Bei einer kürzlich veranstalteten Aktionärsversammlung wurde Ubisoft-Chef Yves Guillemot auch mit einer Frage bezüglich der Initiative Stop Killing Games konfrontiert.

Deren Ziel besteht darin, zu verhindern, dass Publisher einfach Spiele "zerstören" können, die sie zuvor an Spielerinnen und Spieler verkauft haben. Ein Grund für diese Initiative ist die Abschaltung der Server von Ubisofts Rennspiel The Crew, das dadurch nicht mehr spielbar ist.

Was Guillemot dazu sagt

Die Kritik an der Serverabschaltung von The Crew führte bereits dazu, dass Ubisoft später versprach, dass die Nachfolger The Crew 2 und The Crew Motorfest jeweils einen Offline-Modus erhalten sollen.

"Was die Petition betrifft: Wir agieren in einem Markt", antwortet Guillemot auf einen "aggressiven Fragesteller" (via Game File). "Und wann immer wir ein Spiel veröffentlichen, bieten wir dafür umfassenden Support. Wir bieten außerdem zahlreiche Services an, um sicherzustellen, dass das Spiel rund um die Uhr zugänglich und spielbar bleibt."

"Wir informieren daher über das Spiel und wie lange es gespielt werden kann. Spieler und Käufer werden zudem vorgewarnt, dass das Spiel möglicherweise irgendwann eingestellt wird."

Was The Crew anbelangt, verweist er darauf, dass man den Nachfolger im September 2024 für gerade mal einen Euro angeboten habe, ebenso erwähnt er die Pläne für einen Offline-Modus.

"Das ist ein Problem, mit dem wir uns beschäftigen", ergänzt Guillemot. "Aber dieses Problem betrifft nicht nur Ubisoft. Alle Videospiel-Publisher sind damit konfrontiert. Man bietet einen Service an, aber nichts ist in Stein gemeißelt und kann irgendwann eingestellt werden. Nichts ist für die Ewigkeit. Wir tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass es allen Spielern und Käufern gut geht, denn natürlich kann der Support für alle Spiele nicht ewig dauern."

"Aber daran arbeiten wir. Daran arbeitet die gesamte Branche, um die Auswirkungen auf die Spieler zu minimieren. Aber das muss man natürlich berücksichtigen."

"Die Lebensdauer einer Software, wenn es eine Servicekomponente gibt, kann dazu führen, dass Dienste irgendwann eingestellt werden, weil die Software mit der Zeit obsolet wird. Viele Tools sind nach zehn oder 15 Jahren veraltet. Sie sind nicht mehr verfügbar. Deshalb veröffentlichen wir eine neue Version. Also haben wir Version zwei und dann Version drei. Aber es handelt sich hier eindeutig um ein weitreichendes Problem, und wir arbeiten daran."

Die Stop Killing Games-Petition hat mittlerweile fast 1,4 Millionen Unterzeichner.