Ein neues Assassin’s-Creed-Projekt wurde laut Berichten letzten Sommer wegen Bedenken eingestellt. Die angegebenen Gründe Ubisofts wurden jedoch von vielen Fans als schwach und unzureichend wahrgenommen. Auch der Synchronsprecher von Charles Vane, Ralph Ineson, hat seinem Unmut und seiner Wut mit einem kurzen Statement in den sozialen Medien Luft gemacht.

Ein Assassine gegen den Hass

Amerika während des Bürgerkrieges: Zwischen 1860 und 1870 ist das Land in blutige Kämpfe verstrickt, doch ein gefangener Sklave kann entkommen und findet seinen Weg zu den Assassinen. Diese bilden den schwarzen Hauptcharakter aus und schicken ihn zurück in den Süden, um dort nicht nur für Gerechtigkeit zu sorgen, sondern auch den wachsenden Ku-Klux-Klan zu bekämpfen.

Die eigentlich sehr spannende Ausgangslage wurde schließlich aber als zu riskant eingestuft und das Projekt noch in der Konzeptphase beendet. Auch wenn es entsprechend noch lange gedauert hätte, bis wir das Spiel zu Gesicht bekommen, ist es doch traurig, dass ausgerechnet die Reaktionen auf Yasuke aus Assassin’s Creed Shadows und die aktuelle politische Lage in den USA der Grund dafür gewesen sein sollen.

Lautes Schweigen

Gegenüber Game File, die zuerst darüber berichteten, sagte ein Ubisoft-Insider: “Sie treffen immer mehr Entscheidungen, um den politischen Status quo aufrechtzuerhalten, und beziehen keine Stellung, gehen keine Risiken ein, nicht einmal kreative.”

Das Gefühl der Enttäuschung teilt auch Ralph Ineson, der in Assassin’s Creed 4: Black Flag dem Piraten Charles Vane seine Stimme lieh und zuletzt auch Galactus aus Fantastic Four: First Steps vertonte. Seinen Frust fasste er in vier einfachen Worten in einem X-Post zusammen: “Noch einmal: Verpisst euch!”

Auch in den Kommentaren unter dem Post, drücken viele Fans ihren Unmut über diesen metaphorischen Kniefall vor Rassismus und dem wohl inzwischen kontroversen Vorhaben, den Ku-Klux-Klan zu bekämpfen, aus. Ein Nutzer schreibt dazu: “Ein Spiel über den Kampf gegen den Ku-Klux-Klan nach dem Bürgerkrieg wurde wegen des ‚politischen Klimas‘ eingestellt? Stellt euch vor, man hätte Angst vor der Geschichte, während man eine Serie über Assassinen macht.”