Towers of Yoma: Tower Defense als Brettspiel wagt riskanten Spagat mit App
Es gab eine Zeit, da wollte jedes Videospiel wie ein Kinofilm sein. Je cineastischer, desto besser… so lautete lange das Credo der Branche. Wie sehr sich die Zeiten geändert haben: Games sind längst selbst zum Vorbild für andere Medien geworden. Die Brettspielwelt hat erkannt, dass sich von digitalen Spielen einiges lernen lässt – und nimmt die Schnittmenge analoger und digitaler Fans gern mit. Bei HYBR Games – der Name verrät es bereits – gehört die Verbindung beider Welten seit jeher zum Konzept. Mit Towers of Yoma wollen die Kreativköpfe ihrem Schaffen nun einen vorläufigen Höhepunkt setzen.
Vier ungleiche Fraktionen gegen die Maschinen
Towers of Yoma lässt sich als Tower-Defense-Spiel einordnen und greift damit ein klassisches Videospielgenre auf. Das dürfte ziemlich nerdig werden: Ihr werdet in eine Fantasywelt geschleudert, in der ihr die Führung über vier völlig unterschiedliche Fraktionen übernehmt. Auf den ersten Blick wirken sie so verschieden, dass man sich eine Zusammenarbeit kaum vorstellen mag. Die Ahnenfrösche brauen skurrile Mixturen, mit denen sie ganze Flüsse verändern können. Die Bhoarr wiederum dienen gefiederten Göttern und graben mit Vorliebe nach wertvollen Kristallen. Ihnen zur Seite stehen geheimnisvolle Elfen, die im Einklang mit den Wäldern leben und sich dort lautlos bewegen. Komplettiert wird das Quartett durch eine Horde Untoter, bei denen niemand so genau weiß, was sich hinter ihren Masken verbirgt.
Das Spiel wird 51 Miniaturen enthalten.Unter normalen Umständen ließen sich die Interessen dieser Fraktionen wohl kaum unter einen Hut bringen. Diesmal sind sie jedoch zur Zusammenarbeit verdammt: Ihr Lebensraum wird von einer völlig anderen Macht bedroht. Mächtige, von Menschen gebaute Dampfmaschinen haben sich in Bewegung gesetzt und ziehen eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Wälder werden gerodet, ganze Landstriche verschmutzt oder verbrannt. Die Lage ist ernst. Nur wenn ihr kooperiert und die Synergien eurer einzigartigen Fähigkeiten nutzt, habt ihr eine realistische Chance, die Schlacht zu gewinnen.
Wie viel Bildschirm steckt in Towers of Yoma?
Im Mittelpunkt des Spiels steht ein modularer Spielplan, auf dem ihr gemeinsam ein verzwicktes Labyrinth errichtet, um die heranrollenden Gegnerscharen in Schach zu halten. Jede Fraktion spielt sich grundverschieden und verfügt über einen einzigartigen Kartenstapel, den ihr im Laufe der Partie per Deckbuilding weiterentwickelt. Verteidigt werden fünf Talabschnitte mit eigenen Regeln und Besonderheiten. Zum Spiel gehört außerdem eine Minikampagne, die sich über fünf Missionen erstreckt.
Jede Fraktion erhält ein separates Board.Ein wichtiger Bestandteil von Towers of Yoma ist die App, die ihr vor Spielbeginn auf einem digitalen Endgerät installiert. Sie übernimmt die Rolle des Spielleiters und soll lästige Verwaltungsaufgaben abnehmen. Dabei soll die App nicht ständig im Mittelpunkt stehen, sondern hauptsächlich zwischen den Spielphasen zum Einsatz kommen. Ihr werdet also nicht permanent auf einen Bildschirm glotzen, sondern die wesentlichen Aktionen weiterhin analog ausführen. Ein vollmundiges Versprechen – schließlich sind an diesem Spagat schon etliche Spieleentwickler gescheitert.
Vier Pakete auf Gamefound ab 80 Euro
Neugierig geworden? Dann könnt ihr das Projekt ab sofort auf Gamefound unterstützen. Die Basisversion kostet 80 Euro. Für 90 Euro gibt es das Analog-Paket dazu, mit dem sich Towers of Yoma ganz ohne App spielen lässt. Das Paket für 100 Euro enthält stattdessen die Erweiterung Brotherhood of Foxes, die eine fünfte Fraktion ins Spiel bringt. Wer sowohl das Analog-Paket als auch die Erweiterung möchte, zahlt 110 Euro.
Deckbuilding wird ein zentrales Element in Towers of Yoma einnehmen.Towers of Yoma entsteht in Kooperation zwischen HYBR Games und Elznir Games. Das Brettspiel wird auf Deutsch, Englisch und Französisch angeboten. Die Gamefound-Kampagne läuft bis zum 13. August, die Auslieferung an die Unterstützer ist für September 2027 geplant.









