Während sich der Gaming-Markt durch die anhaltende RAM- und Speicher-Krise wegen der hohen Nachfrage der KI-Branche weiter verändert, blicken nicht wenige Konsolen-Spieler mit Sorge auf die kommende Generation der PlayStation 6 und Xboxs Project Helix. Nachdem auch die aktuelle Generation eine Preiserhöhung bekommen hat, bis auf die Xbox Series X/S, fürchten viele einen Preis im vierstelligen Bereich. Xbox-Chefin Asha Sharma versucht hingegen, diese Befürchtungen zu dämpfen und mit Innovationen den Preis nicht explodieren zu lassen.

Strategie für bezahlbare Hardware

Xbox Project Helix wird ein großer Schritt für Microsoft, denn die Konsole soll sich weiter von der ursprünglichen Kernkompetenz entfernen und mehr als PC-Konsolen-Hybrid funktionieren. So sollen auch andere Stores als der Windows Store zur Verfügung stehen. Neben einem Dev Update-Showcase letzten Monat haben wir aber noch recht wenige Informationen über die nächste Xbox bekommen.

Dennoch spekulieren bereits einige Branchen-Experten und Tech-Influencer, welcher Preis uns wohl erwarten könnte. Selbst Asha Sharma selbst warnte Ende April, dass durch die anhaltende Belastung durch die KI-Branche, der Preis für Project Helix steigen könnte. In einem neuen Bloomberg Tech-Interview zeigt sie sich jedoch zuversichtlicher, eine Preisexplosion zu verhindern.

XBOX CEO Sharma Shares Vision for Reboot Auf YouTube ansehen

Auf die Frage, wie Microsoft sicherstellen will, dass sich Spieler die nächste Konsole noch leisten können und wollen, antwortet Sharma: “Ich glaube, es wird teuer, wenn wir nicht innovativ sind. Ich bin hier, um bei diesem Problem zu helfen. Es ist ganz normal, dass die Preise steigen, jede Generation um uns herum erhöht die Preise, aber ich glaube nicht, dass man die Preise angesichts der aktuellen Hardware-Krise einfach so erhöhen kann.”

“Die größte Herausforderung”

“Deshalb sind grundlegende Veränderungen erforderlich, was unsere Innovationsansätze, unsere Geschäftsmodelle und die Art und Weise betrifft, wie wir unsere Produkte auf den Markt bringen. Daran arbeiten wir gerade”, führt sie weiter aus.

Dieses Problem beschreibt sie anschließend auch als unangenehmstes Problem ihrer jungen Karriere als Xbox-Chefin. Die Belastung durch den hohen Bedarf der KI-Industrie sei schwer zu handeln. Bisher habe sie die meiste Zeit damit verbracht, die Marke “Xbox wiederzubeleben” und will nun den “Neustart des Unternehmens” angehen.

“Die größte Herausforderung und Chance besteht darin, wie man in dieser Zeit erschwingliche Produkte herstellt, und genau darum wird es in den nächsten 100 Tagen gehen”, fasst Sharma zusammen und verweist aber auch auf erste Erfolge, wie die Reduktion der Game Pass-Preise. Diese sollen bereits Wirkung zeigen.

Eine ungefähre Preisrichtung nennt sie im Interview aber nicht. Allerdings soll uns im Laufe des Jahres noch eine ausführlichere Präsentation erwarten. Wann diese jedoch stattfindet, ist noch unklar.