“Die Zahl der Live-Service-Games ist nicht wichtig”, sagt PlayStations Hermen Hulst
Der richtige Durchbruch ist Sony mit seiner Live-Service-Strategie bisher nicht gelungen, in Erinnerungen geblieben sind da eher schon teure Flops wie Concord.
Helldivers 2 ist zwar ein Erfolg, doch von den zehn Live-Service-Games, die bei Sony einst in Arbeit waren, sind nur noch wenige übrig. Und was die Zukunft anbelangt, will man sich auch nicht auf irgendwelche Zahlen festlegen.
Qualität statt Quantität
Hermen Hulst, Chef der PlayStation Studios, gibt im Gespräch mit der Financial Times (via Push Square) an, dass man Änderungen vorgenommen hat, damit sich anfängliche Fehler nicht wiederholen.
Zudem lege man mehr Wert auf die Qualität der Titel statt darauf, eine bestimmte Zahl von Spielen zu erreichen.
”Die Anzahl [der Live-Service-Spiele] ist nicht so wichtig”, sagt er. “Mir sind ein vielfältiges Spielerlebnis und eine große Community wichtig. Wir haben seitdem viel strengere und häufigere Tests auf vielfältige Weise eingeführt. Der Vorteil jedes Misserfolgs ist, dass die Leute jetzt verstehen, wie notwendig diese [Kontrolle] ist.”
Dem Artikel zufolge führt PlayStation nun deutlich mehr Gruppentests durch, zugleich fördere man den Informationsaustausch zwischen den Studios und will für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften sorgen.
Der Flop von Concord kostete Sony viel Geld.Eine andere Herausforderung ist, den Entwicklern die Möglichkeit zu geben, ihre kreativen Talente zu entfalten, während man gleichzeitig das übergeordnete Unternehmensziel - stetiges Wachstum - verfolgt.
”Ich möchte nicht, dass die Teams immer auf Nummer sicher gehen, aber ich möchte, dass wir, wenn wir scheitern, früh und kostengünstig scheitern”, betont er.
Zugleich spielen auch andere Überlegungen mit hinein. Zum Beispiel, dass es nicht nur um das Spiel an sich geht, sondern auch darum, wie man es etwa für Anime, Film, TV, Mangas, Comics und andere Dinge adaptieren kann.
Hulst sagt dazu: “Wir verfolgen bei der IP-Erstellung einen sehr zielgerichteten Ansatz […] und verstehen, wie aus einem neuen Konzept ein Kult-Franchise für PlayStation werden kann, das dann wiederum zu einem Franchise für Menschen außerhalb der Gaming-Branche werden kann.”
Für das Unternehmen ist es sicherlich von Vorteil, wenn man aus früheren Fehlern lernt. Dass man dabei auch überlegt, wie man ein Franchise möglichst umfangreich ausschlachten kann, gehört sicherlich mit dabei, wird aber vermutlich nicht jeden begeistern. In jedem Fall ist man sehr darauf bedacht, weitere Millionengräber wie Concord zu vermeiden.









