Electronic Arts hat am Nachmittag offiziell bestätigt, dass das Unternehmen übernommen und privatisiert werden soll.

Dies geschieht im Rahmen eines 55-Milliarden-Dollar-Deals, an dem der saudi-arabische Public Investment Fund (PIF), Silver Lake und Affinity Partners beteiligt sind.

Rückzug von der Börse

PIF, Silver Lake und Affinity Partners übernehmen dabei 100 Prozent der Anteile von Electronic Arts und machen den Publisher somit wieder zu einem privaten Unternehmen.

Der Deal wurde von EAs Vorstand genehmigt und es wird erwartet, dass alles bis zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen ist.

Bis zum Abschluss verbleibt das Hauptquartier des Publishers weiterhin in Redwood City und Andrew Wilson leitet es als CEO.

”PIF, Silver Lake und Affinity Partners bringen umfassende Branchenerfahrung, engagiertes Kapital und globale Portfolios mit Netzwerken in den Bereichen Gaming, Unterhaltung und Sport mit, die EA einzigartige Möglichkeiten bieten, physische und digitale Erlebnisse zu verbinden, das Fan-Engagement zu stärken und neue Wachstumschancen zu schaffen”, heißt es.

”Die Transaktion stellt die größte private Sponsoreninvestition in bar in der Geschichte dar. Das Konsortium arbeitet eng mit EA zusammen, um dem Unternehmen zu ermöglichen, schneller zu wachsen und neue Möglichkeiten auf globaler Ebene zu erschließen.”

EA-Aktionäre erhalten dabei 210 US-Dollar pro Aktie. Der Kaufpreis pro Aktie entspricht einem Aufschlag von 25% auf den letzten unbeeinflussten EA-Aktienkurs von 168,32 US-Dollar zum Börsenschluss am 25. September 2025. Auch im Vergleich zum unbeeinflussten Allzeithoch von 179,01 US-Dollar vom 14. August 2025 ist es ein ordentlicher Aufschlag.

”Unsere kreativen und leidenschaftlichen Teams bei EA haben Hunderten von Millionen Fans außergewöhnliche Erlebnisse beschert, einige der weltweit bekanntesten IPs geschaffen und einen erheblichen Mehrwert für unser Unternehmen geschaffen”, sagt EA-CEO Andrew Wilson. “Dieser Moment ist eine eindrucksvolle Anerkennung ihrer bemerkenswerten Arbeit. Wir werden auch in Zukunft die Grenzen von Unterhaltung, Sport und Technologie erweitern und neue Möglichkeiten erschließen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir bahnbrechende Erlebnisse schaffen, die kommende Generationen inspirieren. Ich bin voller Energie und Begeisterung für die Zukunft, die wir gestalten.”

Besonders die wachsende die Beteiligung von Saudi-Arabiens Staatsfonds wird von vielen Leuten kritisch beäugt. Der Staat möchte dadurch neue Einnahmequellen abseits der Ölproduktion schaffen.

Dem gegenüber stehen jedoch Kritikpunkte wie der Umgang mit Menschenrechten, Sportswashing und die Einflussnahme auf Inhalte. Kritisiert wurde auch der jüngst angekündigte DLC für Assassin’s Creed Mirage, der womöglich durch die Beteiligung des PIF an Ubisoft finanziert wurde. Außerdem hält man Anteile an Unternehmen wie Activision Blizzard, Take-Two Interactive, Nintendo, Capcom und SNK.