Gigantischer 111-Milliarden-Deal: Paramount nimmt bei Warner-Übernahme wichtige Hürde im US-Justizministerium
Das US-amerikanische Justizministerium hat den Deal zwischen Warner Bros. und Paramount für über 111 Milliarden US-Dollar bewilligt. Entsprechend bestehen keine kartellrechtlichen Bedenken von Seiten der US-Regierung. Abgeschlossen ist die riesige Übernahme damit trotzdem noch nicht, aber eine große Hürde wurde im US-amerikanischen Raum bewältigt. Unklar ist noch, wie sich das Ganze auf die Videospielentwicklung der beiden Unternehmen auswirken wird.
Eine Hürde genommen, doch die nächste steht schon
Im Dezember 2025 kündigte Netflix an, einen Teil von Warner Bros. für 82,7 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. An Videospielen sei der Streaming-Anbieter aber gar nicht so interessiert gewesen, was für einigen Aufruhr sorgte. Kurz darauf kündigte aber auch Paramount an, ein “deutlich überlegenes” Angebot zu machen. Im anschließenden Bieterkrieg zog sich Netflix schließlich zurück und überließ Paramount das Feld. Das wurde von vielen wegen der Nähe von Paramount Skydance zu US-Präsident Trump und dessen Regierung kritisch gesehen. Befürchtet wird, dass so Einfluss auf das Programm und die Inhalte genommen werden könnte.
Doch auch die Größe des resultierenden Medienkonglomerats birgt Monopol-Risiken. Die US-amerikanische Justizbehörde hat den Deal nun aber freigegeben. Aus ihrer Sicht scheint keine Monopolgefahr zu bestehen. Auch wenn der Deal damit eine gewaltige Hürde genommen hat, ist er noch nicht in trockenen Tüchern.
Auf Bundesebene steht dem Deal zwar nichts im Weg, doch auf Bundesstaatenebene kann immer noch dagegen vorgegangen werden. In Kalifornien wird die Übernahme derzeit noch geprüft, wie Deutschlandfunk berichtet. Da das Ganze auch den internationalen Markt betrifft, könnte auch die EU noch ein Veto einlegen und in Großbritannien wird ebenfalls eine Prüfung eingeleitet.
Eine spielerische Zukunft?
Da Kritiker bereits im Vorfeld auf politische Verbindungen zur Regierung hingewiesen haben, kommt die Entscheidung des US-Justizministeriums für einige wenig überraschend. Es bleibt aber doch spannend, wie sich das ganze International weiterentwickelt. Während die Shareholder von Warner Bros. dem Deal im April zugestimmt haben, ist dennoch nicht klar, ob sämtliche Regelungen zwischen den Unternehmen abschließend geklärt wurden.
Auch über die Videospiel-Abteilungen beider Firmen wurde zuletzt gesprochen. Während Paramount an einem neuen Teenage Mutant Ninja Turtles-Spiel arbeitet, hält Warner Bros. unter anderem die Rechte an Harry Potter, Game of Thrones und dem DC-Universum. Aber auch das Nemesis-System aus Mittelerde: Mordors Schatten und Schatten des Krieges könnte dann endlich aus einer staubigen Schublade in die Gaming-Welt zurückkehren.
Wie Insider Gaming zuletzt berichtete, will sich Paramount mit seinen Studios auf vier große Säulen stützen. Dazu zählen Spongebob, Teenage Mutant Ninja Turtles, Star Trek und Avatar: Herr der Elemente. Ob mögliche Kooperationen zwischen den Entwicklern der Medienriesen geplant sind, ist nicht bekannt.









