The Witcher 4 ist seit einiger Zeit in aktiver Entwicklung und CD Projekt Reds Nachfolger zur beliebten Hexer-Reihe wird wohl 2027 oder 2028 erscheinen. Während wir uns mit Ciri als neue Protagonistin auf Abenteuer begeben, hat CD Projekt große Pläne mit der kommenden Trilogie. Laut einem Branchenanalysten soll das Studio mit einem Budget von bis zu 800 Millionen Euro für Entwicklung und Marketing planen und damit weit über dem aktuellen Durchschnitt liegen.

Rekordzahlen für Ambitionen

Die polnische Plattform Strefa Inwestorów hat das gemutmaßte Budget für The Witcher 4 veröffentlicht. Die Information stammt vom Branchenanalysten Mateusz Chrzanowski von Noble Securities. Laut ihm soll CD Projekt Red mit umgerechnet etwa 400 Millionen Euro für die Entwicklung und nochmal so viel für die Marketing-Kampagne planen. Insgesamt würde sich der Betrag also auf über 800 Millionen Euro belaufen und damit den üblichen Branchenstandard weit übertreffen.

So hat zum Beispiel Horizon Forbidden West etwa 212 Millionen Euro in der Entwicklung gekostet, also knapp die Hälfte von dem, was CD Projekt wohl investieren will. Spider-Man 2 soll dagegen etwa ein Budget von 300 Millionen Euro gehabt haben. Da die Marketingkosten meistens ähnlich hoch sind wie die Entwicklungskosten, könnte man also von etwa 430 Millionen für Horizon Forbidden West und 600 Millionen Euro für Spider-Man 2 ausgehen.

Lediglich GTA 6 soll noch teurer werden und zusammengerechnet bereits den Millionenbereich nach oben hin verlassen. Sollten diese Zahlen so stimmen, wie sie Chrzanowski angibt, könnte The Witcher 4 wirklich ein gewaltiges und ambitioniertes Spiel werden.

Langfristiges Investment

Auch meint Chrzanowski, dass sich das Trilogie-Budget insgesamt erhöht habe. Statt den ursprünglich insgesamt 580 Millionen Euro, sollen jetzt 860 Millionen zur Verfügung stehen. Dies dürfte sich auf die gesamten Entwicklungskosten beziehen und würde Sinn ergeben, da The Witcher 4 in vielen Bereichen ein Fundament legen soll, auf dem die beiden Nachfolger einfacher aufbauen können. Wenn das stimmt, wäre das Budget für Witcher 5 und 6 auch wieder eher auf Branchenstandard.

Doch auch in Cyberpunks Sequel mit dem Projektnamen Orion soll CD Projekt kräftig investieren. 416 Millionen Euro sollen dafür zur Verfügung stehen, was auf die Implementierung des Multiplayers zurückgeführt wird. Deshalb soll das Spiel auch erst im vierten Quartal 2030 erscheinen, um der Entwicklung genug Raum zu geben. Passenderweise wird Cyberpunk 2077 zu dem Zeitpunkt sein zehnjähriges Jubiläum feiern.