Die Entwicklungshölle des KOTOR-Remakes (Star Wars: Knights of the Old Republic) ist längst kein Geheimnis mehr. Viele Fans befürchteten schon, dass eines der besten Star Wars-Spiele aller Zeiten niemals seine verdiente Neuauflage bekommt. Doch eine frische Nachricht des neuen Chief Business Officers von Sabre Interactive weckt jetzt eine neue Hoffnung.

KOTOR: Saber Interactive gibt Fans ein neues Lebenszeichen

Steve Allison ist erst vor drei Tagen zum CBO aufgestiegen. Kurz darauf stellte er sich im Netz bereits einigen Fragen. Ein findiger User schnappte sich eine von Allisons Antworten und teilte sie im Subreddit von Warhammer 40,000: Space Marine 2. Zwar verschwand der Beitrag kurze Zeit später wieder, aber PC Gamer hat ihn rechtzeitig entdeckt und gesichert. Das Magazin ließ sich die Echtheit der Aussage zudem direkt von Sabre Interactive bestätigen.

Knights of the Old Republic Remake - Official Cinematic Reveal Trailer | PlayStation Showcase 2021 Hier seht ihr den Reveal-Trailer zum KOTOR-Remake aus dem fernen Jahr 2021.Auf YouTube ansehen

Zu Beginn seiner Nachricht wehrt sich Allison vehement gegen den Vorwurf, er sei nur ernannt worden, um noch mehr Geld aus den Spielen von Sabre Interactive zu pressen. Stattdessen betont er seine eigentliche Aufgabe: Er soll das Unternehmen bestmöglich auf ein extrem vollgepacktes Jahr 2028 vorbereiten.

„Dazu gehören Space Marine, [John] Wick, hoffentlich das KOTOR-Remake sowie einige noch unangekündigte Titel“, schreibt Allison. Er stellt zudem klar, dass das Studio zwar kostenpflichtige DLCs für seine Spiele anbieten könnte, Sabre aber „niemals auf MTX [Mikrotransaktionen] aus war. Das entspricht nicht der Art und Weise, wie wir unsere Produkte entwickeln.“

Das ist zwar nur ein winziger Informationshappen, aber für KOTOR-Fans ist er Gold wert. Normalerweise speist man uns nämlich nur mit kurzen Standardaussagen ab, dass sich das Spiel weiterhin in Entwicklung befindet. Diese neue Aussage liefert also deutlich mehr Substanz, als wir es gewohnt sind. Immerhin war das 2025 alles, was die Community zu hören bekam!

Falls ihr die dramatische Geschichte rund um das KOTOR-Remake nicht auf dem Schirm habt: Es ist eine echte Achterbahnfahrt. Im Mai 2022 tat sich die Embracer Group zunächst mit Aspyr zusammen. Doch schon im Juli wurde das Projekt Berichten zufolge auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem es bei Aspyr zu Entlassungen gekommen war. Embracer zog daraufhin die Reißleine, nahm Aspyr das Projekt weg und reichte es im August desselben Jahres an Sabre Interactive weiter. Ein reibungsloser Start sieht definitiv anders aus.

Im Anschluss verschwand das Spiel auf geradezu mysteriöse Weise aus dem Internet – ein Problem, das Sony auf auslaufende Musiklizenzen schob. 2023 weigerte sich Embracer-Chef Lars Wingefors schließlich komplett, den Entwicklungsstand zu kommentieren. Seine Begründung: „Alles, was ich dazu sage, wird zu einer Schlagzeile.“ Seitdem gab es fast ausschließlich die altbekannten PR-Floskeln, dass das Spiel noch am Leben sei.

Vielleicht erleben wir hier also wirklich den entscheidenden Wendepunkt für alle, die verzweifelt auf eine Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers warten. Womöglich ist es aber auch nur ein weiteres trauriges Kapitel in der tragischen Saga des KOTOR-Remakes. Die Zeit wird es zeigen.

Warum ist KOTOR ein Rollenspiel-Meilenstein?

Das originale Star Wars: Knights of the Old Republic wurde 2003 von BioWare entwickelt. Es revolutionierte das RPG-Genre mit seinem packenden Moralsystem (Helle/Dunkle Seite der Macht) und gilt bis heute als eines der besten storygetriebenen Star-Wars-Erlebnisse.