Crimson Desert ist ein Open-World-Action-Adventure, das auf dem Kontinent Pywel spielt. Hier herrscht ein brutaler Krieg um Macht, aber auch die Natur trägt ihren Teil bei, denn im Bergland toben heftige Schneestürme. Es herrscht also in mehrerlei Hinsicht ein rauer Ton. Die große offene Welt steckt voller Geheimnisse und Möglichkeiten, aber auch Kämpfe und Herausforderungen sind nie weit. Kliff ist ein Mitglied der Graumähnen, eine Gruppe, die Pywel retten will, und euer spielbarer Charakter. Mit ihm beginnt die Reise, die hoffentlich am Ende den Frieden für den gesamten Kontinent bringt. Auf der gamescom durfte ich mal einen Blick in das Spiel werfen.

Blut und Blumen

Mensch, mit so einer hübschen Welt habe ich gar nicht gerechnet bei diesem Szenario. Überall in der offenen Welt strahlt grünes Gras, kleine Felder von violettfarbenen Blumen blühen und überall treffen wir auf lebendige NPCs. Rempelt ihr jemanden an, beschwert sich die Person - gerne auch mal mit saftigen Schimpfwörtern. Es herrscht ein rauer Ton, der im Kontrast zu der lieblichen Welt steht, für die wir hier ja kämpfen.

Nach einer kleinen Einführung durfte ich meine ersten Missionen bestreiten. Dieses Tutorial war außerordentlich wichtig, denn es gibt wirklich einen anstrengend großen Haufen an Kombinationen auf dem Controller, die man meistern muss, um wirklich effektiv zu spielen. Und nicht alle davon sind intuitiv. Zum Springen müsst ihr zum Beispiel mehrere Tasten drücken, und eine davon ist ein Thumbstick.

Die Menge an Tastenkombinationen hat meinen Kopf zum Rauchen gebracht.

Meine zehn Finger sind noch dran und funktionsfähig, es ist also machbar, auch wenn es etwas unbequem klingt. Meine Mission bestand darauf, umgeworfene Fahnenmasten auf einem Schlachtfeld wieder aufzustellen. Das war allerdings spannender als es sich anhört. Ihr müsst dafür nämlich nicht nur einen Knopf drücken und die Fahne steht wieder. Nein, ihr müsst einen Fokusmodus aktivieren, den Fahnenmast magisch anvisieren, schweben lassen, tragen und dann in eine Halterung stecken. Das ist wirklich Arbeit!

Diese Mechanik wurde im darauffolgenden Bosskampf wichtig. Der Boss selbst sah etwas unspektakulär aus. Ein Ritter mit polierter Rüstung und einem Helm geschmückt mit roten, langen Federn. Aber der Eindruck täuscht, der Typ weiß, wie man Gegner gegen die Wand prügelt. Ein paar Elemental-Kombos aus dem Tutorial haben geholfen, genug Schaden anzurichten, um den Boss kurzzeitig auf den Boden zu zwingen. Danach habe ich ihm mit einer Steinsäule, die ich aufheben konnte, ordentlich auf den Blechschädel gehauen. Natürlich nicht, ohne mich zwischendurch ein wenig zu heilen. Das war gar nicht so leicht, denn dieser Boss lässt einem für solche Aktionen wirklich nicht viel Zeit.

Crimson Desert ist kein einfaches Spiel. Ihr müsst schnell reagieren und die Kombos immer im Kopf haben, um hier wirklich Spaß zu haben.