Mit Burning Springs steht eine der bislang ambitioniertesten Erweiterungen für Fallout 76 bevor — und wir hatten die Chance, schon vorab im Rahmen eines digitalen Vorschau-Events mit Creative Director Jon Rush und Production Director Bill LaCoste hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Preview-Termins führten die beiden durch die wichtigsten Neuerungen von Burning Springs. Bethesda selbst bezeichnet das Update als die mit Abstand größte Erweiterung der Fallout 76-Karte seit 2020 – und das Beste: Sie ist für alle Spieler kostenlos. Die neue Region entführt euch nach Post-Nuklear-Ohio, wo eine wüstenartige Einöde auf euren Besuch wartet.

Zwischen Dünen und Ruinen lauern Deathclaws, Raider und grotesk mutierte Kreaturen, während harsche Umweltbedingungen die Atmosphäre zusätzlich verdichten. Der neue Schauplatz soll dabei gleichermaßen bedrohlich wirken und zugleich zum Entdecken einladen. Die von uns besuchten Locations wirken wie typisches Fallout 76-Terrain – vertraut im Look and Feel, ohne große Experimente. Doch der Mix aus Altbewährtem und kleinen Twists reichte aus, um unsere Neugier anzufachen.

Fallout Season 2 - Official Teaser Trailer | gamescom 2025 Es dürfte kein Zufall sein, dass Burning Springs im Dezember erscheint – schließlich startet dann auch die zweite Staffel der Amazon-Serie.Auf YouTube ansehen

Der Ghoul hat Arbeit für euch

Auch neue Charaktere und Fraktionen bereichern das Gameplay. So trefft ihr etwa auf den Rust King, einen ungewöhnlich intelligenten Supermutanten, mit dem ihr kooperieren müsst. Darüber hinaus warten öffentliche Events, neue Workshops, markante Sehenswürdigkeiten und versteckte Areale darauf, entdeckt zu werden. Ergänzt wird das Ganze durch eine Vielzahl frischer Waffen, Rüstungen und Ausrüstungsobjekte, die das Arsenal erweitern. Eine weitere Attraktion: der Rad Hog – ein mutiertes Wildschwein, das ihr zähmen und zum C.A.M.P.-Haustier umfunktionieren könnt, sofern ihr geschickt genug seid.

Der Ghoul schickt euch auf Kopfgeldmissionen ins Ödland.

Im Zentrum von Burning Springs steht das Bounty-Hunting-System – mit The Ghoul als treibender Kraft. Der sympathisch vergammelte Charakter, gesprochen von Walton Goggins aus der Fallout-TV-Serie, übernimmt die Rolle des Auftraggebers und ist laut Rush & LaCoste bereits ab dem 2. Oktober auf dem Public Test Server verfügbar. Auf diese Weise können Dialoge, Quests und Mechaniken im Vorfeld ausführlich getestet und bei Bedarf nachgeschärft werden. Besonders betonten die beiden, wie wichtig das Feedback der Community für den finalen Feinschliff ist.

Ihr trefft den Ghoul im „The Last Resort“ in Highway Town, wo ihr Kopfgeldmissionen annehmen und euch durch erfolgreiche Einsätze wertvolle Belohnungen sichern könnt. Cool: Mit etwas Glück lässt sich sogar The Ghoul’s Waffe aus der Amazon-Serie als Ausrüstungsgegenstand ergattern. The Ghoul und seine Kopfgeldaufträge sind also mehr als nur ein netter Zeitvertreib – sie sind ein effizienter Weg zu Loot und Erfahrung.

Ohio soll jede Menge spannender Orte und bekannte Sehenswürdigkeiten bieten.

Wir durften während der Präsentation einigen Missionen von Burning Springs beiwohnen: In der Dino-Peaks-Minigolf-Anlage jagt ihr einen Gesetzlosen quer über die Bahnen, während das Event „Sinkhole Solutions“ euch und drei Mitstreiter losschickt, um mehrere Ungeziefer-Nester in Schutt und Asche zu legen. Gerade Letzteres wirkte überraschend dynamisch und weckte fast schon Helldivers-2-Vibes.

Könnte richtig gut werden

Bei den Missionen selbst verspricht Bethesda viel Abwechslung – kein Auftrag soll dem anderen gleichen. Laut Rush & LaCoste variieren Belohnungen, Schwierigkeitsgrade und Zielvorgaben, um das System dauerhaft frisch zu halten. Zudem betonten sie, dass Burning Springs bewusst für alle Spielertypen konzipiert wurde: mit neuen Mechaniken für erfahrene Überlebenskünstler, niedrigeren Einstiegshürden für Neulinge und spannenden Events, die alle gleichermaßen abholen sollen.

Dieser Gesichtsausdruck sagt alles: Der Rust King ist mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Ein Versprechen, das wir nicht zum ersten Mal hören – und so bleibt abzuwarten, wie spannend und vielfältig die neuen Missionen in der Praxis wirklich ausfallen. Was wir bisher gesehen haben, deutet aber klar darauf hin: Burning Springs hat das Potenzial, Fallout 76 kräftig Rückenwind zu verleihen.