In einem neuen Geschäftsbericht (via Gameradar+) legt Ubisoft offen, welche "Risikofaktoren, die sich auf die Geschäftsentwicklung, den Ruf, die Erreichung der strategischen und finanziellen Ziele sowie den Aktienkurs auswirken könnten" das Unternehmen derzeit besonders beschäftigen. Besonders kritisch bewertet das Unternehmen den Verlust wichtiger Mitarbeiter und die Schwierigkeit, auch neue talentierte Menschen für sich zu gewinnen.

Ubisoft sieht Risiken für die Spieleentwicklung

Im Bericht wird der "Verlust von Schlüsselkräften und Kompetenzen" als hohes Risiko eingestuft. Die geringe Attraktivität für neue Talente stuft Ubisoft hingegen lediglich als mittleres Risiko ein. Ubisoft warnt jedoch davor, dass der Verlust wichtiger Mitarbeiter die zukünftige Spieleentwicklung beeinträchtigen könnte.

"Der plötzliche Weggang von Mitgliedern der Kernteams der Spiele könnte sich nachteilig auf die Entwicklung der Gruppe auswirken und erhebliche Folgen für deren redaktionelle Ausrichtung haben."

"Der Erfolg der Gruppe hängt auch vom Know-how und den Fähigkeiten ihrer Teams in einem hart umkämpften internationalen Markt ab. Tatsächlich erfordert die Videospielbranche eine Reihe innovativer Kompetenzen auf dem neuesten Stand der jeweiligen Fachgebiete. Die Gruppe ist daher von bestimmten Schlüsselkräften abhängig, deren Kreativität oder technisches Fachwissen auf dem Markt selten und hoch geschätzt ist (künstliche Intelligenz, Cloud-Gaming, Daten usw.)."

So will Ubisoft dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Ubisoft will diesem Risiko entgegenwirken, mit einem Nachfolgeplan, um Führungskräfte auszubilden, und arbeitet auch an "schrittweisen Umsetzungen", um ähnliche Pläne für weitere Schlüsselpositionen, darunter Kreativdirektoren, Produzenten und auch Studioleiter, umzusetzen. Darüber hinaus nennt Ubisoft weitere Maßnahmen. Darunter die "Überwachung des Engagements" und "die Entwicklung einer differenzierten Vergütungspolitik", um weitere Führungskompetenzen, den Wissensaustausch und die Weiterbildung ihres Personals zu fördern.

Die Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ubisoft bereits tausende Stellen abgebaut hat. Noch Ende 2024 verzeichnete das Unternehmen ganze 18.666 Beschäftigte, aktuell seien es jedoch nur noch 16.590 Beschäftigte. Somit wurden im Unternehmen innerhalb eines Jahres fast 2.000 Stellen abgebaut.

Trotz der umfangreichen Entlassungen sieht Ubisoft den Verlust weiterer erfahrener Mitarbeiter inzwischen als großes Risiko. Gleichzeitig wird es jedoch immer schwerer, gutes und neues Fachpersonal für sein Unternehmen anzuwerben.