When you push the right controller stick forwards, do you expect a game camera to move up or down? Whether players use "normal" or "inverted" camera controls has long been a point of debate.

Jetzt wurde es jedoch als Teil einer wissenschaftlichen Studie untersucht. Wie der Guardian berichtet, haben Dr. Jennifer Corbett und Dr. Jaap Munneke von der Brunel University London während des Lockdowns eine Studie zur Neurowissenschaft der Mensch-Computer-Interaktion mit Fernprobanden initiiert und mit Spielern gesprochen, um zur Controller-Inversion zu forschen.

Die beiden haben ihre Ergebnisse nun in ihrer Arbeit „Why axis inversion? Optimising interactions between users, interfaces, and visual displays in 3D environments” (Warum Achsen-Inversion? Optimierung der Interaktionen zwischen Benutzern, Schnittstellen und visuellen Darstellungen in 3D-Umgebungen) veröffentlicht. In den Ergebnissen dreht sich viel darum, wie eure Gehirne Objekte im 3D-Raum wahrnehmen.

„Viele Leute erzählten uns, dass das Spielen eines Flugsimulators, die Verwendung einer bestimmten Art von Konsole oder das erste Spiel, das sie gespielt haben, die Gründe dafür waren, dass sie eine Umkehrung bevorzugten oder nicht“, sagte Corbett. „Viele sagten auch, dass sich ihre Präferenzen im Laufe der Zeit geändert hätten. Auf Grundlage all dieser Rückmeldungen haben wir der Studie einen ganz neuen Abschnitt hinzugefügt.“

Die Teilnehmer erhielten einen Fragebogen und mussten Experimente zum Raumverständnis durchführen. „Sie mussten zufällige Formen gedanklich drehen, die Perspektive eines ‚Avatar‘-Objekts in einem Bild einnehmen, bestimmen, in welche Richtung etwas in unterschiedlich geneigten Hintergründen geneigt war, und den typischen ‚Simon-Effekt‘ überwinden, bei dem es schwieriger ist zu reagieren, wenn sich ein Ziel auf der gegenüberliegenden Seite des Bildschirms befindet als auf der Seite, auf der sich die Reaktionstaste befindet“, erklärte Corbett.

„ Wie sich zeigte, war der aussagekräftigste aller von uns gemessenen Faktoren die Geschwindigkeit, mit der Spieler Objekte mental drehen und den Simon-Effekt überwinden konnten. Je schneller sie waren, desto weniger neigten sie dazu, Dinge umzukehren.“

Obwohl die Spieler mit umgekehrter Ausrichtung die Aufgaben am langsamsten erledigten, waren sie auch präziser.

Letztendlich denken die Spieler zwar, dass sie die Steuerung aufgrund ihrer ersten Erfahrungen gewählt haben, aber wahrscheinlich liegt es eher an der Wahrnehmung von Objekten im 3D-Raum durch Ihr Gehirn.

Anmerkung Alex: Ich frage mich, was die Wissenschaft zu mir sagen würde: Mit dem Controller spiele ich invertiert, weil – so glaube ich – das Neigen des Sticks nach hinten der Bewegung entspricht, wenn auch ich nach oben schauen möchte. Mit der Maus jedoch fühlt sich invertiert für mich nicht richtig an, weil das Fadenkreuz für mich der Bewegung eines Mauszeiger am Desktop entspricht.

Corbett schlug sogar vor, dass Spieler das Gegenteil von dem versuchen sollten, was sie gewohnt sind. „Die überraschendste Erkenntnis für Spieler [die nicht invertieren] ist, dass sie möglicherweise bessere Leistungen erzielen, wenn sie ein invertiertes Steuerungsschema ausprobieren“, sagte Corbett. „Vielleicht auch nicht, aber angesichts unserer Ergebnisse ist es auf jeden Fall einen Versuch wert, da es kompetitives Spielen möglicherweise dramatisch verbessert!“

Darüber hinaus könnte die Forschung auch außerhalb des Gaming-Bereichs Auswirkungen haben. „Diese Arbeit hat uns die Augen für das enorme Potenzial geöffnet, das die Optimierung der Inversions-Einstellungen für die Weiterentwicklung der Mensch-Maschine-Zusammenarbeit hat“, sagt Corbett. „So viele Technologien verbinden Menschen mit KI und anderen Maschinen, um unsere individuellen Fähigkeiten zu erweitern. Wenn wir verstehen, wie eine bestimmte Person mit einer bestimmten Konfiguration (Controller-Einstellung, Bildschirmplatzierung, ob sie versucht, ein Ziel zu treffen oder einem Hindernis auszuweichen) am besten arbeitet, kann dies in vielen Szenarien zu einer viel reibungsloseren Interaktion zwischen Mensch und Maschine führen, von der Zusammenarbeit mit einem KI-Spieler, um einen Boss zu besiegen, bis hin zur Vermeidung von Schäden an empfindlichem innerem Gewebe bei der Durchführung einer komplizierten laparoskopischen Operation.“

Für mich persönlich ist das Umkehren der Kamerasteuerung das Erste, was ich mache, wenn ich ein neues Spiel starte. Ich dachte immer, das liege daran, dass ich es als Kind so gelernt habe – genau wie Corbett meinte –, aber vielleicht liegt es doch an meinem Gehirn.

Invertiert ihr eure Steuerung oder nicht? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.