Stuntboost: Byting Games verpasst Skating-Spielen einen rasanten Trackmania-Twist
Was ist Stuntboost?
In der Mischung aus Trackmania und Tony Hawk's Pro Skater ist man auf einem Fingerboard im eigenen Kinderzimmer unterwegs, wo man auf vorgegebenen Strecken in möglichst kurzer Zeit das Ziel erreichen soll. Entwickelt wird das Spiel vom deutschen Independent-Studio Byting Games. Erscheinen soll es am 22. September auf Steam.
Ja, will denn niemand mehr Skateboard fahren? Erst versetzt Denshattack! das Tricksen per Brett aufs fernöstliche Schienennetz und jetzt – beziehungsweise am 22. September, wie der frisch veröffentlichte Trailer kundtut – schrumpft Stuntboost das Ganze auf Spielzeuggröße! Was dem Vergnügen freilich keinen Abbruch tut. Ich habe mir am Wochenende mal die Demo zu Stuntboost angeschaut (gibt’s kostenlos auf Steam) und war sehr angetan von dem technisch sicherlich überschaubaren, aber erstaunlich spaßigen Skaten, das Byting Games da auf die Bein... Verzeihung: Finger gestellt hat.
STUNTBOOST Release Date Trailer Auf YouTube ansehenEs geht ja weniger um Tricks. Auch wenn ihr das Brettchen gerne nach einem Sprung drehen oder damit über Kanten grinden dürft. Es geht vielmehr darum, rechtzeitig ins Ziel zu kommen, wofür erstens Medaillen und zweitens ein, bei meinen Skills höchst ernüchternder, Platz in der weltweiten Rangliste rausspringen.
Kein Wunder: „Wir wollen den Skating- und Trackmania-Games einen Twist geben“, sagt Julian Höltge, einer der zwei Entwickler des deutschen Indie-Hauses, als ich ihm ein paar Fragen zu seinem ersten kommerziellen Projekt stelle. „Am meisten freut mich, wenn aus Spielern Speedrunner werden, die davor gar nichts damit am Hut hatten.“
Und mit Fingerboards hatte ich davor in der Tat noch nicht zu tun. Tatsächlich konnte ich den Reiz auch nie ganz nachvollziehen – was für Stuntboost allerdings keine Rolle spielt, weil sich das kleine Brettchen nur in Details von einem der Hölzer unterscheidet, mit denen Tony Hawk & Co. tricksen.
Ob später auch andere Umgebungen dazukommen? Zu Beginn ist man jedenfalls im eigenen Kinderzimmer unterwegs.Nun spielen Tricks hier eben keine wesentliche Rolle, sondern fügen dem eigenen Run hauptsächlich Flair zu. Dafür ist es umso cooler, den physikalischen Schwung einer Abfahrt aufzunehmen, um mit ausreichend Energie über anschließende Rampen sowie eine ganze Reihe an Abkürzungen zu springen.
„Neben Trackmania habe ich in meiner Kindheit viel Tony Hawk's gespielt oder bin mit dem Fingerboard durch die Schule gedüst“, sagt Julian und schon weiß man, warum irgendwann Stuntboost dabei herauskam. Wobei er an anderer Stelle auch Neon White als Referenz erwähnte.
Der Streckenverlauf suggeriert, dass man zunächst geradeaus springen sollte. Das kostet allerdings deutlich mehr Zeit als der Weg über diese Abkürzung.Blieb mir für den Moment nur noch die Frage, warum denn eigentlich keine Finger auf dem Fingerboard zu sehen sind. „Weil die wegen der Egoperspektive voraussichtlich im Weg wären.“ Wobei er mit einem Lachen anfügt, dass das vermutlich auch aus technischen Gründen nicht ganz einfach für sein zweiköpfiges Studio gewesen wäre.
Wie gesagt: Schaut euch die Demo mal an. Ganze 13 Levels kann man dort schon spielen und etwa 50 werden es sein, wenn Stuntboost am 22. September auf Steam erscheint. Wobei ich hoffe, dass es später auch auf Konsolen übertragen wird. Denn obwohl Julian eine klare Empfehlung für Maus und Tastatur ausspricht, fand ich es mit Gamepad ebenfalls problemlos spielbar.









