Ubisoft Management in der Kritik: Insider berichtet von wachsender Unzufriedenheit unter Mitarbeitern
Nicht nur das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time musste weichen, sondern auch zwei Studios wurden geschlossen und umfangreiche Umstrukturierungen angekündigt. Ubisoft kämpft seit einiger Zeit mit immer schwierigeren Herausforderungen. Die jüngsten Ereignisse scheinen aber diese Krise nur verstärkt zu haben. Laut einem Insider scheint die Zufriedenheit der Mitarbeiter bei Ubisoft einen neuen Tiefpunkt erreicht zu haben und für einige das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben.
Die Unzufriedenheit wächst
Anfang der Woche hatte Ubisoft eine große Umstrukturierungskampagne angekündigt, in deren Folge nicht nur zwei Studios geschlossen, sondern auch einige Spieleprojekte eingestellt wurden. So auch das lang erwartete Remake zu Prince of Persia: Sands of Time. Auch die Entwickler des Spiels haben sich zur Einstellung geäußert. Zusammen mit diesen Umstrukturierungen folgten auch Entlassungen und neue Arbeitsregelungen für mehr Effizienz.
All das hat laut Insider Tom Henderson für einiges an Unmut innerhalb der Belegschaft gesorgt. Seinen Quellen bei Ubisoft zufolge gibt es reihenweise Beschwerden an die Geschäftsleitung und das obere Management, deren Postfächer überquellen sollen mit Emails, die “die Unternehmensleitung anprangern und Veränderungen fordern”. Auch soll dies für einige von Hendersons Quellen der letzte Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte. Nicht wenige sollen sich jetzt nach neuen Jobs umschauen.
Ein Plan mit Kalkül?
Besonders die verschärften Arbeitsregelungen sind nicht nur ein Ärgernis für Mitarbeiter, sondern für Dominik Bošnjak von Gamerant auch ein Grund zum Spekulieren. Es gibt Studien, die belegen, dass solche härteren Regelungen zu “sanften Entlassungen” führen können. Sprich, Mitarbeiter kündigen aus Frust, während Unternehmen sich die Kosten einer formalen Entlassung sparen und dennoch Personal abbauen können. Bošnjak vermutet, dass sich Ubsiofts Management ebenfalls einen ähnlichen Effekt erhofft haben könnte.
Dies ist in keiner Weise belegt und bleibt reine Spekulation, verdeutlicht aber die strukturellen Risiken solcher Maßnahmen. Dennoch suchen offenbar viele nach einem neuen Jobs. Während einige wohl im Stillen nach neuer Arbeit suchen, stellen andere öffentlich Anzeigen auf LinkedIn ein und zeigen auch dort ihre Verärgerung. Henderson sieht für Ubisoft hier vor allem einen “massiven Verlust an Talenten”.









