Resident Evil Requiem beeindruckt Digital Foundry mit PC Path Tracing
Resident Evil Requiem wurde auf der gamescom mit PC Path Tracing vorgestellt, und es ist das erste RE Engine-Spiel, das Path Tracing unterstützt. Digital Foundry konnte davon eine kleine Demo mit Grace spielen, wahlweise in der Ego- und Third-Person-Perspektive, wobei die Ego-Perspektive anfänglich empfohlen wurde.
Die Spielumgebung bestand hier überwiegend aus gruseligen, dunklen Gängen voller Rätsel und einer mysteriösen Atmosphäre, die laut Digital Foundry an die PT-Demo erinnerte.
Path Tracing löst viele Probleme
Die Einführung von Path Tracing löst demnach viele bekannte Probleme der RE Engine, wie beispielsweise verrauschte SSR-Reflexionen, störende Artefakte und unzureichendes SSAO. Außerdem hebt man hervor, dass die direkte Beleuchtung und Schatten nun vollständig via Raytracing läuft, was eine Neuheit für die Engine darstellt. Dies führt zu unglaublich detaillierten, pixelgenauen Schatten von jeder Lichtquelle, selbst von kleinen Gegenständen wie einem Feuerzeug, und korrigiert frühere Probleme mit unnatürlicher Schattenplatzierung. Auch frühere Probleme mit erhöhten Schwarzwerten, die dunkle Bereiche in Spielen wie dem RE2-Remake grau erscheinen ließen, gehören dadurch der Vergangenheit an.
Resident Evil Requiem PC Path Tracing - Hands-On First Look! Auf YouTube ansehenDarüber hinaus profitieren den Technik-Experten zufolge die indirekte Beleuchtung und Reflexionen stark von Ray Reconstruction, wodurch Oberflächen wie Holz und halbmattes Mauerwerk detailreicher und realistischer aussehen. Ein besonderes Highlight sei, dass transparente Materialien, wie Glasscheiben, nun präzise RT-Reflexionen erhalten und die Szene wunderschön widerspiegeln. Das Spiel zeige eine beispiellose Materialdetailliertheit und -treue, die Digital Foundry als die beste in der RE Engine bis dato beschreibt. Hilfreich dabei ist, dass es das erste RE Engine-Spiel ist, das nicht auch noch die vorherige Konsolengeneration berücksichtigt und somit ein vollständiges Current-Gen-Erlebnis bietet, mit Vorteilen bei der Texturauflösung und Geometrie.
Die visuelle Präsentation beschreibt Digital Foundry als absolut beeindruckend, mit einer spektakulären und sehr reaktiven Beleuchtung. Das Spiel scheint speziell für OLED-Bildschirme optimiert zu sein, da es die Dunkelheit und tiefschwarze Bereiche umfassend nutzt und das Problem der “erhöhten Schwarzwerte” vermeidet. Die Demo konzentrierte sich demnach hauptsächlich auf Rätsel und das Versteckspiel vor einer Kreatur, ähnlich wie in Alien Isolation, mit wenig direktem Kampf. Selbst in der Ego-Perspektive sind währenddessen die detaillierten Animationen der Spielfigur Grace in reflektierenden Oberflächen sichtbar.
Da das Spiel sich noch in der Entwicklung befindet, gab es einige kleinere visuelle Ungenauigkeiten, wie ein leichtes "Schwimmen" oder "Flimmern" in indirekt beleuchteten Bereichen und Instabilitäten bei der Ray Reconstruction. Trotz dieser kleinen Schönheitsfehler spricht man von einer “im Grunde perfekten” und “erstaunlich polierten” Präsentation. Für die Technik-Experten bleibt somit die Hoffnung, dass diese neue Patch Tracing-Implementierung viele frühere Kritikpunkte an Capcom-Titeln beheben wird.









