HP ist auf der CES in Las Vegas seit jeher ein wichtiger Akteur, und das Unternehmen hat eine ganze Reihe neuer Gaming-Laptops mit HyperX-Branding und OLED-Displays vorgestellt, die mit Next-Gen-Prozessoren ausgestattet sind – darunter auch ein Modell, das HP als den "weltweit leistungsstärksten Gaming-Laptop mit vollständig interner Kühlung" bezeichnet. Darüber hinaus hat HP eine Serie mit (überwiegend) OLED-Gaming-Monitoren enthüllt, darunter einen besonders verlockenden 34-Zoll-Ultrawide-Monitor mit 360Hz.

Zusätzlich bringt HP eine kleine Auswahl an PC- und Konsolen-Peripheriegeräten auf den Markt, die die neuen Geräte begleiten sollen, darunter In-Ear-Headsets, Tastaturen und einen Fight Stick. Darunter befinden sich einige interessante Optionen, die einen vielversprechenden Ausblick auf das Jahr 2026 geben.

HyperX Omen Max 16, Omen 16 und Omen 15 Laptops

Die Omen-Laptops von HP haben seit ihrem Start im Jahr 2023 überwiegend positive Kritiken erhalten, und nun wurden auf der CES neue Next-Gen-Modelle vorgestellt. Besonders interessant wirkt das Flaggschiff HyperX Omen Max 16 mit einem High-End-Datenblatt, das in der Spitzenkonfiguration eine RTX-5090-Laptop-Grafikkarte mit 24GB Speicher und einen Next-Gen-Intel-Prozessor umfasst. Das System kann bis zu 300 Watt Leistung aufnehmen, was 50 Watt mehr als beim Vorgängermodell sind. HP gibt an, dass es sich dabei um den schnellsten Gaming-Laptop auf dem Markt handelt, sofern man Modelle ausnimmt, die auf externe CPU- oder GPU-Kühlung setzen. Angesichts des hohen Energiebedarfs bei voller Auslastung ist es nur folgerichtig, dass der Laptop mit einem neu entwickelten 460-Watt-GaN-Netzteil betrieben wird. Zum Vergleich: Das ist dreimal so viel Leistung wie beim stärksten MacBook-Pro-Ladegerät, wodurch der Laptop in etwa 30 Minuten von leer auf 50 Prozent geladen werden kann.

Der Omen Max 16. | Image credit: HP

Dieser Laptop ist zudem der erste Omen-Laptop, der das HyperX-Branding trägt. Im Laufe des kommenden Jahres wird HP alle seine Gaming-PCs unter der Marke HyperX zusammenführen, wobei der Omen Max 16 den Anfang macht.

Zu den weiteren Highlights des Omen Max 16 zählen ein 16-Zoll-OLED-Display mit einer Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 240 Hz, eine Tastatur mit 1.000-Hz-Polling-Rate, was einer viermal schnelleren Abfrage als bei früheren Modellen entspricht, sowie ein Kühlsystem mit drei Lüftern. Hinzu kommt, wie es bei CES-Ankündigungen inzwischen offenbar Pflicht ist, eine KI-Software, die System-, Hardware- und Spieleinstellungen intelligent anpasst, um das beste Gleichgewicht zwischen Performance, Bildqualität und Lautstärke zu erreichen.

Schließlich sind Konfigurationen mit bis zu 64GB DDR5-Arbeitsspeicher und 2TB PCIe-5.0-NVMe-Speicher erhältlich, wobei die jüngsten Preissteigerungen bei Komponenten dafür sorgen dürften, dass diese Varianten extrem teuer ausfallen. Glücklicherweise gibt es auch moderatere Ausstattungen mit RTX-5070-Ti- oder RTX-5080-Grafikkarte, 16 oder 32GB Arbeitsspeicher sowie 512GB oder 1TB Speicher. Wie bei allen Ankündigungen von HP wurden jedoch keine Preise genannt.

Image credit: HP/Eurogamer

Der normale HyperX Omen 16 positioniert sich als eine massentauglichere Option in derselben 16-Zoll-Größe und bietet eine größere Auswahl aktueller und kommender AMD- und Intel-Prozessoren in Kombination mit RTX-5060- oder RTX-5070-Grafikkarten. Entsprechend liegt die maximale Gesamtplattformleistung hier bei 200 Watt, begleitet von einem proportional kleineren Akku und Netzteil. Interessanterweise unterstützt eines der Modelle eine Tastatur-Polling-Rate von 8.000 Hz, was überraschenderweise beim Omen Max 16 nicht verfügbar ist. Der einzige weitere nennenswerte Unterschied besteht darin, dass das 2560x1600-Display auf 165Hz begrenzt ist, während das Max-Modell 240Hz bietet. Hier ist mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis zu rechnen, auch wenn man auf absolute Spitzenleistung verzichtet.

Der Omen 15 dürfte das populärste Angebot werden, da er eine noch größere Bandbreite an Konfigurationen bietet, die bei einer kombinierten CPU- und GPU-Leistung von bis zu 170 Watt enden. In diesem Fall werden rund 15 verschiedene Next-GenProzessoren von Intel, ergänzt durch einige AMD-Modelle, mit RTX-5050-, RTX-5060- oder RTX-5070-Grafikkarten kombiniert. Der Arbeitsspeicher reicht bis maximal 48GB, der Speicher bis 1TB, und bei den Bildschirmen reicht die Auswahl von einem 2880x1800-OLED-Panel mit 120Hz bis hin zu einem eher klassischen 1920x1200-IPS-Display mit 165 Hz. Auch hier ist bei einigen Modellen eine Tastatur mit 8.000Hz-Polling-Rate zur Minimierung der Eingabeverzögerung verfügbar, während Omen-KI-Optimierungen bei jeder Variante enthalten sind.

HyperX Omen OLED 34, OLED 27q, OLED 27qs und 24 G2 Gaming-Monitore

Im Bereich der Monitore setzt HP in diesem Jahr fast vollständig auf OLED-Gaming-Displays und bringt drei neue OLED-Modelle sowie einen kleineren IPS-Bildschirm auf den Markt. Das Flaggschiff ist der HyperX Omen OLED 34, ein Ultrawide-Monitor mit 3440x1440 Pixeln und 360Hz. Ultrawide-Displays dieser Größe und Auflösung waren bislang auf 240Hz begrenzt, sodass der OLED 34 eine noch bessere Wahl für schnelle E-Sport-Titel sein dürfte, die theoretisch solch hohe Bildraten halten können.

Image credit: HP

Der Omen OLED 34 basiert auf dem neuen 34-Zoll-QD-OLED-Panel mit sogenannter "V-Stripe"-Struktur von Samsung Display. Dieser Next-Gen-Bildschirm folgt dem Beispiel von LG Display und setzt auf eine vertikale RGB-Subpixel-Anordnung anstelle der dreieckigen Struktur der vorherigen vier QD-OLED-Generationen. Das soll die Schärfe feiner Elemente wie Text verbessern, was eine der wenigen Schwächen von OLED-Panels darstellt und ein Hauptgrund dafür ist, dass sie für produktives Arbeiten weniger empfohlen werden als für Spiele oder Videos. Eine schwache Textdarstellung fällt besonders bei Displays mit vergleichsweise geringer Pixeldichte auf, wozu ein 34-Zoll-Ultrawide mit 1440p definitiv zählt. Zudem erscheint der Bildschirm bei hellem Umgebungslicht weniger violett als frühere QD-OLED-Generationen, kann hellere Spitzlichter darstellen und ist widerstandsfähiger gegen Kratzer.

Der Omen OLED 34 bietet außerdem eine werksseitige Farbkalibrierung mit einem angegebenen durchschnittlichen Delta-E-Wert von unter 1,0, nahezu vollständige Abdeckung der Farbräume DCI-P3 und Adobe RGB mit 99 beziehungsweise 96 Prozent sowie die seltene Möglichkeit, OSD-Einstellungen direkt aus Windows heraus zu ändern. All dies sind willkommene Ergänzungen für farbkritische Arbeiten. Wer normalerweise an einem Laptop arbeitet, dürfte sich zudem darüber freuen, dass der Omen OLED 34 bis zu 100 Watt USB-C-Ladeleistung unterstützt und über einen KVM-Switch für zwei Geräte verfügt. Darüber hinaus wird der OLED 34 mit einer dreijährigen Garantie geliefert, die auch Einbrennen abdeckt, und HP hat seine Maßnahmen gegen Einbrennen und Farbverschiebungen unter dem Namen "OLED CoreProtect" weiter ausgebaut.

OLED ist zwar nicht die erste Wahl für produktives Arbeiten, doch für jemanden, der Schreiben, Programmieren und Fotobearbeitung mit längeren Gaming-Sessions kombiniert, klingen diese Verbesserungen, insbesondere die neue Subpixel-Struktur, durchaus attraktiv.

Der HyperX Omen OLED 27q und der Omen OLED 27qs basieren beide auf 27-Zoll-Panels mit 2560 × 1440 Pixeln, wobei der 27q mit 240 Hz arbeitet und der 27qs eine extreme Bildwiederholrate von 500 Hz erreicht. Das teurere Modell profitiert zudem von einem helleren Display mit mindestens 500 Nits im HDR-Betrieb sowie derselben hervorragenden Farbraumabdeckung, werksseitigen Farbkalibrierung und weiteren produktivitätsorientierten Funktionen wie der OLED 34.

Abschließend gibt es mit dem Omen 24 G2 eine neue Budget-Option des Herstellers, die auf ein solides 24-Zoll-IPS-Panel mit 1920x1080 Pixeln und 180Hz setzt. Es handelt sich offenbar um ein Fast-IPS-Panel mit einer angegebenen Reaktionszeit von 1ms Grau-zu-Grau, was ihn zu einem guten Allrounder für Gaming und Content-Erstellung zu einem deutlich niedrigeren Preis als die OLED-Modelle der restlichen neuen Produktreihe macht.

HyperX Origins 2 und Eve 1800 Tastaturen, Cloud Earbuds III und III S, Clutch Tachi Fight Stick

Image credit: HP

Zum Abschluss der Ankündigungen stellte HP eine kleine Auswahl an PC- und Konsolen-Zubehör vor. Besonders hervorzuheben ist ein Xbox-kompatibler Fight Stick namens Clutch Tachi, der moderne TMR-Switches verwendet, beleuchtete sogenannte Pudding-Keycaps besitzt und sich mithilfe von 3D-gedruckten Teilen anpassen lässt, ähnlich wie die zuvor erwähnten Omen-34- und Omen-27qs-Monitore. Er unterstützt außerdem vier SOCD-Modi, mit denen genau festgelegt werden kann, was passiert, wenn Eingaben nach oben und unten oder links und rechts gleichzeitig ausgelöst werden.

HP setzt bei einer seiner Tastaturen ebenfalls auf Magnettechnik, nämlich bei der Origins 2 Pro 65, wodurch typisch

e FPS-Funktionen wie Rapid Trigger und SOCD ermöglicht werden. Wer diese Technik nicht benötigt, kann zur günstigeren, aber ebenso kompakten Origins 2 65 greifen oder zur größeren Origins 2 1800 mit einem verdichteten Layout, das dennoch alle Tasten beibehält. Beide Modelle verwenden klassische mechanische Switches mit akustischen Verbesserungen, unterstützen eine Polling-Rate von bis zu 8 kHz und lassen sich mit mattierten Gehäusen, austauschbaren Switches und Keycaps anpassen. Zusätzlich gibt es mit der Eve 1800 auch eine auf Membrantechnik basierende Tastatur im 1800-Layout, die zwar für Shooter weniger ideal sein dürfte, dafür aber einige praktische Funktionen wie eine 10-Zonen-RGB-Beleuchtung und dedizierte Medientasten an der linken Seite bietet.

Abgerundet wird das Zubehörsortiment durch die HyperX Cloud Earbuds III, die in einer Standardversion und in der aufgewerteten Variante Cloud Earbuds III S erhältlich sind. Das Basismodell wirkt preiswert und bietet einen 3,5mm-Anschluss sowie eine einfache Inline-Fernbedienung, während vier Silikon-Ohrstöpsel für einen bequemen Sitz sorgen sollen. Die verbesserte III-S-Version setzt hingegen auf eine USB-Verbindung, die virtuellen Surround-Sound ermöglicht, und wird zusätzlich mit einem kleinen Transportetui sowie einem aufgewerteten Mikrofon geliefert.