Die Gaming-Community kommt derzeit kaum noch zur Ruhe. Während Sony für hitzige Diskussionen in der Community durch ihre Pläne, physische Discs ab 2028 einzustellen, sorgt eine neue Debatte rund um die Zukunft des Xbox Game Pass erneut für hitzige Debatten. Microsoft hatte im April angekündigt, dass neue Call-of-Duty-Titel nicht mehr im Ultimate-Abo ab dem ersten Tag enthalten sein werden. Nun äußerte sich Bloomberg-Journalist Jason Schreier, dass es erhebliche interne Kritik an dem Abo-Modell der Xbox-Studios geben soll.

Einige Führungskräfte sehen Game Pass kritisch

Jason Schreier äußerte sich in einem Triple Click Podcast zur aktuellen Debatte zum Xbox Game Pass. Laut Schreier sollen "viele" Führungskräfte das Abo-Modell von Xbox "absolut verabscheuen". Im Podcast sagte er: "Es gibt viele Leute in den Führungsetagen der Xbox-Studios, die den Game Pass absolut verabscheuen und der Meinung sind, dass er den Wert ihrer Spiele zerstört hat, dass er als Dienstleistung generell allen Spielen ihren Wert genommen hat und dass er ihrer Ansicht nach der Spieleindustrie geschadet hat, weil er Spiele entwertet."

Meinungen innerhalb von Xbox bleiben gespalten

Windows Central hatte sich ebenfalls mit der Debatte um den Xbox Game Pass beschäftigt und sprach in diesem Zusammenhang mit einem ehemaligen Xbox-Studioleiter. Im Interview erklärte dieser: "Wenn Spiele im Game Pass vom ersten Tag an 'kostenlos' angeboten werden, vermittelt das den Verbrauchern den Eindruck, dass die Spiele keinen eigentlichen Marktwert haben. Es entsteht fast der Eindruck, dass sich diese Titel aus eigener Kraft nicht verkaufen ließen. Es fühlte sich an wie ein Wettlauf gegen den Nullpunkt."

Doch sollen nicht alle Führungskräfte dem Abo-Modell kritisch gegenüberstehen und das Day-One-Modell weiterhin befürworten. Somit scheinen die Meinungen innerhalb von Xbox gespalten zu sein, ob das Day-One-Modell langfristig sinnvoll ist.

Derzeit bleibt es noch offen, ob Microsoft auch seine Game-Pass-Strategie ändern wird. Trotz der Kritik mancher Führungskräfte erzielt der Game Pass weiterhin Milliardenumsätze und auch rund 30 Millionen Abonnenten. Sollte Microsoft wirklich in Zukunft weitere First-Party-Spiele nicht mehr seit dem ersten Tag im Game Pass anbieten, dürfte das bei vielen Spielern für Kritik sorgen und könnte sich auch negativ auf die Zahl der Abonnenten auswirken.