Kein Cavill, kein Erfolg? The Witcher Staffel 4 halbiert seine Zuschauerzahl mit Hemsworth und neuer Ausrichtung
The Witcher Staffel 4 hat einen schwierigen Start. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn man den Hauptdarsteller austauscht, nachdem sich alle ziemlich einig waren, dass Henry Cavill der beste Witcher aller Zeiten und überhaupt war. Warum genau er die Show verließ und nun Liam Hemsworth den Witcher gibt, ist nicht ganz abgeschlossen klar. Die kurze Fassung ist, dass die Verantwortlichen The Witcher in eine neue Richtung steuern wollen und Cavill eh zu viel anderes zu tun hat. So oder so, die Fans kommen jedenfalls nicht in Strömen vor ihre Fernseher, um die vierte Season zu sehen. Sie legte den schlechtesten Start der Reihe überhaupt hin - den Spinoff-Flop Blood Season mal außen vor – und nur knapp 7,5 Millionen Zuschauer wollten sich den den Bruder von Thor in der ersten Woche in den ersten acht Folgen angucken.
Die wenig beeindruckenden Kulissen locken nicht so viele Zuschauer an.Der Vergleich schmerzt, denn Staffel 2 kam in einem solchen Zeitraum auf stolze 18,5 Millionen und selbst Staffel 3 holte laut „What’s on Netflix“ 15 Millionen auf die Couch. Aber es ist keine undefinierte Kein-Bock-auf-Witcher-Stimmung, jedenfalls nicht unbedingt. Die neue Richtung sorgte auch für sehr verhaltene Kritiken an der Staffel 4. Damit meine ich nicht den User-Score auf Metacritic, der mit 1.8 von 10 wohl etwas niedrig sein dürfte. Hier findet ihr ganz viel „ich hasse es, weil ist zu woke und alle Mitwirkenden müssen bestraft werden“-Nonsense, aber auch valide Beschreibungen und Punkte, wie die nicht vorhandene Chemie zwischen den Figuren, ein drastischer Abfall der Qualität der Dialoge, billigere Sets und einiges mehr.
The Witcher: Season 4 | Official Trailer | Netflix The Witcher Season 4 Trailer. Auf YouTube ansehenKritiker fassen das etwas eloquenter formuliert mit 59 Punkten von 100 zusammen, was für die sonst in der Richtung verwöhnte Reihe ein schmerzhafter Rückschritt ist. War Season 1 von The Witcher mit 54 Punkten im Schnitt mehr ein Publikums- als ein Kritiker-Liebling, zog Staffel 2 mit 69 Punkten an und Season 3 kam auf 71. Da kann man sich nur damit trösten, dass die anderen Seasons auch das eine oder andere Review-Bombing abbekamen, weil zu viel oder zu wenig Sex drin war und man sich nicht ganz an die Bücher hielt. Das Spiel mit seinem 90er-Schnitt auf allen Seiten wird wohl auch Staffel 5 nicht mehr erreichen und das soll dann ja auch die letzte sein.
Mehr Dungeons and Dragons als The Witcher?Damit haben die meisten wohl auch kein Problem, weil Hemsworth eben kein Cavill ist. Wo dieser in der Rolle aufging, sehen die meisten Kritiker in Hemsworth eher einen soliden Platzhalter, um den herum der Rest der Show passieren kann. Er ist nicht das Problem, aber er hilft auch nicht, so in die Richtung. Nun, wenn ihr es selbst erleben wollt, der Witcher ist nur ein Netflix-Abo weit weg.









