Destiny-2-Entwickler Bungie hat Fans Anfang der Woche mit einer Art Abschiedsgeschenk überrascht. Das Studio postete auf X einen Code, den ihr auf Bungie.net einlösen könnt, um euch ein kostenloses Emblem zu sichern.

Sobald ihr den Code eingelöst habt, landet das Gloriabundus-Emblem in eurer Flair-Sammlung im Spiel. Ihr könnt es danach jederzeit ausrüsten. Das Emblem ist schlicht gehalten. Es zeigt ein befestigtes Destiny-Logo prominent vor der Kulisse einer Stadtlandschaft (vielleicht die Skyline der Letzten Stadt?).

Details zum letzten Patch und künftige Server-Wartungen

Am selben Tag hat Bungie auch ein allerletztes Update für Destiny 2 veröffentlicht. Patch 9.7.0.3 bietet recht überschaubare Patch Notes. Sie bestehen fast ausschließlich aus Fehlerbehebungen. Der Patch erhöht zudem den Ruf, den ihr für den Abschluss von Vorhut- und Schmelztiegel-Aktivitäten erhaltet.

Die einzige weitere nennenswerte Änderung in Update 9.7.0.3 betrifft den Bosskampf gegen den Consecrated Mind. Dort wurde die Remote-Tether-Funktion wieder aktiviert. Dies macht einen Fix für diesen Kampf im Pantheon-Modus aus dem vorherigen Patch rückgängig. Laut Bungie hatte dieser den Kampf unbeabsichtigt deutlich schwerer gemacht, daher nun die Rücknahme. Auf die Frage, ob dies nun "der absolut letzte Patch" sei, erklärte der langjährige Community-Lead Dylan "dmg04'"Gafner auf X, dass ihr – abgesehen von regulären Server-Wartungen – keine weiteren Patches mehr erwarten solltet.

Gafner stellte jedoch klar: "Es kann Momente geben, in denen wir bei Problemen mit höchster Priorität (Spielabstürze) eingreifen müssen." Er fügte hinzu: "Wenn sich die Gelegenheit bietet, könnte sich hier und da noch ein kleiner Fix einschleichen."

Image credit: Bungie

Rückblick auf das finale Riesen-Update und Entlassungen bei Bungie

Bereits im Mai kündigte Bungie an, dass das letzte Update für Destiny 2 einen Monat später erscheinen würde. Das Update kam pünktlich und war eines der größten in der Geschichte des Online-Loot-Shooters. Nachdem das Spiel monatelang Probleme hatte, Spieler anzulocken, kehrten nach dem Release Tausende von ihnen zurück. Sie wollten sich ein letztes Mal verabschieden und sehen, was das riesige Update alles geändert und hinzugefügt hat. Dies sorgte für den größten Sprung bei den Spielerzahlen von Destiny 2 seit Jahren.

Viele hofften, dieser Aufschwung würde Sony davon überzeugen, in eine Fortsetzung oder sogar in die weitere Unterstützung von Destiny 2 zu investieren. Daraus wurde leider nichts. Kurz darauf kam es zu den allseits befürchteten Entlassungen. Sie kosteten den Großteil des Destiny-2-Teams den Job.

Einziger Lichtblick: Das letzte Update für Destiny 2 kam bei den Spielern sehr gut an. Das Spiel, das Bungie hinterlässt, bietet eine Fülle an Inhalten. Millionen von euch werden diese noch jahrelang genießen können – auch wenn Destiny 2 von nun an in der Zeit eingefroren bleibt.

Der bittere Absturz von Bungie

Das Ende von Destiny 2 markiert einen tragischen Tiefpunkt für das Studio hinter Halo. Nach der Milliarden-Übernahme durch Sony 2022 hofften viele auf finanzielle Sicherheit. Stattdessen folgten massive Entlassungswellen, die das einst stolze Entwicklerteam stark dezimierten.