Call of Duty bringt das leidige Thema Matchmaking wieder auf den Tisch. Activision hat angekündigt, dass Black Ops 7 ein brandneues System einführt. Ihr könnt es direkt heute zum Start von Season 5 ausprobieren.

"Im vergangenen Jahr haben wir durch Spieldaten und Community-Feedback extrem viel über das Multiplayer-Matchmaking gelernt", heißt es in der Ankündigung. "Wir freuen uns außerdem riesig über die aktuelle Begeisterung für Black Ops und Black Ops 2. Das hat uns einmal mehr gezeigt, dass die Spieler viele Elemente dieser klassischen Erfahrungen enorm schätzen."

Unklare Abgrenzung zu den bestehenden Standard- und Open-Playlists

Dementsprechend hat sich das neue Matchmaking-System von Black Ops 7 von den kürzlich veröffentlichten PlayStation-Ports von Black Ops 1 und 2 "inspirieren lassen". Ihr findet es ab sofort in den Playlists für Quick Play, Party Games und – wie passend – Black Ops Classic.

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Black Ops 7 bietet natürlich bereits zwei verschiedene Matchmaking-Systeme. Im Vorfeld des Releases kündigte Entwickler Treyarch neben der Standardversion ein neues Open-Matchmaking an. Damals hieß es, die Open-Variante berücksichtige euren Skill nur "minimal". Damit reagierte das Studio auf jahrelange Beschwerden aus Teilen der Call-of-Duty-Community. Diese kritisierten das Standard-System vehement. Sie bezeichnen es oft als Skill-based Matchmaking (SBMM), da es den spielerischen Fähigkeiten der User offenbar deutlich mehr Gewicht beimisst.

Beide Optionen stehen euch in Black Ops 7 seit dem Launch zur Verfügung und decken exakt dieselben Modi ab. Anders gesagt: Ihr könnt euch bei Team Deathmatch einfach zwischen der Standard- und der Open-Playlist entscheiden. Doch was genau unterscheidet dieses brandneue Matchmaking nun von der Open-Variante? Dazu schweigt Activision bislang. Wir haben beim Publisher nachgehakt und warten auf eine Antwort.

Warum ist Skill-based Matchmaking so umstritten?

Beim sogenannten SBMM werden Spieler strikt nach ihren eigenen Fähigkeiten in Lobbys eingeteilt. Während Activision so Anfänger schützen will, kritisieren Core-Gamer, dass dadurch jede normale Multiplayer-Runde in Dauerstress ausartet und entspanntes Arcade-Spielen unmöglich wird.

Ausblick auf Modern Warfare 4 und der Erfolg klassischer Spielmodi

Aus der ursprünglichen Mitteilung geht zudem hervor, dass die Beta zu Modern Warfare 4 im August die neu gewonnene Tradition fortsetzt. Auch dort könnt ihr zwischen Open- und Standard-Matchmaking wählen. Wir gehen stark davon aus, dass das auch für die finale Version gilt.

Die Ports von Black Ops 1 und 2 mussten ordentlich Kritik einstecken. Viele bemängelten vor allem den gesalzenen Preis angesichts der fehlenden Upgrades. Dennoch haben sie eine alte Diskussion neu entfacht: Die Kluft zwischen den Fans der klassischen, deutlich weniger bewegungslastigen CoD-Teile und den Liebhabern der modernen Ära.

Diese Nachricht reiht sich in wochenlanges Lob für BO7 ein. Treyarch hatte den (ebenfalls) von BO1 und BO2 inspirierten Classic-Modus kurzerhand zu einem festen Bestandteil des Spiels gemacht. Daraufhin forderten viele Spieler – mich eingeschlossen –, diesen Modus auch in Modern Warfare 4 zurückzubringen.

Die Rolle von Entwickler Treyarch

Das kalifornische Studio Treyarch ist das kreative Mastermind hinter der populären "Black Ops"-Unterreihe. Unter Fans gelten sie als Pioniere für ein rasanteres, klassischeres Gunplay und setzten mit Titeln wie Black Ops 1 und 2 bis heute unerreichte Multiplayer-Meilensteine.