Laut Digital Foundry hat Konamis Metal Gear Solid Delta auf allen Geräten seine Mängel, wobei die PC-Version im Vergleich zu Konsolen jedoch die bessere Erfahrung bieten kann.

Während Konsolenspieler mit variablen Bildraten und Problemen im 30fps-Modus zu kämpfen haben, was oft auf eine misslungene VRR-Implementierung zurückzuführen ist, ermöglicht die PC-Version euch mehr Kontrolle. Positiv hebt man den anfänglichen Shader-Kompilierungsprozess, der anfängliche Ruckler verhindert, und die überraschend gute Maussteuerung hervor. In den ersten Stunden gebe es keine Ruckler oder ähnliche Probleme, die man aus anderen Unreal Engine 5-Spielen kennt.

Der PC ist nicht perfekt, hat aber Vorteile

Nichtsdestotrotz gibt es für Digital Foundry einige Kritikpunkte. Das Spiel ist auf dem PC auf 60fps begrenzt, und selbst dabei zeigen sich Probleme mit dem Frame Pacing, insbesondere bei höheren Bildwiederholraten, was zu einem ungleichmäßigen Spielerlebnis führt. Auch vorgerenderte Videosequenzen, die teilweise mit 40fps laufen, weisen demnach ein unsauberes Frame Pacing auf.

Darüber hinaus fehle es an grundlegenden PC-Features wie der Unterstützung für höhere Bildraten oder Ultrawide-Setups, wodurch sich das Spiel eher wie ein Port eines PS2-Spiels als eine moderne PC-Veröffentlichung anfühle. Das größte Problem sei jedoch die GPU-Performance.

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Das Spiel ist laut Digital Foundry extrem GPU-limitiert. Selbst eine RTX 4060 kämpft auf hohen Einstellungen mit DLSS3 im Qualitätsmodus bei einer internen Auflösung von 720p (1080p-Output) damit, stabile 60fps zu halten und fällt häufig in die hohen 40er-Bereiche. Die Blätterdichte und die Nähe der Kamera zu dieser Vegetation scheinen die Hauptursache für die hohe GPU-Last zu sein. Zusätzlich gibt es Probleme mit der Low-End-CPU-Performance: Einige größere Spielbereiche können ältere oder schwächere CPUs (wie einen Ryzen 5 3600) überfordern und die Bildrate ebenfalls in die 40er-Bereiche drücken, für konsistente 60fps in diesen Szenen empfiehlt man daher eine Zen 4 CPU oder eine bessere Alternative.

Die Anpassungsmöglichkeiten für die Performance sind begrenzt, da nur zwei Einstellungen wirklich effektiv sind: Globale Beleuchtung (GI) und Virtual Shadow Maps. Eine Reduzierung von Ultra auf High bei der GI kann die Performance demnach um 20% steigern, während Virtual Shadow Maps bei einer ähnlichen Reduzierung fast 17% mehr Performance bringen. Kombiniert bieten diese optimierten Einstellungen auf einer 4060 also etwa 37% mehr Performance und bringen die fps in dichten Dschungelszenen knapp über 40. Selbst mit DLSS3 im Qualitätsmodus und optimierten Einstellungen wird auf einer RTX 4060 keine konsistente 60fps-Erfahrung erreicht, da das Spiel nicht für 60fps auf GPUs mit niedrigeren Spezifikationen konzipiert wurde. Eine reibungslose 60fps-Erfahrung erfordert GPUs der nächsten Stufe, wie eine RTX 4060 Ti oder eine RTX 4070, die das Spiel bei höheren Auflösungen stabil halten können.

Aufgrund der fehlenden PC-Annehmlichkeiten sind Mods laut Digital Foundry eine wichtige Ergänzung, da Modder bereits an der Optimierung des Spiels arbeiten. Hier hebt man zum Beispiel einen Tweak zur Nutzung von Hardware Lumen und Ray Tracing hevor, der die Beleuchtung und Reflexionen, besonders auf Vegetation und Wasser, visuell erheblich verbessert, allerdings auf leistungsstarken GPUs wie einer RTX 5090 spürbar die Bildrate reduziert.

Eine weitere wichtige Mod ist Lyalls MGS Delta Fix, insbesondere für Ultrawide-Monitore, der eine nahtlose 21:9-Auflösung ohne sichtbare Probleme ermöglicht. Allerdings raten die Technik-Experten dazu, vorerst auf das Entsperren der Bildrate über 60fps, da dies zu Softlocks führen kann, die das Spielerlebnis stören. Obwohl Metal Gear Solid Delta laut Digital Foundry auf PC viele Standardfunktionen vermissen lässt und technisch fragwürdige Entscheidungen trifft, sei der PC dennoch die beste Option, das Spiel zu spielen, da ihr hier im Gegensatz zu den Konsolenversionen keine Ruckler habt, sofern ihr über ein ausreichend leistungsstarkes und modernes System verfügt.