Was ist das REDMAGIC Astra 2?

Das REDMAGIC Astra 2 ist ein kompaktes 9,1-Zoll-Gaming-Tablet, das primär auf mobile Core-Gamer abzielt. Ausgestattet mit einem Snapdragon Elite Gen 5, 185-Hz-OLED-Display und der branchenweit ersten Flüssigkühlung für Tablets. Der Preis liegt bei 699 Euro für das 12/256GB-Modell und 799 für die 16/512-Variante.

Ich liebte mein Sony Xperia Z3 Tablet! Es hatte vor 10 oder so Jahren eine ganze Reihe solider Eigenschaften, aber die wichtigste war die Größe: 8,2 Zoll. Deutlich größer als ein Handy, selbst heute, aber ein gutes Stück kleiner als die üblichen 10 bis 11 Zoll der großen Tablets. Das war genau die richtige Größe für einen Second Screen auf der Couch oder sogar als First Screen auf Reisen, um zum Beispiel eine Serie zu schauen.

Dann starb es den Android-Tod – Android 9 oder so hatte es noch, dann war das Update-Ende erreicht – und es wurde mager auf dem Markt der kleinen Tablets, die nicht Schrott sind. Erst kürzlich kamen ein paar Kandidaten zurück, aber trotzdem, groß ist das Angebot nicht. Lenovo hat sein 8,8-Zoll-High-End-Tablet im Angebot, Xiaomi hat eines in der gleichen Größe im Angebot und seit letztem Jahr gibt es auch von REDMAGIC eines mit 9 Zoll, das diesen Sweetspot aus größer als Handy, aber kleiner als mein erster TFT-Screen traf. Das REDMAGIC Astra, das nun seinen Nachfolger bekommt, das REDMAGIC Astra 2.

REDMAGIC Astra 2

Das letztjährige Astra hatte noch keine Flüssigkühlung, keinen 185-Hz-Screen und es war ungehörige 7 Gramm schwerer. Also, stolze Besitzer des Vorgängers… macht euch keine Sorgen, dieser Test wird am Ende auch den Satz enthalten, dass ihr mit dem Vorjahresmodell in der Hand diese aktuelle Generation überspringen dürft. So wie es bei REDMAGICs Phones ja auch in der Regel der Fall ist.

Das ist auch gut für die Kasse, denn während sonst direkt mit dem frühen Testmuster der Preis mitgereicht wird, dauerte es dieses Mal bis zur letzten Minute, bevor klar war, was das Gerät kostet. Die 12GB/256GB-Version kostet 699 Euro, während die große mit 16GB+512GB mit 799 zu Buche schlägt. Das ist aktuell ziemlich in der Norm, was Geräte mit den schnellen Snapdragon-Chips plus so viel Speicher kosten, da fällt das Astra 2 nicht aus der Reihe. Es ist einfach nur einmal mehr schmerzhaft, was wir für Speicher bezahlen müssen, damit es Crypto-Scams und KI-Experimente geben kann. Yay.

REDMAGIC Astra 2: Genau die richtige Größe zwischen Handy und großen 11-Zoll Tablet.

Kühlung und Benchmarks des REDMAGIC Astra 2

Das neue Feature der Flüssigkühlung deutet es an und ist übrigens die erste in einem Tablet: Gaming steht klar im Vordergrund und auch hier macht die Screen-Größe absolut Sinn. Während es bei Spielen wie Diablo Immortal durchaus anstrengend ist, auf dem Handy die kleine Schrift zu lesen, ist diese für einen etwas größeren Screen genau richtig. Mit 9 Zoll sind Touch-Kontrollen noch gut erreichbar. Das geringere Gewicht ermüdet die Arme weniger schnell. Und vor allem gibt es genug Platz, um all die schönen Kühlungsfertigkeiten zu verbauen, die dafür sorgen, dass 185 Hz des Screens länger – oder teilweise überhaupt – mit so vielen Einzelbildern gefüttert werden können.

Wie schon gesagt, wie auch bei den Phones der aktuellen Generation wurde beim Astra 2 nicht „nur“ auf eine Board-Kühlung aus einem Metall gesetzt, das für bessere Wärmeleitfähigkeit den Aggregatzustand ändert. Es gibt auch eine Flüssigkühlung, um den Snapdragon Elite Gen 5 mit dem RedCore-R4-Zusatzchip auf Temperatur zu halten. Was es jedoch nicht gibt, ist die aktive Lüftung, die seit jeher ein Markenzeichen der REDMAGIC-Handys ist. Stellt sich also die Frage, ob die anderen Kühlungen ausreichen, um die gleiche Stabilität unter Last zu garantieren, mit der die Handys regelmäßig überzeugen. Zeit für Benchmarks.

  • 3DMark Steel Nomad Light: 3007
  • 3DMark-Steel-Nomad-Light-Stresstest: 2980 Bester Wert – 1620 schlechtester – 55% Stabilität
  • 3DMark Solar Bay Extreme: 1425
  • 3DMark-Solar-Bay-Extreme-Stresstest: 1425 Bester Wert – 807 schlechtester – 56% Stabilität
  • 3DMark Solar Bay: 13400
  • 3DMark-Solar-Bay-Stresstest: 13500 Bester Wert – 7300 schlechtester – 55% Stabilität
  • 3DMark Wild Life Extreme: 7130
  • 3DMark-Wild-Life-Extreme-Stresstest: 7100 Bester Wert – 4200 schlechtester – 62% Stabilität
  • Antutu: 411000
  • AI Antutu: 2588130 General / 997495 LLM
  • Geekbench 6 CPU: 3750 Single Core / 11500 Multicore
  • Geekbench 6 GPU: 25500

Nun, die Antwort auf die initiale Frage ist damit klar und deutlich. Zum Start legt der Snapdragon Elite mit voller Kraft los, dann aber fällt er ab, wie es bei normalen Handys oder Tablets der Fall ist. Nicht ganz so weit, diese landen nach 20 Durchläufen gern mal bei 40 Prozent oder weniger, aber von den 80-85 Prozent der REDMAGIC-Phones ist das Astra weit weg.

Die initialen Benchmarks entsprechen natürlich den üblich absurd hohen Daten des Snapdragon Elite Gen 5, aber nach 20 Durchgängen ist der Abfall trotz Flüssigkühlung deutlich höher als bei den REDMAGI Handys.

Leistung im Alltag des REDMAGIC Astra 2

Ist das jetzt im realen Leben ein Problem? Jein. Bei Android-Spielen nicht wirklich. Genshin Impact, Diablo und Wuthering Waves laufen auch nach einer Stunde noch mit allen Details und 60 Frames. Der Chip ist so überzüchtet, dass auch 60 Prozent der Leistung noch solide ausreichen, ohne das Astra 2 ins Schwitzen zu bringen. Bildlich gesprochen, wortwörtlich gesagt kommen eure Hände vielleicht ins Schwitzen. Das Tablet ist sehr gut darin, die Wärme zu verteilen, dass es keine Stellen gibt, die man nicht anfassen sollte, aber es wird schon wärmer bei langer Laufzeit. Nie unangenehm warm, nicht mal nach den Benchmark-Stresstests und bei den aktuellen 18 Grad draußen ist es eher ein netter Handwärmer. Aber auch hier macht sich die fehlende Aktiv-Abfuhr zumindest etwas bemerkbar.

Wo es sich dann bemerkbar macht, ist es, wenn ihr an die Grenzen der Leistungsfähigkeit des Chips geht. Wenn ihr zum Beispiel Videos rendert und das dauert länger als ein oder zwei Minuten. Das bekommt das Tablet immer noch fix hin, aber der Balken wird nach hinten raus dann eben doch langsamer. Und wenn ich eine Emulation wie Dolphin laufen lasse, dann merkt man nach einer halben Stunde schon, dass es an die Grenzen geht. Sicher, zu diesem Zeitpunkt emuliere ich ein Wii-Spiel in WQHD, zigfachem Anti-Aliasing und experimentellen HDR-Settings. Man muss sich halt seine Grenzen suchen.

REDMAGIC Astra 2: Die Gaming-Suite ist bewährt.

Also ja, das Astra 2 bricht schneller ein als das 11er-Handy, aber hält immer noch länger durch als herkömmlich gekühlte Tablets und am Ende ist es immer noch egal. Der Chip ist selbst angewärmt so schnell, dass ihr komplett auf extreme Workloads gehen müsst, um die Grenzen auszuloten.

Software und Konnektivität des REDMAGIC Astra 2

Wenig überraschend ist die Software praktisch die gleiche wie auf den Phones. Es läuft REDMAGICs 11.5 OS, also ein Android 16, das im Großen und Ganzen recht sauber gehalten ist. Es gibt nur wenige vorinstallierte Apps wie TikTok, die sich schnell deinstallieren lassen.

Die einzige echte Besonderheit ist die REDMAGIC-Gaming-Suite, die wie immer mit zig sinnvollen Features glänzt, plus das wenig sinnvolle – und ehrlich gesagt etwas peinliche – Maskottchen Mora. Ignoriert das und ihr findet in der Oberfläche Optionen für externe Controller und sogar M/K-Konfigurationen. In den Plugins habt ihr mittlerweile viele fortgeschrittene Optionen, um zum Beispiel Kippbewegungen in spezifisch platzierte Klicks umzuwandeln oder gleich KI-Trigger bei definierbaren Events zu nutzen. Schwerlich fair, aber hey, ihr müsst es ja nicht nutzen. In einer Reihe von Spielen gibt es mittlerweile auch das Feature, dass die KI analysiert, wie ihr spielt, woran ihr scheitert und was ihr anders tun könntet. Falls ihr das wissen wollt. Wenn nicht, dann nutzt die In-Game-Oberfläche einfach, um schnell Prozessorleistung, Helligkeit und andere banale Dinge zu regeln.

Ich erwähnte eben bereits, dass ihr Controller, Mäuse und Keyboards koppeln und konfigurieren könnt, aber wie bei den Handys geht es einen Schritt weiter. Ihr könnt das Astra 2 per USB mit einem PC koppeln und dann die Oberfläche direkt auf eurem PC-Screen bedienen. Immer noch ein erstaunlich seltenes Feature. Was auch geht, ist natürlich, einen USB-C-Dongle anzuschließen, daran Monitor und Peripherie und das Astra 2 als durchaus leistungsfähigen Android-Desktop zu nutzen.

Das Display des REDMAGIC Astra 2

Gehen wir noch mal ein wenig die Technik durch: Der OLED-Screen hat 9,1 Zoll mit 16:10, 185 Hz und einen schmalen Rand – 5 Millimeter – mit einem 90-prozentigen Screen-Body-Verhältnis. Genau richtig, um es bei einem WM-Spiel in der Hand zu halten, ohne den Screen zu verdecken. Die Helligkeit liegt definitiv unter der der 11-Pro-Handys, angegeben werden 1100 nits. Außerhalb von direkter Sonneneinstrahlung ist das mehr als hell genug, aber wenn das Tablet draußen in der Sonne liegt, werdet ihr es manchmal ein wenig kippeln müssen. Btw, lasst ein Tablet oder Handy, egal welches, nie zu lange in direkter Sonne liegen, schon gar nicht bei den Temperaturen, die wir zuletzt hatten.

Das Design des Astra 2 ist schlicht, aber doch auffällig genug, um weder langweilig noch aufdringlich zu sein.

Stolz ist man bei REDMAGIC nicht nur auf die bei einem Tablet nicht alltäglichen 185 Hz – aktuell das Astra 2 und sonst praktisch nichts –, sondern auch wie schnell der Screen reagiert. Mit durchschnittlich 300-Hz-Touch-Sampling und bis zu 2 kHz bei direkter Erstberührung liegt das Astra 2 definitiv an der Spitze der Reaktionsfreudigkeit bei Tablets. Dies macht sich natürlich so richtig nur in entsprechenden Games wie PUBG bemerkbar, aber dafür ist ein Gaming-Gerät ja auch gemacht. Darüber hinaus kann ich sagen, dass das Astra 2 extrem reaktionsfreudig und frei jeglicher Verzögerung arbeitet, was ein im Alltag willkommener Nebeneffekt dessen ist.

Verarbeitung und Anschlüsse am REDMAGIC Astra 2

Die generelle Verarbeitungsqualität ist außerordentlich gut, mit einem soliden Aluminiumbody, der leicht angeraut ist und Fingerabdrücke komplett ignoriert. Okay, nicht komplett, aber gut genug, dass das Tablet immer auf dem Wohnzimmertisch bereit liegen kann, ohne angegrabbelt auszusehen. Wichtiger ist die IP54-Zertifizierung. Das Astra 2 ist staub- und wasserfest, womit es eins weiter ist als die 11er-Handys. Die können zwar Wasser ab, aber Staub ist mit dem aktiven Lüfter immer noch ihr Feind. Pool-tauglich bedeutet IP54 aber auch nicht, es heißt nur, dass Staub eindringen kann, aber es dem Gerät egal ist und dass es Spritzwasser aus allen Richtungen abkann, aber nicht auf Tauchgang gehen darf. Rasensprenger okay, Pool nicht, damit gut genug geschützt, um Gartenpartys zu überleben. Das Glas sollte als Gorilla 3 auch halten, das Astra 2 ist insgesamt also eine recht robuste Angelegenheit.

An Schaltern ist man sparsam: Ihr habt einen Power-Schalter mit sehr guter Fingerabdruckerkennung an der Seite. Ich musste praktisch nie die PIN tippen, den Daumen natürlich links oben anlegen reichte. Es gibt eine Lautstärkewippe oben links und oben rechts habt ihr den REDMAGIC-typischen roten Schiebeschalter. Dieser startet standardmäßig die Gaming-Suite, kann aber auch die Kamera oder Taschenlampe starten oder den Audio-Modus umschalten. Beim Handy praktischer als hier, aber trotzdem nett zu haben. Was es leider nicht gibt, das sind die Touch-Trigger. Es macht Sinn, schließlich gibt es wenig gut erreichbare Positionierungen an dem deutlich größeren Gerät und ich habe sie auch am Handy denkbar selten genutzt. Aber trotzdem, sie waren auch ein Markenzeichen von REDMAGIC, das hier fehlt.

Es gibt nur zwei Anschlüsse und beide sind USB-C. Das macht Sinn, wer heutzutage etwas anschließen will, kann dafür dieses Format nutzen, egal ob das ein Headset per Adapter oder ein Controller ist. Vor allem aber kann man ein Gerät wie zum Beispiel ein USB-C-Dock anschließen und hat dann immer noch einen Port frei, um das Tablet zu laden. Das oder man findet es wie ich bei der WM einfach bequemer, das Gerät von der Seite zu laden, statt ein Kabel oben oder unten im Weg zu haben.

Die Kameras des REDMAGIC Astra 2

Griffig ist das Astra wie gesagt eh, auch weil es keinen Kamera-Bump zu beachten gibt. Alles ist hinten unter Glas versteckt, das Astra 2 liegt flach auf dem Tisch. Was die Kamera angeht, nun, es ist ein Tablet. Wen interessiert es, wäre meine Standard-Antwort. Wenn es aber doch interessiert, nun, die Linse ist eine aus der Zeit gefallene 13-MP-Linse, die man irgendwo gefunden hat. Aber dafür macht sie erstaunlich nette Bilder. Sicher, dafür ist vor allem die leistungsfähige Bild-KI zuständig, die einiges herausholt und selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch brauchbare Schnappschüsse aus dem Hut zaubert. Aber trotzdem, schon am lahmen und wackeligen Fokus merkt man schnell, dass diese Kamera nicht der Fokus des Geräts ist.

Die Frontkamera des Astra 2 ist nicht berühmt, aber für Videochats reicht sie allemal.

Bei einem Tablet ist oft eh die Frontkamera weit wichtiger, schließlich ist es ein praktisches Gerät für Videocalls und ähnliche Dinge. Hier ging man bei REDMAGIC nicht den üblichen Weg, die Frontlinse unter dem Screen zu verstecken, schließlich gibt es hier genug Platz im Screen-Rahmen. Dort sitzt dann oben in der Mitte eine 2 mm winzige Linse, die 9 MP liefert und das dank solider Optik und sehr guter Software in erstaunlich guter Qualität. Sicher, das ist immer noch nicht das Gerät, mit dem ihr eure Streamer-Karriere voranbringt. Aber um ein natürliches Bild von einem selbst an den Rest der Welt herauszuschicken, ist diese Linse besser geeignet als so ziemlich alles, was, was REDMAGIC sonst in den Handys unter Glas verbaut.

Design, Akku und direkte Konkurrenten des REDMAGIC Astra 2

Als Abschluss gibt es natürlich noch ein wenig RGB. Aber keine Sorge, es ist dezent und jederzeit komplett abschaltbar. Das Fenster der Kühlflüssigkeit lässt diese auf Wunsch hübsch blau leuchten, so wie auch den Schriftzug daneben. Das war es dann auch schon und wie auch bei den Handys: REDMAGIC hat das zu In-Your-Face-Gaming-Design schon lange abgelegt und liefert relativ schlicht und stilvoll mit einem Touch Gaming ab. Gerade so viel, dass es sogar gut aussieht.

REDMAGIC Astra 2: Außer den zwei USC-C-Ladebuchsen hat das Tablet keine Anschlüsse.

Der Akku ist mit 8300 mAh angemessen und ich kam am Ende auf etwas über sieben Stunden im Diablo-Dauerlauf. Bei normaler Nutzung mit einem Mix aus E-Mails, YouTube im kleinen Fenster nebenbei, ein wenig Gaming und einem Überlänge-WM-Spiel hatte ich am Ende noch 40 % übrig. Mit der 75-W-Ladegeschwindigkeit lässt sich das auch schnell wieder hochschrauben, von 0 auf 80 Prozent war es etwas mehr als eine halbe Stunde. Auch die Standby-Zeit ist scheinbar okay, denn als ich das Pad nach einer Woche Pause wieder zur Hand nahm, waren von seiner 100-%-Ladung noch etwas über 70 % übrig. Das Astra 2 unterstützt Two-Way-Charging, ihr könnt es im Notfall also auch als Powerbank nutzen.

Wer steckt hinter der Marke REDMAGIC?

REDMAGIC wurde 2018 als Gaming-Tochter des chinesischen Elektronikherstellers Nubia (der wiederum enge Verbindungen zu ZTE unterhält) gegründet. Die Marke machte sich international vor allem durch leistungsstarke E-Sports-Smartphones mit markanten aktiven Lüftern einen Namen.

Was die Konkurrenz angeht, ich hatte eingangs schon gesagt, dass es spärlich ist. Es gibt das Lenovo-Legion-Gen-5-Tablet, das eine vergleichbare Performance bietet und auch gute Kühltechnik, wenn auch nicht ganz auf dem REDMAGIC-Level. Der Screen des Lenovo ist etwas netter – vielleicht -, hat eine etwas höhere Auflösung, die Kamera ist besser. Der Preis dafür ist hoch, selbst die kleine 12-256-Version kostet 900 Euro, die größere 16-512 dann über 1000. Günstiger ist das Xiaomi Pad Mini, mit um die 550 bis 600 Euro für die 12-512-Version, aber in der Leistung steht dieses 8,8-Zoll-Tablet mit einer etwas älteren Dimensity-CPU deutlich hinter Astra 2 und Lenovo Legion zurück. Und das ist es auch schon weitestgehend, denn sonst wird es entweder veraltet – Black-Shark-Gaming-Pad – oder deutlich größer als 9 Zoll.

Mein letztes kleines Tablet starb den Update-Tod (oder vielmehr durch den Mangel an solchen) - Das REDMAGIC Astra 2 muss sich an das EU-5-Jahre-Gesetz halten, es sollten also noch ein bis zwei Android-Updates drin sein, auf jeden Fall aber die Sicherheitsupdates für diesen Zeitraum.

Fazit zum REDMAGIC Astra 2

Das REDMAGIC Astra 2 hat eine relativ klare Mission und das ist Android-Gaming auf einem etwas größeren, aber immer noch gut zu handhabenden Format, mit der gleichen Hingabe, wie das die Handys der Marke tun. Ganz ist man da aus meiner Sicht noch nicht angekommen, dafür fehlt am Ende die aktive Kühlung, um die extreme Leistung auf längere Zeit aufrechtzuerhalten. Das zeigen die Benchmarks deutlich und da hilft auch die Flüssigkühlung weniger als gedacht. Aber auch so ist die Performance auf einem absurden Level, den ihr am Ende wieder nur mit Dingen wie Emulation am Limit ausreizt und weniger für die Android-Spiele, für die das Tablet gedacht ist. Bei diesen fühlt sich das Astra 2 pudelwohl und 60-Frames-mit-allem-an-Mobile-Gaming ist damit ohne Einschränkungen und Kompromisse möglich.

Die Verarbeitung überzeugt beim Astra 2, Akkuleistung, Screen, Haptik und wie gesagt, die Performance, es überzeugt durchweg. Am Ende ist das Astra 2 exakt das etwas kleinere Tablet, das ich mir gewünscht habe. Für das, was das REDMAGIC Astra 2 sein will und ist, ist es aktuell das Beste am Markt, wenn man den deutlich günstigeren Preis im Gegensatz zum einzigen echten Konkurrenten bedenkt. Und was diesen Preis angeht… Nun, eines Tages werden Speicher und Chips wieder günstiger werden. Hoffentlich. Die einzige Frage ist also: Braucht ihr in eurem Leben ein dermaßen leistungsfähiges Gaming-Tablet? Wenn ja, dann ist das Astra 2 meine uneingeschränkte Empfehlung. Achso, fast vergessen: Nein, Besitzer des immer noch exzellten ersten Astra dürfen dieses zwar reale, aber im echten Leben nicht essentielle Update überspringen. Das Astra 3 kommt sicher.

Das REDMAGIC Astra 2 ist direkt über die Website von REDMAGIC erhältlich.

REDMAGIC Astra 2 PROCONTRA
  • Perfekter Formfaktor: Mit 9,1 Zoll trifft das Tablet genau den "Sweetspot" – deutlich größer als ein Smartphone, aber handlicher und leichter als klassische 11-Zoll-Tablets.
  • Herausragendes Display: Ausgestattet mit einem 185-Hz-OLED-Screen, extrem schnellen Reaktionszeiten und sehr schmalen Rändern.
  • Brachiale Leistung: Der Snapdragon Elite Gen 5 meistert anspruchsvolle Spiele mit maximalen Details und hohen FPS.
  • Innovative Kühlung: Die erste Flüssigkühlung in einem Tablet verteilt die Abwärme exzellent, sodass das Gerät selbst unter Last keine unangenehmen Hotspots entwickelt.
  • Hochwertige Verarbeitung: Das robuste Aluminiumgehäuse ist relativ unempfindlich gegen Fingerabdrücke, wird durch Gorilla Glass 3 geschützt und bietet eine IP54-Zertifizierung
  • Starker Akku: Der 8300-mAh-Akku hält bei intensiver Gaming-Nutzung über 7 Stunden durch, lädt dank 75-Watt-Charging zügig bietet eine Powerbank-Funktion (Two-Way-Charging).
  • Vielseitige Konnektivität: Ein recht sauberes Android 16 gepaart mit einer exzellenten Gaming-Suite, Support für externe Controller, Maus und Tastatur sowie der Möglichkeit, das Tablet als PC-Desktop zu nutzen.
  • Angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit 699 (12-256) bis 799 Euro (16-512) ist das Astra 2 günstiger als direkt vergleichbare High-End-Konkurrenten.
  • Fehlende aktive Kühlung: Da der markentypische Lüfter fehlt, bricht die Leistung bei extremen und langanhaltenden Belastungen schneller ein als bei den Smartphones von REDMAGIC.
  • Keine Touch-Trigger: Die von REDMAGIC-Smartphones bekannten und oft geschätzten Schultertasten fehlen bei diesem Tablet komplett.
  • Veraltete Hauptkamera: Die 13-MP-Rückkamera nutzt veraltete Technik und fällt durch einen langsamen, wackeligen Fokus auf, auch wenn die KI die Fotos noch etwas rettet.