Der Überraschungseffekt bei der Veröffentlichung von Oblivion Remastered hielt sich in Grenzen, da es bereits im Vorfeld viele Hinweise und Gerüchte dazu gab. Überraschend war jedoch der enorme Umfang der grafischen Überarbeitung. Während die Spielmechanik des Originals erhalten blieb, wurde die Grafik mithilfe der Unreal Engine 5 grundlegend erneuert. Dazu gehören neues Lumen-basiertes Licht, überarbeitete Charaktermodelle, Animationen und Effekte sowie moderne Komfortfunktionen wie ein aktualisiertes UI, ein verbessertes Levelsystem, Sprinten und eine neue Lippensynchronisation. Auf die PC-Version hat Digital Foundry bereits einen Blick geworfen, nun sind Xbox Series X und S an der Reihe.

Verbessert, aber noch nicht gut genug

Auf der Series X bietet das Spiel zwei Grafikmodi: einen Qualitätsmodus mit 30 fps und einen Performancemodus mit 60 fps. Der Qualitätsmodus bietet demnach eine bessere globale Beleuchtung und höhere Detailstufen, läuft jedoch auf einer variablen Auflösung von durchschnittlich 1440p. Der Performancemodus reduziert einige Details und erreicht im Idealfall 60 fps bei einer geringeren Auflösung, fällt aber in offenen Gebieten häufig darunter.

Oblivion Remaster - Xbox Series X|S Review - New Patch Boosts Perf But Doesn't Fix Stutter Auf YouTube ansehen

Generell läuft das Spiel in kleineren Gebieten wie Dungeons auf der Series X stabil mit 60 fps, allerdings treten selbst dort kurze Ruckler auf, etwa beim Speichern, im Kampf oder beim Dialogstart. In der offenen Welt sind die Probleme deutlich ausgeprägter: Vor allem beim schnellen Reiten kommt es zu häufigen Stotterern und Frame-Drops auf bis zu 40 bis 50 fps. Diese Schwankungen deuten auf CPU-Limitierungen hin, ähnlich wie bei der PC-Version, was vor allem bei schneller Bewegung auffällt.

Das neueste Xbox-Update vom 25. April 2025 verbessert die Performance laut Digital Foundry merklich im Vergleich zur Release-Version, insbesondere in anspruchsvollen Bereichen. Die Bildraten konnten dadurch in manchen Szenen um bis zu 16 fps gesteigert werden. Trotz dieser Fortschritte bleiben die Ruckler bei der Reise durch die Welt bestehen, insbesondere an festen Punkten in der Spielwelt. Auffällige grafische Qualitätseinbußen durch das Update konnte man hingegen kaum feststellen.

Der aktuelle Stand der Dinge auf Xbox Series X und PS5. Der neueste Patch bietet auf der Microsoft-Konsole große Performancevorteile - die Sony-Konsole befindet sich jedoch noch Startzustand und bietet eine ähnliche Performance wie die ungepatchte Series X-Version.

Auf der PlayStation 5 zeigt sich ein ähnliches Bild, allerdings basiert diese Analyse von Digital Foundry derzeit noch auf einer älteren Version ohne das neue Performance-Update. Auch hier gibt es in Dungeons stabile 60 fps mit gelegentlichen Hängern, aber in der offenen Welt brechen die Bildraten den Technik-Experten zufolge oft auf 35 bis 50 fps ein. Es bleibt abzuwarten, ob ein zukünftiges Update die Performance an die optimierte Xbox-Version angleichen kann.

Für Xbox Series S-Spieler bleibt nur ein einziger 30 fps-Modus, der jedoch unter unregelmäßigem Frame-Pacing und sichtbaren grafischen Einschnitten leidet. Die Auflösung sinkt auf etwa 900p, Details bei Vegetation, Texturen und Schattenqualität wurden reduziert. Insgesamt bietet Oblivion Remastered laut Digital Foundry zwar beeindruckende grafische Verbesserungen und eine moderne Umsetzung des Klassikers, doch die grundlegenden Performance-Probleme – insbesondere beim Streaming großer Weltbereiche – sind zu gravierend, um ignoriert zu werden.