Trumps neueste Zölle wirken sich auf die Videospielbranche und Konsolenherstellung aus - gerade Nintendo ist betroffen
US-Präsident Trump hat erneut Zölle verhängt und könnte damit der Videospielbranche schaden. Auch die Produktion von Konsolen wird betroffen sein.
Zölle belasten Konsolenpreise
Erst diese Woche verhängte Trump wieder jede Menge neuer Zölle. Über den ökonomischen Sinn dahinter schütteln Experten zwar weiterhin nur den Kopf, doch die Videospielbranche und vor allem wir Spieler werden diese Mehrkosten schon bald zu spüren bekommen. Die Entertainment Software Association (ESA), die alle namhaften Videospiel-Unternehmen in den USA vertritt, hat sich gestern dazu geäußert und sprach von realen und nachteiligen Auswirkungen für die Videospielindustrie.
Aubrey Quinn, die leitende Vizepräsidentin der ESA, erklärte Game File gegenüber, dass es vor allem Hardware und Konsolen treffen wird. Diese werden zumeist in den Ländern, die jetzt oder schon Anfang März von den Zöllen betroffen sind, produziert. Zudem werden ihre Bestandteile aus mehreren Ländern bezogen und für die Vorbereitungen für den Einzelhandel teilweise mehrfach in die USA eingeführt.
“Jedes einzelne Produkt, das ein Verbraucher kauft, wird wahrscheinlich von vielen der angekündigten Zölle betroffen sein, die sich alle gegenseitig aufaddieren.”
Besonders Nintendo scheint es getroffen zu haben, denn das Unternehmen hat vor einiger Zeit seine Konsolen-Produktion größtenteils nach Vietnam verlagert. Doch dem Land wurden nun 46%e Zölle auferlegt. Es wird gemutmaßt, dass dies auch den Preis der Switch 2 beeinflusst haben könnte. In Japan selbst gibt es eine Region-Locked-Version, die ungefähr 100 Dollar günstiger ist als der Verkaufspreis in den USA. Da dies aber auch auf den Rest der Welt zutrifft, bleibt es eine Vermutung, dass dies eine mögliche Reaktion auf Trumps Zölle ist.
Noch nicht das Ende der Fahnenstange
Quinn fürchtet auch, dass es mit neuen Zöllen noch nicht vorbei ist: “Ich denke, was wir gestern gehört haben, ist nicht das Ende der Geschichte, nicht für die Vereinigten Staaten, nicht für andere Länder.”
Eigentlich haben die Zölle, die der US-amerikanische Präsident erhebt, das Ziel, wieder mehr Güter in den USA selbst produzieren zu lassen. Doch ob dies durch Zölle so einfach zu bewerkstelligen ist, bezweifelt Quinn: “Ich denke, jedes Unternehmen, jede Branche, auch die Videospielindustrie, muss darüber nachdenken, was das Beste für die Kunden, das Beste für die Wirtschaft und das Beste für die Mitarbeiter ist. Lieferketten sind kompliziert und ändern sich sicherlich nicht über Nacht. Alles, was in Erwägung gezogen oder entschieden wird, kann keine schnelle Reaktion auf eine bestimmte Ankündigung sein.”
Welche Auswirkungen diese neuen Zölle weltweit und vor allem auch hierzulande haben werden, bleibt abzuwarten. Zumindest Quinn zeigt sich optimistisch, dass eine Lösung gefunden werden kann, mit der die Kunden und Unternehmen zufrieden sein werden.









