus Iglesias.Laut Saber Interactive besucht ihr in Turok: Origins verschiedene Planeten, von denen jeder einen einzigartigen Look und ebenso einzigartige Kreaturen aufweisen soll. Auf der gamescom gab man uns einen Vorgeschmack auf drei verschiedene Welten. Darunter ein Waldgebiet mit dichtem Gestrüpp und hohen Gräsern, aus denen euch gerne Mal Dinos vor die Nase hüpfen. Gegner werden euch dabei jederzeit als rote Punkte auf der Map angezeigt (ob auch auf anderen Schwierigkeitsgraden, bleibt abzuwarten), zudem könnt ihr eine Art Scanimpuls aktivieren, der Feinden in der näheren Umgebung eine rote Umrandung verleiht.
Nach dem Wald schickte man uns in eine Festung der Xenia, in der eher organisch wirkende Elemente die Umgebung dominierten - der Ort an sich wirkt fast schon lebendig. Schlussendlich ging es noch in ein paar Katakomben, die exakt so aussehen, wie man sich ein paar alte Ruinen so vorstellt. Also etwas verwinkelt, viel Steinwerk und alles wirkt ein bisschen dreckig und staubig.
Währenddessen bekam man schon einen guten Eindruck von der Vielfalt an Gegnern, die von Dinos über klassische Nah- und Fernkämpfer reichen. Aber das ist längst nicht alles. Es gibt auch noch stärkere Feinde (keine Bosse), die sich zum Beispiel hin und her teleportieren, so schnell ihre Position wechseln, auf den Boden schlagen und andere Attacken ausführen. Da sind durchaus Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen gefragt, erst recht, wenn noch andere Feinde rundherum durch die Gegend flitzen. Geht ihr zu Boden, kann euch einer eurer Mitstreiter im Koop-Modus schnell wieder auf die Beine bringen.
Zum Abschluss konnten wir dann noch einen Bosskampf gegen einen großen Triceratops absolvieren. Der hält eine Menge aus und kann selbst ordentlich Schaden austeilen, also sollte man in Bewegung bleiben. Unter anderem nutzt er Schilde und rennt durch die Gegend, verschwindet im Nichts, taucht dann wieder (fast) unvermittelt auf und stürmt auf euch zu. Ihr könnt aber auch seine großen Hörner nacheinander abschießen und mitunter fällt er auf die Seite, wodurch er anfälliger für Angriffe ist. Die umfassen neben euren normalen Waffen noch Spezialangriffe oder einen Superangriff. Bei meiner Klasse war das ein Bogen, den ich aktivieren kann und der dann kurzzeitig effektive, explosive Pfeile verschießt.
Alles in allem hatte ich auf der gamescom eine gute Zeit mit Turok: Origins. Es ist ein flottes Spiel, das optisch und spielerisch Abwechslung spielen möchte und auch im Koop-Modus ist der Spaßfaktor definitiv vorhanden. Ja, Turok: Origins könnte deutlich besser werden, als man es vielleicht gedacht hat. Inwieweit das Gesamtwerk dann funktioniert und inhaltlich sowie spielerisch überzeugt, bleibt abzuwarten. Bis dato hinterlässt Turok: Origins aber einen vielversprechenden Eindruck.
Turok: Origins erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S.









