Steam Machine enttäuscht PlayStation-Legende: "Zurück in der PS4-Ära?"
Shuhei Yoshida, der ehemalige Präsident der PlayStation Worldwide Studios und spätere Leiter des Indie-Bereichs bei PlayStation, hat seine Steam Machine erhalten – und äußert sich sehr direkt zu der neuen Konsole.
Die Steam Machine: Nett, aber nicht nett genug
In einem Beitrag auf X schilderte Yoshida seine Eindrücke, nachdem er den neuen PC im Konsolen-Stil einige Stunden lang ausprobiert hatte.
Steam Machine - Official Overview and Quick Start Guide Auf YouTube ansehenSeine wichtigsten Erkenntnisse lauten wie folgt:
- Die 3D-Leistung ist einfach nur... naja.
- Das System empfiehlt standardmäßig 1080p – bin ich etwa zurück in der PS4-Ära?
- Manche Spiele brauchen ewig zum Starten – was macht das Gerät da eigentlich?
- Die Benutzeroberfläche ist benutzerfreundlich.
- Dass man das Gerät per Knopfdruck auf dem Steam Controller starten kann, ist ein geniales Feature.
- Die austauschbare Frontblende ist eine nette Sache.
- Zufällige Start-Videos sind ein schönes Detail :)
- Die Sticks des Steam Controllers sind mir etwas zu locker.
- Das Touchpad ist zwar praktisch, reagiert aber sehr empfindlich und ist schwer zu bedienen.
- Es ermöglicht mir, Steam-Spiele auf meinem Wohnzimmerfernseher zu spielen – allein das ist schon Grund genug, es zu behalten.
- Der Preis war allerdings ziemlich happig. Schwer zu empfehlen, es sei denn, man möchte das Gerät zu Testzwecken haben.
Es ist also nicht durchweg negativ. Interessant ist, dass Yoshida durchaus Gefallen an bestimmten Aspekten der Steam Machine fand – etwa an der austauschbaren Frontblende und der benutzerfreundlichen Systemoberfläche –, auch wenn er die Leistung als unzureichend empfand. Diese Kritik an der Leistungsfähigkeit wurde auch von vielen anderen aufgegriffen, die zu Recht anmerkten, dass die Steam Machine schwächer ist als die Konsolen der aktuellen Generation.
Es hat den Anschein, als sei der Kernvorteil der Steam Machine – die Möglichkeit, PC-Spiele bequem vom Wohnzimmer aus auf einem großen Fernseher zu spielen – groß genug, damit Yoshida an ihr festhält. Der „Elefant im Raum“ ist dabei natürlich der Preis.
Zu Valves Verteidigung sei gesagt, dass der Preis der einzige Punkt ist, für den das Unternehmen nicht wirklich etwas kann. Valve hat erklärt, dass dies nicht der angestrebte Preis war, und aus finanzieller Sicht lässt sich derzeit kaum eine Konsole wirklich empfehlen. Dennoch ist die Steam Machine teuer, und dieser hohe Preis ist – wie man es auch dreht und wendet – ein erheblicher Kritikpunkt.
Auch der eigene Testbericht von Eurogamer zur Steam Machine zeigte sich von der Hardware durchaus angetan, merkte jedoch – wenig überraschend – an, dass sie wohl ein Nischenprodukt und definitiv zu teuer sei.
Wer ist Shuhei Yoshida?
Shuhei Yoshida gehört zu den bekanntesten Gesichtern von Sony Interactive Entertainment. Als langjähriger Präsident der PlayStation Worldwide Studios begleitete er die Launches der PS4 und PSVR, bevor er die Leitung für die globale Förderung von unabhängigen Indie-Entwicklern übernahm.









