Thief Remastered: Wie Nightdive das größte Grafik-Problem des Stealth-Klassikers löst
In einer weiteren Episode des Deep-Dive-Podcasts von Nightdive sprachen Host Locke Vincent, Producer Daniel Grayshon und Studioleiter Stephen Kick über einige der Details von Thief: The Dark Project Remastered, der kommenden Neuauflage des Stealth-Klassikers.
Dabei verrieten sie unter anderem, dass sie mit Daniel Thron einen der Original-Künstler von Looking Glass ins Boot geholt haben, um die Zwischensequenzen zu überarbeiten.
Unterstützung durch den Original-Künstler Dan Thron
"Wir haben einen der damaligen Künstler zurückgewonnen, die am Originalspiel mitgearbeitet haben", sagte Grayshon. "Wenn man sich die Cutscenes [im Release von 1998] anschaut, haben sie eine sehr niedrige Auflösung und eine begrenzte Framerate. Aber jetzt ist der Original-Künstler wieder dabei und hilft uns enorm, diesen Look perfekt zu treffen."
Daniel Grayshon & Stephen Kick on remastering Thief: The Dark Project | Nightdive Studios Deep Dive Auf YouTube ansehen"Es sieht genauso aus wie damals, nur in 4K – also ungleich besser. Die Animationen sind flüssiger. Ich glaube, es wird niemanden geben – und das ist eine gewagte Prognose meinerseits –, ich glaube nicht, dass irgendjemand mit dem, was wir hier machen, unzufrieden sein wird."
Auf Nachfrage von PC Gamer bestätigte Vincent, dass sich Grayshon dabei auf Daniel Thron bezog. Er war nicht nur Director, Animator und Artist bei Thief, sondern lieh auch verschiedenen Charakteren seine Stimme.
Das Erbe von Looking Glass Studios
Looking Glass Studios (1990–2000) gilt als eine der wichtigsten Kult-Schmieden der Spielegeschichte. Mit Meilensteinen wie Thief, System Shock und Ultima Underworld erfand das Team das Genre der Immersive Sims und legte den spielmechanischen Grundstein für moderne Blockbuster wie Dishonored oder Deus Ex.
Technische Aufwertung und zusätzliche Komfort-Features
Das alles dürfte dafür sorgen, dass die Zwischensequenzen im Remaster deutlich besser aussehen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Original-Videos offenbar in einer Auflösung von 320x240 Pixeln vorliegen und mit 15 Bildern pro Sekunde abgespielt werden.
Es ist nicht die einzige Verbesserung, die das Team am Klassiker vornimmt. Die Einführung eines Waffenrads soll zum Beispiel alles etwas komfortabler machen – gleichzeitig zwingt man euch nicht zur Nutzung dieser Neuerung.
Nightdive Studios: Die Remaster-Könige
Wenn es um die Restaurierung alter PC-Klassiker geht, genießt Nightdive Studios branchenweit einen exzellenten Ruf. Mit ihrer hauseigenen KEX-Engine haben sie bereits Kult-Spiele wie System Shock, Quake und Turok behutsam in die Moderne geholt, ohne dabei das ursprüngliche Spielgefühl zu verfälschen.









