Switch 2: Neue Preisgestaltung von Nintendo dämpft die Begeisterung der Spieler - Präsident von Nintendo of America äußert sich, hätte es aber vielleicht besser gelassen
Die Switch 2 ist nach ihrer offiziellen Vorstellung in aller Munde, doch nicht alle sind begeistert von Nintendos neuem Handheld. Erste Reaktionen aus der Community ziehen aufgrund von Doug Bowsers Aussage zur Preiserhöhung der neuen Konsole Parallelen zur umstrittenen Einführung der Xbox One im Jahr 2013. Doch auch einige technische Entscheidungen sowie die allgemeine Kommunikation von Nintendo lassen laut Meinung vieler in der Gaming-Community zu wünschen übrig.
Hohe Preise und geleakte Features lassen die Begeisterungsblase platzen
Spieler diskutieren derzeit besonders über die gestiegenen Preise der Konsole. Die neue Switch wurde von vielen Fans als deutlich zu teuer empfunden – doch nicht nur die Konsole selbst hat einen ordentlichen Preisschub bekommen. Auch einige Spiele, die bereits von Nintendo vorgestellt wurden, haben es preislich so richtig in sich. So soll die physische Version von Mario Kart World 90 Euro kosten. Donkey Kong Banana wird als physische Version etwas günstiger sein und bei rund 80 Euro liegen.
Der Preis war für viele Fans wohl die größte Überraschung, zumal viele kritisierten, dass der Begeisterungseffekt komplett ausgeblieben sei. Das lag vor allem daran, dass viele Features bereits im Vorfeld geleakt wurden. Solche Ankündigungen hätten die Fans direkt von Nintendo als deutlich spannender empfunden, als sie durch irgendwelche Leaks im Netz zu erfahren.
Präsident von Nintendo of America streut Salz in die Wunde
Und als wäre das alles nicht schon genug Salz in der Wunde, sorgte auch noch eine Aussage in einem Interview mit CBC vom Präsidenten von Nintendo of America für ordentlich Stunk. Doug Bowser, der Präsident von Nintendo of America, äußerte sich zur Preisgestaltung der neuen Switch mit den Worten:
"Wir wissen, dass es einige Leute gibt, die sich den Preis der Switch 2 nicht leisten können. Deshalb wollten wir die anderen Switch-Plattformen verfügbar machen, damit [die Leute] immer noch die Möglichkeit haben, in unser Spieleuniversum einzutauchen – egal, auf welcher Stufe der Plattform sie sich befinden."
Diese Aussage traf bei vielen Fans einen empfindlichen Nerv. Auf Social Media verglichen viele die Aussagen mit einem Zitat von Don Mattrick, dem ehemaligen Xbox-Chef. Dieser sagte damals zur Einführung der Xbox One: "Glücklicherweise haben wir ein Produkt für Menschen, die nicht in der Lage sind, irgendeine Form von Konnektivität zu bekommen. Es heißt Xbox 360." Man kann sich denken, dass diese Aussage damals ebenfalls nicht gerade gut bei den Fans ankam.
https://t.co/GmiOo41dsm pic.twitter.com/EW03MGaIJQ
— Tom Warren (@tomwarren) April 8, 2025 Um diesen Inhalt zu sehen, erlaube bitte targeting-Cookies. Cookie-Einstellungen verwaltenAuch die neuen Funktionen wie die Kamera, Game Sharing und die Game-Key-Karte, die kein vollständiges Spiel enthält, stießen auf Skepsis. Zusätzlich zeigten sich einige Fans besorgt über neue US-Zölle, durch die der Preis der Konsole in den USA weiter steigen könnte.
Erst nach dem Release der Nintendo Switch 2 wird sich zeigen, ob die neue Preisgestaltung und die Aussagen von Doug Bowser für einige Fans doch zu abschreckend waren, um sich die neue Konsole zuzulegen. Es könnte gut möglich sein, dass die Switch 2 mit ihren neuen Preisen eher etwas für eingefleischte Nintendo-Gamer ist und nicht mehr so stark von Familien gekauft wird.
Auch, wenn die Switch 2 aktuell auf viel Kritik stößt, bleiben die Erwartungen der Community dennoch groß – vielleicht stellt sich der hohe Preis am Ende ja doch als gerechtfertigt heraus.









