Mit dem aktuellen Update von Clash of Critters ist wieder Bewegung ins Spiel gekommen. Neue Tatari-Stufen, Anpassungen beim Bento Maker, zusätzliche Funktionen rund um Events und vor allem ein neuer Charakter sorgen dafür, dass viele Spieler ihre Aufstellung neu bewerten müssen. Im Mittelpunkt steht dabei Momopo, ein neuer Rock-Tatari, der sich später zu Liy Pooh, Lily Po und schließlich Gemopo weiterentwickelt. Die wichtigste Frage lautet deshalb: Lohnt sich Momopo wirklich oder sieht der neue Tatari nur niedlich aus?

Gerade bei neuen Einheiten in Clash of Critters ist die erste Einschätzung oft schwierig. Ein frischer Tatari wirkt im Update-Menü schnell wichtiger, als er im tatsächlichen Kampf später ist. Dazu kommt, dass viele Spieler ihre Ressourcen nicht verschwenden wollen. Wish Boxes, Upgrades und Entwicklungsstufen sind begrenzt. Wer also bereits starke Tataris wie Rockzilla aufgebaut hat, muss genau überlegen, ob Momopo ein echtes Upgrade ist oder eher eine Ergänzung für spezielle Situationen.

Die kurze Einordnung vorweg: Momopo ist kein übermächtiger Tatari, aber auch keine schlechte Einheit. Der neue Rock-Tank füllt eine Lücke, weil es im Rock-Bereich nicht besonders viele brauchbare Frontline-Optionen gibt. Wer häufiger mit mehreren Lightning-Lanes zu kämpfen hat, bekommt mit Momopo eine zusätzliche defensive Möglichkeit. Der Tatari hält ordentlich aus, bringt Schild- und Heilmechaniken mit und verursacht zusätzlichen Schaden gegen geschwächte Gegner. Für die absolute Prioritätenliste reicht das aber nicht ganz.

Das Update bringt mehr als nur Momopo

Der neue Tatari ist zwar der auffälligste Teil des Updates, aber nicht die einzige Änderung. In Clash of Critters wurden offenbar weitere Tatari-Level ergänzt. Wer seine Einheiten bereits weit entwickelt hat, sieht nun zusätzliche Fortschrittsstufen, die über kleine Markierungen sichtbar werden. Sechs dieser Fortschrittspunkte führen zur nächsten Stufe. Für fortgeschrittene Spieler ist das relevant, weil es den Ausbau einzelner Tataris langfristig verlängert.

Neu beziehungsweise stärker sichtbar ist außerdem das Podium. Dieses Gebäude erscheint erst, wenn ein Tatari vollständig ausgebaut wurde. Dort lassen sich überschüssige Kopien gegen Pinballs eintauschen. Der Nutzen wirkt aktuell eher begrenzt. Für Spieler, die noch nicht am Maximum angekommen sind, spielt das Podium ohnehin keine große Rolle. Es ist eher ein spätes Komfortsystem als ein zentraler Grund, aktiv darauf hinzuarbeiten.

Interessanter ist die Anpassung beim Bento Maker. Dort können nun bestimmte Elemente abhängig vom Wochentag gezielter hergestellt werden. Montag bis Freitag stehen einzelne Elemente im Fokus, am Wochenende sind offenbar alle Optionen möglich. Wer lieber wie bisher zufällig produzieren möchte, kann diese Auswahl deaktivieren. Das ist günstiger, kostet aber die Kontrolle. Wer gezielt Wasser, Feuer oder ein anderes Element benötigt, bekommt durch die neue Auswahl mehr Planungssicherheit, zahlt dafür aber mehr Ressourcen.

Der Bento Maker wird planbarer

Die neue Element-Auswahl im Bento Maker ist eine sinnvolle Ergänzung, weil sie Clash of Critters weniger zufällig macht. Gerade bei Events oder beim gezielten Aufbau einzelner Tataris ist es ärgerlich, wenn benötigte Ressourcen dauerhaft ausbleiben. Durch die Wochentagslogik lässt sich nun besser planen, wann bestimmte Materialien produziert werden sollten.

Der Preisunterschied ist dabei wichtig. Die zufällige Herstellung ist günstiger, während die gezielte Element-Produktion teurer ausfällt. Das ist fair balanciert, weil Spieler zwischen Effizienz und Kontrolle wählen müssen. Wer langfristig spielt und nicht sofort ein bestimmtes Element braucht, kann weiterhin die günstigere Variante nutzen. Wer dagegen kurz vor einer Entwicklung steht, wird den Aufpreis eher akzeptieren.

Für die Spielstrategie bedeutet das: Ressourcenmanagement wird etwas bewusster. Besonders vor Horde Invasion oder anderen Eventphasen kann es sich lohnen, gezielt auf ein Element hinzuarbeiten. Das Update nimmt dem Spiel nicht den Grind, macht ihn aber etwas weniger stumpf.

Horde Invasion und neue Kartenmechanik

Auch die Horde Invasion bekommt durch die erwähnte Kartenmechanik mehr Tiefe. Bei bestimmten Boss-Stufen, etwa nach Boss 5, 10 und 15, können Karten gewählt werden, die unterschiedliche Buffs bringen. Dazu gehören offenbar Effekte wie ein zusätzlicher Tatari auf dem Feld oder eine temporäre Erhöhung einzelner Tatari-Level.

Diese Mechanik ist deshalb interessant, weil sie Runs stärker voneinander unterscheidet. Wenn nur drei Karten gewählt werden können und jeweils aus mehreren Optionen ausgewählt wird, entstehen kleine taktische Entscheidungen. Das passt gut zu Clash of Critters, weil die Grundstruktur des Spiels stark auf Wiederholung ausgelegt ist. Solche Karten können verhindern, dass sich jede Runde identisch anfühlt.

Für Momopo ist diese Mechanik ebenfalls relevant, weil defensive Tataris in Horde-Situationen oft stärker zur Geltung kommen als in einfachen Standardkämpfen. Ein zusätzlicher Tank oder ein robuster Frontliner kann in späteren Wellen entscheidend sein. Trotzdem bleibt Momopo eher eine solide Ergänzung als ein Carry-Tatari.

Radish Run ist nett, aber kein Gamechanger

Mit Radish Run kommt außerdem ein kleines Zusatzevent ins Spiel. Es wird offenbar über den Pinball-Bereich ausgelöst, wenn man einen Stern trifft. Danach startet ein Such-Minispiel, bei dem ein Tatari Hinweise auf die Position eines versteckten Radieschens gibt. Trifft man den Bereich, erhält man Energie-Drinks.

Die Idee ist charmant, aber spielerisch nicht unbedingt zentral. Wer Clash of Critters aktiv und effizient spielt, möchte solche Zusatzaktionen oft schnell erledigen, besonders wenn Timer oder Multiplikatoren laufen. Radish Run bringt etwas Abwechslung, unterbricht aber auch den Spielfluss. Es ist also ein kleines Nebenfeature, kein Grund, die eigene Spielweise komplett umzustellen.

Trotzdem zeigt die Funktion, dass das Spiel weiter mit kleinen Aktivitätsmomenten arbeitet. Statt nur Tataris zu sammeln und Kämpfe laufen zu lassen, entstehen zusätzliche Miniaufgaben. Ob das langfristig motiviert, hängt davon ab, wie großzügig die Belohnungen ausfallen.

Momopo: So funktioniert der neue Rock-Tatari

Der wichtigste neue Inhalt bleibt Momopo. Der Tatari gehört zur Rock-Kategorie und übernimmt die Rolle eines Tanks. Genau das macht ihn direkt relevant, denn starke Rock-Tanks sind in Clash of Critters nicht gerade im Überfluss vorhanden. Rockzilla bleibt weiterhin die naheliegende Top-Option, aber Momopo erweitert die Möglichkeiten für Spieler, die eine zweite Frontline brauchen.

Momopo verursacht Flächenschaden und richtet erhöhten Schaden gegen frail enemies an. Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Frail ist nicht dasselbe wie fragile. Im Spiel bedeutet frail offenbar, dass ein Gegner unter 50 Prozent Lebenspunkte gefallen ist. Gegen solche Gegner verursacht Momopo deutlich mehr Schaden. Damit ist der Tatari besonders dann effektiv, wenn Gegner bereits angeschlagen sind und schnell beendet werden sollen.

Zusätzlich besitzt Momopo defensive Fähigkeiten. Nach dem Töten eines Gegners pausiert der Tatari kurz, um Lebenspunkte wiederherzustellen. Später kommt ein Schild hinzu, der nach einem Kill erzeugt wird. Auf einer höheren Entwicklungsstufe kann dieser Schild explodieren und Flächenschaden verursachen. Das ergibt ein klares Profil: Momopo steht vorne, hält Druck aus, stabilisiert sich über Heilung und Schild und verursacht nebenbei Schaden im Nahbereich.

Warum Momopo kein übermächtiger Tatari ist

Trotz dieser Fähigkeiten sollte man Momopo nicht überschätzen. Der neue Tatari wirkt im Kampf stabil, aber nicht spektakulär. Er ist kein Schadensmonster und ersetzt auch keine offensiven Top-Einheiten. Wer erwartet, dass Momopo auf Tier 3 plötzlich ganze Wellen allein zerlegt, wird enttäuscht sein.

Der Schaden gegen geschwächte Gegner ist nützlich, aber situativ. Ein Tank muss zuerst überleben und Gegner binden. Erst danach wird der zusätzliche Schaden wirklich interessant. Die Heilung nach einem Kill klingt stark, hängt aber davon ab, ob Momopo tatsächlich regelmäßig Gegner erledigt. Wenn stärkere Damage Dealer im Team die Kills übernehmen, fällt dieser Vorteil geringer aus.

Auch der Schildmechanismus ist solide, aber nicht absurd stark. Er gibt Momopo mehr Überlebensfähigkeit, macht ihn aber nicht automatisch besser als Rockzilla. Rockzilla bleibt nach aktuellem Eindruck die stärkere Wahl, wenn man nur einen Rock-Tank einsetzen will. Momopo wird vor allem dann wertvoll, wenn eine zweite Tank-Lane gebraucht wird.

Die beste Verwendung für Momopo

Momopo eignet sich besonders für Situationen, in denen zwei Lightning-Lanes gleichzeitig abgesichert werden müssen. In solchen Fällen kann Rockzilla eine Lane übernehmen, während Momopo die zweite hält. Genau hier entsteht der praktische Nutzen des neuen Tatari. Nicht als Hauptstar der Aufstellung, sondern als zusätzliche stabile Option.

Wer bereits einen guten Rockzilla besitzt, sollte Momopo deshalb nicht blind priorisieren. Sinnvoller ist es, Momopo nebenbei aufzubauen, wenn genügend Kopien und Ressourcen vorhanden sind. Wenn nur wenige Wish Boxes fehlen, um eine wichtige Entwicklungsstufe zu erreichen, kann sich das Upgrade lohnen. Als erstes großes Upgrade-Ziel ist Momopo aber eher nicht die beste Wahl.

Für neue oder mittelstarke Spieler gilt: Momopo ist brauchbar, wenn im Rock-Bereich defensive Alternativen fehlen. Wer noch keinen starken Tank für bestimmte Elemente hat, kann den neuen Tatari gut einsetzen. Wer dagegen schon mehrere starke Frontliner besitzt, bekommt vor allem mehr Flexibilität.

Momopo gegen Rockzilla: Wer ist besser?

Im direkten Vergleich bleibt Rockzilla wahrscheinlich die stärkere und wichtigere Einheit. Rockzilla ist der etablierte Rock-Tank und erfüllt seine Rolle sehr zuverlässig. Momopo wirkt dagegen ausgewogener, etwas verspielter und stärker auf Schild-, Heilungs- und Zusatzschaden ausgelegt.

Das macht Momopo nicht schlechter, aber weniger zwingend. Rockzilla ist die klare Priorität, wenn man einen stabilen Rock-Tank braucht. Momopo ist der zweite Baustein, wenn man breiter aufstellen möchte. Besonders in Modi mit mehreren Lanes kann genau diese Breite entscheidend werden.

Eine sinnvolle Upgrade-Reihenfolge wäre daher: zuerst starke Kern-Tataris ausbauen, dann Rockzilla sichern und anschließend Momopo ergänzen. Wer den neuen Tatari nur wegen des Designs oder der Neuheit sofort hochzieht, könnte Ressourcen binden, die an anderer Stelle mehr bringen.

T4-Skills bleiben vorerst Zukunftsmusik

Mit dem Update wurden auch neue T4-Skills für bestimmte Tataris ergänzt, darunter offenbar Cloud und Flower. Diese Entwicklungen bringen zusätzliche Auren oder Statusboni, die an das jeweilige Element gekoppelt sind. Für viele Spieler ist das aktuell aber noch weit entfernt.

Deshalb ist es sinnvoller, zunächst wichtige Einheiten auf T3 zu bringen, statt zu früh Richtung T4 zu denken. Die T4-Boni klingen interessant, liefern aber vor allem zusätzliche Werte. Der große praktische Unterschied entsteht meist vorher, wenn ein Tatari seine wichtigsten Fähigkeiten auf Tier 2 oder Tier 3 freischaltet.

Auch Momopo profitiert davon. Der Tatari wird erst durch Schild, Heilung und Explosion wirklich vollständig. Wer ihn nur niedrig ausgebaut hat, bekommt noch nicht den vollen Nutzen. Trotzdem sollte man nicht krampfhaft versuchen, ihn sofort maximal zu entwickeln.

Fazit: Momopo lohnt sich, aber nicht als Top-Priorität

Momopo ist ein guter neuer Tatari für Clash of Critters, aber kein Pflicht-Upgrade für jeden Spieler. Der Rock-Tank bringt sinnvolle defensive Fähigkeiten, zusätzlichen Schaden gegen angeschlagene Gegner und mehr Flexibilität für schwierige Lane-Situationen. Besonders nützlich wird er, wenn zwei Lightning-Lanes gleichzeitig abgesichert werden müssen oder wenn ein zweiter Rock-Tank im Team fehlt.

Wer seine Ressourcen knapp halten muss, sollte Momopo nicht über stärkere Kern-Tataris stellen. Rockzilla bleibt im Rock-Tank-Bereich weiterhin wichtiger. Auch offensive Top-Einheiten dürften für viele Spieler eine höhere Priorität haben. Momopo ist eher ein solider Kader-Tatari: gut, nützlich, hübsch gestaltet, aber nicht spielentscheidend.

Das Update insgesamt macht Clash of Critters etwas planbarer und abwechslungsreicher. Der Bento Maker wird durch die Element-Auswahl praktischer, Radish Run bringt ein kleines Zusatzspiel, und die Horde-Invasion-Karten könnten für mehr taktische Varianz sorgen. Momopo passt in dieses Bild: keine Revolution, aber eine brauchbare Ergänzung für Spieler, die ihre Aufstellung breiter und stabiler machen wollen.