Elden Ring: Nightreign enttäuscht Technik-Experten - altbekannte Engine-Probleme und kein echter PS5 Pro-Support
Mit Elden Ring: Nightreign präsentiert FromSoftware einen Multiplayer-Ableger des gefeierten Action-Rollenspiels, der sich überraschend stimmig ins bekannte Spieluniversum einfügt. Trotz der Skepsis gegenüber Spin-offs gelingt Nightreign der Spagat zwischen bekannten Elden Ring-Mechaniken und einem rundenbasierten Online-Modus mit PvE-Fokus. Drei Spieler kooperieren über eine einstündige Spielsitzung hinweg, leveln ihre Charaktere gezielt und bereiten sich auf den finalen Boss vor. Digital Foundry hat sich die Technik dahinter näher angeschaut.
Technisch enttäuschend
Technisch hinterlässt Nightreign jedoch einen zwiespältigen Eindruck, besonders auf Konsolen. Die Performance-Probleme der ursprünglichen Elden Ring-Engine sind demnach weiterhin vorhanden. PS5- und Xbox Series X/S-Nutzer müssen sich mit einer instabilen Bildrate, fehlender PS5 Pro-Unterstützung und dem Verzicht auf Raytracing arrangieren. Gerade in offenen Arealen wie der neuen Limveld-Karte sackt die Framerate teils deutlich unter die angestrebten 60 fps, was das Spielgefühl trübt. Zudem ist es laut Digital Foundry enttäuschend, dass keine technischen Verbesserungen seit der Beta-Version im Februar zu erkennen sind.
Elden Ring Nightreign Tech Review: No PS5 Pro Support, Core Tech Has Not Improved Auf YouTube ansehenBeim Vergleich der Konsolenversionen zeigen sich deutliche Unterschiede. PS5, PS5 Pro und Xbox Series X setzen im Qualitätsmodus auf feste 4K, während der Performance-Modus mit dynamischer Auflösung (bis hinunter zu 1440p) versucht, stabilere Bildraten zu ermöglichen. Die Series S hingegen muss stärker Federn lassen. Sie liefert nicht nur eine niedrigere Schattenqualität, sondern auch eine abgeschwächte Ambient Occlusion und arbeitet generell mit geringerer Auflösung. Die PS5 Pro schafft im Performance-Modus immerhin eine etwas höhere durchschnittliche Bildschärfe, profitiert dabei aber lediglich von ihrer Hardware-Power, denn offizielle Pro-Features gibt es keine.
Noch gravierender fällt die Situation auf den Last-Gen-Konsolen aus. Als Beispiel dafür nennen die Technik-Experten die PS4, die mit Nightreign sichtbar überfordert ist: Deutlich reduzierte Schatten, lichtere Vegetation und eine native Auflösung von meist nur 900p (niedriger als im Hauptspiel) zeigen klar die Grenzen des alten Systems. Die Bildrate schwankt zwischen 20 und 30 fps, oft mit ungleichmäßigem Frame-Pacing. Eine flüssige Spielerfahrung ist damit nach Angaben von Digital Foundry kaum möglich. Wer Nightreign auf älteren Geräten spielt, verpasst nsomit icht nur optisch, sondern auch spielerisch einiges.
Ohne einen speziellen Patch zur Unterstützung der Hardware beschränkt sich der Vorteil der PS5 Pro auf eine Performancesteigerung bei Verwendung des Qualitätsmodus von Nightreign – plus eine kleine Verbesserung der Bildqualität im Framerate-Modus.Was die Performance im Detail betrifft, enttäuscht die finale Version gegenüber der Netzwerk-Beta. In Vergleichsszenarien wie dem Roundtable Hold bleibt die Framerate nahezu identisch – oder fällt sogar leicht, etwa durch neue Beleuchtungseffekte oder volumetrischen Nebel. Auch die leistungsstärkere PS5 Pro kann trotz besserer Hardware keine konstanten 60 fps liefern. Der Qualitätsmodus ist nach Angaben von Digital Foundry auf keiner Plattform zu empfehlen, da die Bildrate oft auf 30 bis 45 fps fällt und sogar gelegentliche Drops unter 30 fps auftreten, insbesondere beim Erkunden oder bei dynamischen Szenen.
Die bessere Wahl bleibt der Performance-Modus. Und das nach Ansicht der Technik-Experten insbesondere auf der Xbox Series X, da diese Konsole durch ein flexibleres VRR-Fenster (40–60Hz) ein flüssigeres Spielerlebnis bietet. Auch die PS5 profitiert von diesem Modus, erreicht jedoch selten die vollen 60 fps. Die PS5 Pro liegt mit einem Bereich von meist 50 bis 60 fps vorne, was innerhalb des VRR-Fensters liegt, sie zeigt jedoch gelegentliche Einbrüche auf 40fps. Trotz dieser technischen Schwächen bleibt Nightreign zwar ein unterhaltsames, ideenreiches Spiel, aber auch eines, das unter der Last seiner Engine und fehlenden Optimierungen zu kämpfen hat. Nach Ansicht von Digital Foundry wurde hier insbesondere im Hinblick auf die PS5 Pro eine Chance vertan. Letztlich bleibe ein starkes Konzept, bei dem es technisch noch Luft nach oben gibt.









