Wreckfest 2 begeistert Technik-Experten schon im Early Access mit seiner realistischen Schadensphysik
Sieben Jahre nach dem ersten Teil ist Wreckfest 2 nun endlich als Early-Access-Version für den PC erschienen und knüpft an die Tradition seines Vorgängers an, indem es auf beeindruckende Echtzeit-Physik setzt. Obwohl das Spiel noch nicht final ist, zeigt es bereits, wie ambitioniert Entwickler Bugbear Entertainment an das Projekt herangegangen ist. Die neue ROMU-Engine ermöglicht eine deutlich weiterentwickelte Soft-Body-Physik mit dynamischer Simulation von Fahrzeugen, Trümmern und Umgebungselementen - in Echtzeit und ohne Vorberechnungen. Digital Foundry hat einen genaueren Blick auf die Early-Access-Version geworfen.
Ein würdiger Nachfolger
Der aktuelle Build enthält demnach eine begrenzte Auswahl an Strecken sowie Online- und Offline-Modi. Bis zu 24 Fahrzeuge können gleichzeitig an einem Rennen teilnehmen, was für spektakuläres Chaos sorgt. Besonders auffällig ist die Detailliertheit der Schadensmodelle: Karosserieteile verformen sich realistisch je nach Einschlagswinkel und Material, Fahrwerke brechen unter Belastung, und selbst kleine Kollisionen beeinflussen spürbar das Fahrverhalten. Jeder Aufprall hinterlässt sichtbare Spuren, bis hin zu abgeplatztem Lack und verbogenen Einzelteilen.
Wreckfest 2 Hands-On: Next Level Physics, Enhanced Rendering, Excellent Audio! Auf YouTube ansehenDie Fahrzeuge sind aus vielen einzelnen Komponenten aufgebaut, die jeweils eigene physikalische Eigenschaften besitzen. Materialien wie Glas, Plastik oder Stahl reagieren unterschiedlich auf Kollisionen. Dieses auf Bauteilen basierende System unterscheidet sich stark von klassischen Schadensmodellen in Rennspielen und macht laut Digital Foundry das Fahrverhalten realistischer, inklusive Auswirkungen auf Steuerung und Fahrdynamik nach einem Crash. Wer nicht vorsichtig fährt, muss mit eingeschränkter Kontrolle und kreativen Fahrmanövern rechnen.
Ein Highlight des Spiels ist für die Technik-Experten der Physik-Spielplatz, der zahlreiche Möglichkeiten bietet, mit dem Schadenssystem zu experimentieren, etwa durch Rampen, Schleifen oder Zerstörungsparcours. Auch die regulären Strecken wurden verbessert: Sie sind gespickt mit interaktiven Objekten wie Reifenstapeln und alten Autoteilen, die physikalisch korrekt auf Kollisionen reagieren. Ein komplettes Fahrerfeld, das durch eine Werkstatt donnert, ist demnach immer ein spektakulärer Anblick.
Wreckfest 2 ist noch in der Entwicklung, aber die Rendering-Qualität wurde durch höhere Detailgenauigkeit und einen atmosphärischen Dunst verbessert. | Image credit: Digital FoundryOptisch macht Wreckfest 2 einen gewaltigen Sprung nach vorne. Strecken wirken atmosphärischer dank besserer Beleuchtung, Ambient Occlusion und Materialdarstellung. Besonders im Vergleich mit dem Vorgänger fällt auf, wie viel natürlicher Licht und Schatten wirken. Die Entwickler bleiben dabei ihrer eigenen Engine treu, was dem Spiel einen eigenen visuellen Charakter verleiht – samt seltener Optionen wie MSAA oder Unterstützung für FSR3 (DLSS fehlt bislang).
Auch akustisch wird auf Realismus gesetzt: Musik fehlt zwar aktuell, aber die Geräuschkulisse ist detailliert und differenziert, was das physiklastige Gameplay nach Angaben von Digital Foundry hervorragend unterstützt. Die Performance auf High-End-PCs ist vielversprechend (z.B. 4K mit 120 fps auf einer RTX 5090), allerdings lässt sich den Technik-Experten zufolge noch nicht sagen, wie es am Ende auf schwächerer Hardware oder Konsolen laufen wird. Der vollständige Release wird voraussichtlich vor März 2026 erfolgen und Wreckfest 2 zeigt schon jetzt, dass es ein Vorreiter für realistische Next-Gen-Rennspielphysik sein könnte.









