Capcom-Power für Nintendo Switch 2: So gut spielen sich Resident Evil Requiem und Pragmata auf der Konsole
Was ist Resident Evil Requiem? Es ist der neueste Teil von Capcoms Survival-Horror-Reihe, der am 27. Februar 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2 erscheint. Mit Grace Ashcroft und Leon S. Kennedy gibt es zwei Hauptfiguren, wobei Grace eher vorsichtig agiert und Leon mehr für den Action-Part steht.
Mein Erstkontakt mit dem Survival-Horror-Spiel Resident Evil Requiem fand vergangene Woche bei Nintendo auf der Switch 2 statt und hat mich angefixt zurückgelassen. Nicht nur, weil das, was ich dort spielte, ziemlich spannend war. Sondern auch, weil es so aussieht, als würde Capcom hier eine sehr gute Portierung abliefern. Und neben dem neuesten Teil der Resident Evil-Reihe konnte ich mit dem Action-Adventure Pragmata noch einen zweiten Capcom-Titel auf der Switch 2 spielen.
Resident Evil Requiem: Performance-Check auf der Switch 2
Im Kern war es keine neue Demo zu Resident Evil Requiem, aber eine, die hier erstmals auf der Switch 2 gespielt werden konnte. In puncto Performance bemerkte ich dabei keinerlei Probleme und auch die Optik sieht größtenteils richtig schick aus. Ein auffälliger Aspekt, bei dem man Einschnitte machte, sind definitiv die Haare, die sichtbare Treppcheneffekte aufweisen und weniger ansprechend daherkommen als auf anderen Plattformen.
Was ich spielen konnte, war ein kleiner Abschnitt mit Grace Ashcroft. Nachdem sich diese aus einem Raum befreit, in dem ihr Blut abgezapft wird, bewege ich mich mit ihr durch mal mehr, mal weniger düstere, enge Korridore und Räume. Als sie eine Leiche untersucht, taucht unvermittelt eine riesige Art Kralle auf, die man auf den ersten Blick eher von einem Raubtier erwarten würde, schnappt sich die Leiche und die gewaltige, eklige Kreatur, zu der sie gehört, verspeist dann genüsslich einen Teil davon. Nur, um mir beziehungsweise Grace anschließend ihre blutverschmierten Zähne in Nahaufnahme zu zeigen.
Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar (Nintendo Switch 2) Auf YouTube ansehenStress pur: Fluchtsequenzen und Stealth-Momente mit Grace
An dem Punkt steigt schon ein bisschen der Stresslevel und ich muss schnell - nun ja, so schnell wie es Grace gerade möglich ist -, die Beine in die Hand nehmen. Das Monster stampft nämlich hinter mir her, bewegt sich aber auch außerhalb der Korridore und Räume und bricht mitunter durch die Decke durch. Mein erster Fluchtversuch misslingt, woraufhin das Monster Grace buchstäblich einen Kopf kürzer macht. Später kauere ich in einem Raum im Dunkeln unter einem Tisch, während die Kreatur wenige Zentimeter an mir vorbeimarschiert und mich aufzuspüren versucht - in dem Moment fühle ich mich ein bisschen wie in Alien: Isolation, wenn ich mich vor dem Alien verstecke.
Schlussendlich kann ich zwar ein Rollgitter öffnen, um diesen eingeengten Bereich zu verlassen, doch mein Gegner, der offensichtlich ein Problem mit Licht hat, bekommt mich doch noch zu packen und zieht die wimmernde Grace zurück ins Dunkle. Puh, erst einmal durchatmen. Wenn das im finalen Spiel ständig so ist, brauche ich definitiv ein paar Pausen.
Spannend und nervenaufreibend war das allemal und es hat mich neugierig gemacht, wie es mit Grace weitergeht - was schon einmal für die Demo spricht. Wie gesagt, sie lief prima auf der Nintendo Switch 2 und das Spiel sieht dabei sehr vernünftig aus. Wobei das natürlich nur ein relativ kleiner, kurzer Abschnitt von Resident Evil Requiem war. Das Spiel wird ja offensichtlich ein paar größere, offenere Abschnitte haben, daher wird sich zeigen müssen, wie es in anderen Abschnitten auf Nintendos Konsole performt. Mein erster Eindruck war bisher aber sehr positiv.
Was ist Pragmata? Es ist eine neue Science-Fiction-IP von Capcom, das Action-Adventure soll am 24. April 2026 für PlayStation 5, PC, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2 erscheinen. Schauplatz ist der Mond, wo ihr mit dem Protagonisten Hugh unterwegs seid. Ihm zur Seite steht eine Androidin namens Diana, mit deren Hilfe ihr Gegner im Kampf in Echtzeit hacken könnt.
Pragmata: Action-Adventure-Eindruck und grafische Klarheit
Und dann war da noch Pragmata. Auch hier handelte es sich um eine bekannte Demo, die jedoch erstmals auf der Nintendo Switch 2 spielbar war. Wie bei Resident Evil Requiem hatte ich den Eindruck, dass es sehr gut auf Nintendos Konsole aussieht und zumindest in diesem Abschnitt gut performt. Mitunter schien mir die Auflösung jedoch etwas niedrig zu sein, wodurch es in manchen Momenten auf mittlere und größere Entfernung ein wenig verschwommener wirkte.
Davon abgesehen haben wir es hier mit einem größtenteils typischen Action-Adventure zu tun, in dem man den Protagonisten Hugh aus der Third-Person-Perspektive steuert. Der hat eine kleine Androidin namens Diana an seiner Seite, die zugleich ins Gameplay eingebunden ist. Ihr braucht Diana nämlich zwingend, um Gegner zu hacken und sie somit zu schwächen beziehungsweise besondere Schwachstellen zu offenbaren.
PRAGMATA - Pre-Order Trailer Auf YouTube ansehenHacking in Echtzeit: Die Synergie zwischen Hugh und Diana
Der Clou daran ist, dass das Hacking in Echtzeit mit den Buttons des Controllers abläuft, während ihr einen Gegner anvisiert. Ihr müsst also hacken und gleichzeitig darauf achten, was eure Feinde tun. Klingt kompliziert, klappte bei mir jedoch von Beginn an erstaunlich gut und intuitiv. Die erforderlichen Tasten kann man sich schnell einprägen - zumal das Ganze auch visuell vernünftig und hilfreich präsentiert wird - und die jeweiligen Minispiele fallen zumindest in der Demo nicht zu komplex aus.
Die einzige Sorge, die ich dahingehend habe, ist, dass das ganze Hacking irgendwann zu eintönig werden könnte. Erst recht bei Standardgegnern, auch die könnt ihr - in der Demo jedenfalls - ohne Hacking mal nicht eben so über den Haufen ballern. Zudem ist eure Munition recht beschränkt, was die Beeinflussung eurer Widersacher durch Diana erforderlich macht. Vielleicht ergeben sich da im Spielverlauf noch Automatismen oder bessere Möglichkeiten, das kann ich schwer abschätzen.
Davon abgesehen spielt sich Pragmata aber schon sehr gut, beim Gameplay mache ich mir da - bis auf den erwähnten Punkt - wenig Sorgen. Ob das Spiel insgesamt interessant ist, wird sich auch anhand der Geschichte zeigen, die besonders im Hinblick auf Diana und ihre Rolle in dem Ganzen noch viele Fragen offen lässt. Neben Resident Evil Requiem ist es Capcom aber auch durch diese Demo gelungen, mein Interesse zu wecken. Ebenso spannend ist hier die Frage, wie das finale Spiel auf der Switch 2 performt. Bisher läuft es sehr gut, auch wenn es manchmal einen etwas verschwommenen Eindruck hinterlässt.









