Sega-Präsident Shuji Utsumi: Das neueste Sonic-Spiel hat unsere Erwartungen verfehlt
Im Rahmen eines umfassenden Famitsu-Interviews mit Sega sprach dessen Präsident Shuji Utsumi unter anderem auch über die Bedeutung des Maskottchens Sonic the Hedgehog für das Unternehmen.
In der aktuellen Ausgabe des japanischen Magazins verrät Utsumi in dem ausführlichen Gespräch, dass Sonic etwa eine große Rolle im Transmedia-Geschäft der Firma spielt.
Verfehlte Verkaufsziele der Marke und strategische Gegenmaßnahmen
"Sonic existiert quasi als Symbol für Sega", sagt Utsumi (via Nintendo Everything). "Wenn es Sonic gut geht, wird es meiner Meinung nach auch dem gesamten Unternehmen gut gehen. Tatsächlich wurden bestimmte Entwicklungen nur möglich, weil der Sonic-Film so erfolgreich war. Wir hoffen, das nutzen und mit dem Erfolg unserer anderen Marken verknüpfen zu können."
Wer ist Sega-Präsident Shuji Utsumi?
Shuji Utsumi ist ein echtes Branchen-Schwergewicht. Bevor er die Führung bei Sega übernahm, war er in den 1990er-Jahren maßgeblich an der Gründung von Sony Computer Entertainment und dem Launch der allerersten PlayStation beteiligt. Sein Wort hat auf dem japanischen Markt enormes Gewicht.
Nach Angaben des Sega-Chefs lief das vergangene Geschäftsjahr unterm Strich jedoch durchwachsen. Utsumi räumte offen ein, dass eine der wichtigsten Marken hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Das neueste Sonic-Spiel habe sich nicht so gut verkauft, wie er es gehofft hatte.
"Ich denke, das letzte Jahr war ziemlich hart", erläutert der Sega-Chef. "Wie wir bereits besprochen haben, gab es die Schwierigkeiten mit Rovio. Wir hatten eine globale Entwicklungsexpansion von Sonic-bezogenen Titeln angestrebt, unser Ziel jedoch nicht erreicht. Das neue Sonic-Spiel war wirklich gut gemacht, und ehrlich gesagt hätte ich mir gewünscht, dass es sich besser verkauft. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse ergreifen wir nun Maßnahmen, um 'jedem Titel mehr Verkaufskraft zu verleihen'."
Die Millionen-Übernahme von Rovio
Im Jahr 2023 kaufte Sega den finnischen Mobile-Entwickler Rovio (bekannt für Angry Birds) für mehr als 700 Millionen Euro. Das erklärte Ziel war es, Segas Präsenz auf dem lukrativen Smartphone-Markt massiv auszubauen.
Utsumi nennt zwar keinen konkreten Namen, doch es ist davon auszugehen, dass er das im vergangenen Jahr veröffentlichte Rennspiel Sonic Racing: CrossWorlds meint. Obwohl dessen Verkäufe nicht den Erwartungen des Publishers entsprachen, sind noch weitere DLCs geplant, etwa zu Godzilla und Evangelion.









