The Outer Worlds 2 fühlt sich allein im Prolog schon deutlich besser an als sein Vorgänger
Obsidian Entertainment kehrt mit der Fortsetzung zum Sci-Fi-Rollenspiel The Outer Worlds zurück und lässt euch mit neuer Crew, neuen Waffen und neuen Gegnern ein neues Abenteuer erleben. Ihr spielt einen Agenten des Erdenrats und sollt die Quelle von Rissen aufspüren, durch die die Vernichtung der Menschheit droht. Eure Reise führt euch dabei auf die Kolonie Arcadia, auf der wiederum ein Fraktionskrieg tobt, was eure Aufgabe nicht unbedingt erleichtert.
Auf der gamescom konnte ich den Prolog von Obsidians Fortsetzung spielen und mir einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie das Entwicklerstudio The Outer Worlds 2 verbessert hat. Und auf den ersten Blick betrifft das vor allem auch die Technik des Spiels. Look und Qualität zeigen förmlich, dass hinter dem zweiten Teil offensichtlich mehr Budget steckt als noch beim Vorgänger.
Technisch verbessert
Alles erscheint detaillierter, besser aufeinander abgestimmt und mitunter auch stimmiger. Der Prolog führt mich und die Crew meines Raumschiffes zu einer Weltraumstation. Am Himmel erstrahlen dabei nicht nur die Sterne, man sieht auch einen großen Planeten im Hintergrund, während Asteroiden durch die Gegend schweben. Dabei setzt man auf eine coolen Sci-Fi- und gleichzeitig auch Retro-artigen Look, der immer mal wieder dazu verleitet, sich die Umgebungen näher anzuschauen. Was so oder so in einem Spiel wie Outer Worlds 2 ganz nützlich ist, um interessante Dinge zu finden - ganz egal, ob das Informationen sind oder Beute.
Eine solche Waffe konnte ich im Prolog leider noch nicht verwenden.Ähnlich verbessert wirken die Charaktermodelle. Es sind vielleicht nicht die besten Figuren, die man je in einem Videospiel gesehen hat, doch sie erscheinen deutlich verbessert im Hinblick auf Animationen und Gesichtsausdrücke - auf jeden Fall besser als im Vorgänger oder auch als in Spielen wie Starfield. Der gute Eindruck setzt sich beim Spielen selbst fort. Ob man sich nun durch die Gegend bewegt, läuft oder in Feuergefechte mit Gegnern gerät, Outer Worlds 2 hinterlässt den Eindruck, als wäre alles eine Stufe schneller, optimierter, besser ausgearbeitet. Im Grunde also eigentlich das, was man sich von einer Fortsetzung erwartet, wenngleich man das dann auch erst einmal so gut hinbekommen muss.
Spielerisch eine Klasse besser
Kämpfe erscheinen hier wie eine rundere Sache und machen mir schon im Prolog mehr Spaß als häufig im Vorgänger. Und das, obwohl ich hier hauptsächlich nur meine Pistole und ein Messer verwendete. Ich bin mir sicher, dass es noch viele andere Waffen gibt, ausprobieren konnte ich sie leider noch nicht. Zugleich kommen in diesen ersten Momenten schon die Rollenspielaspekte zur Geltung. Abhängig von eurem Hintergrund oder den gewählten Fähigkeiten habt ihr unterschiedliche Dialogoptionen, könnt bestimmte Türen nicht öffnen oder Geräte nicht hacken. An einer Stelle war es mir zum Beispiel möglich, eine Wache davon zu überzeugen, die Sicherheitsdroiden abzuschalten, statt mich durch sie hindurch zu kämpfen. Nur eine von vielen Möglichkeiten, die sich bereits im Prolog bieten. Inwieweit sich das letztlich über das gesamte Spiel erstreckt und wie weit die Auswirkungen gehen, bleibt aber noch abzuwarten.
The Outer Worlds 2 wirkt in vielen Bereichen verbessert.Ehrlich gesagt verlor ich zum Ende von The Outer Worlds ein bisschen das Interesse daran. Eigentlich sollte ich mir mal noch die Zeit nehmen und den zweiten DLC sowie die Hauptstory abschließen. Insofern hatte ich vor dem Anspielen von The Outer Worlds 2 durchaus gemischte Gefühle, aber wie schon geschrieben, hinterlässt der Nachfolger einen durch die Bank weg verbesserten Eindruck. Wenn es euch beim ersten Teil ähnlich ging, könnte es sich lohnen, Outer Worlds 2 eine Chance zu geben. Ich jedenfalls werde das definitiv tun.
The Outer Worlds 2 erscheint am 29. Oktober 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S.









