Über meine ersten Eindrücke von der Kampagne und dem Multiplayer in Call of Duty: Modern Warfare 4 habe ich euch ja schon ausführlich berichtet. Jetzt darf ich endlich auch etwas mehr zu DMZ sagen. Selber konnte ich den Extraction-Shooter leider noch nicht spielen, aber was Infinity Ward an neuen Features vorgestellt hat, macht schon Lust auf ausgiebige Beutezüge in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea.

Vorsicht: Fallout

Eure Beutezüge unternehmt ihr entweder solo oder in einem Squad auf der großen und offenen Karte Hajin. Bei einer großangelegten Operation in der Kampagne stürmt ihr einen Nuklearreaktor, was zur Erschaffung einer neuen DMZ führt. So richtig demilitarisiert ist die Zone aber nicht: Trotz aller Zerstörung und radioaktiv verseuchter Gebiete tummeln sich auf Hajin nicht nur jede Menge menschliche Spieler, sondern ihr stoßt auch auf feindliche Militär-Konvois und KI-Truppen mit Tanks, Helikoptern und Kampfjets, die euch schwer zusetzen können.

In der DMZ bekommt ihr es nicht nur mit anderen Spielern und KI-Gegnern zu tun, sondern müsst auch auf radioaktive Strahlung in den verseuchten Gebieten achten.

Die neue DMZ bietet mehrere Spielmodi, bei denen ihr entweder Story-Missionen folgt oder einfach auf eigene Faust die Welt erkundet und darauf wartet, was so alles an Herausforderungen auf euch zukommt. Eine weitere Option sind die dynamischen Missionen, in denen die Ziele und Zwischenschritte zufällig aus einem Pool zusammengestellt werden. So sind die Ausflüge in die DMZ immer wieder eine Überraschung mit anderen Gegnern, Bossen und hoffentlich auch seltener Beute. Hinzu kommt ein dynamisches Wettersystem mit prasselndem Regen, Schneeschauern oder auch mal Sonnenschein, die die Spielwelt lebendig machen.

Für mich sind die Begegnungen mit menschlichen Spielern in Abschnitten wie Hajin-City, dem Gefängnis, dem Hospital oder was immer auch in „Deadtown“ auf mich wartet, spannend. Ballert man direkt wild um sich, wenn die Konkurrenz in Sicht kommt? Arbeitet man vielleicht zusammen, wie bei ARC Raiders, und verrät die Kameraden schlussendlich dann doch noch, um selbst mit der fettesten Beute den Rückzug anzutreten? Da lass ich mich mal überraschen, wie sich die CoD-Community mehrheitlich verhalten wird.

Auf der Suche nach wertvoller Waffentechnik durchstreift ihr die riesige neue Karte Hajin solo oder im Squad – und seht zu, dass ihr heil wieder rauskommt, sonst verliert ihr das ganze schöne Loot wieder.

Looten, Craften und 3D-Drucken

Auf euren Erkundungen sammelt ihr auch Materialien, die ihr zum Craften und Verbessern von Waffen und Ausrüstungen nutzt. Dazu steht euch eine FOB, eine Forward Operating Base, zur Verfügung. Hier findet ihr nicht nur mal ein bisschen Ruhe vom harten Alltag als DMZ-Looter, sondern auch Händler, einen Waffenschmied oder einen 3D-Drucker, an dem ihr neue Gerätschaften herstellt.

Was noch kommt: Es gibt ein eigenes Progressionssystem, die DMZ-Level. Ihr könnt mit erspielter In-Game-Währung euren Operator vor Verlust schützen, was mit jeder Anwendung des Rettungsankers teurer wird. Infinity Ward verspricht ein frisches Stealth-System, das ich aber noch nicht in Aktion erleben konnte. Außerdem kehrt das erst spät in dem ersten DMZ-Modus eingeführte Bounty-System zurück: Verhaltet ihr euch aggressiv und killt jeden Spieler, der euch vors Visier läuft, werdet ihr zu einem „Most Wanted“ und somit zum Freiwild für alle Bounty-Hunter. Ein globales Leaderboard informiert dann über die Top-50 der Hunter und Killer.

Das Bounty-System kommt auch wieder: Wenn ihr euch auf euren Touren durch die DMZ besonders aggressiv verhaltet, werdet ihr irgendwann ein „Most Wanted“ und selbst der Gejagte.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mit den dynamischen Missionen und Herausforderungen der neuen DMZ eine ganze Weile Spaß haben werde. Zumal Infinity Ward bei der Neuauflage keinen stiefmütterlich behandelten Modus, sondern ein vollwertiges „Spiel im Spiel“ mit eigenem Progressionssystem bieten will. Ich freue mich auf jeden Fall auf den 23. Oktober, wenn ich Hajin zum ersten Mal ausgiebig erkunden kann.