Die Ankündigung, dass Sony die Produktion von PlayStation-Discs ab 2028 einstellt, sorgt für hohe Wellen. Nicht nur bei Herstellern von Sammlerausgaben, sondern natürlich ebenso bei den Fans, die ihren Frust darüber seit der Bekanntgabe zum Ausdruck bringen.

Dabei stellt sich auch die Frage, wie man am besten gegen Sonys Vorhaben protestieren kann. Die effektivste Methode ist sicherlich, mit seinem Geldbeutel ein Zeichen zu setzen – was die Leute mittlerweile auch tun.

Kündigungswelle als Protestmittel in den sozialen Medien

Fans haben damit begonnen, als Reaktion auf die Ankündigung ihre PlayStation-Plus-Mitgliedschaften zu kündigen: "Setzt heute ein Zeichen oder verliert euren Besitz für immer!", heißt es (via Insider Gaming).

Einige Nutzer teilen zum Beispiel in den sozialen Medien detaillierte Anleitungen zur Kündigung von PlayStation Plus, damit sich andere dem Protest möglichst leicht und schnell anschließen können.

Unter diesem Beitrag posteten zahlreiche User Screenshots ihrer Kündigungen oder kündigten an, ihr Abonnement nicht zu verlängern. Wie effektiv diese Form der Kritik am Ende ist, hängt natürlich von den Zahlen ab. Wenn es nur wenige, lautstarke Nutzer sind, wird Sony das vermutlich verkraften.

Keep spreading the word and don't let SONY get away with this!

If you want to make sure your voice gets heard for real for playstation, unsubscribe to Playstation plus!

How to do it:
1. Web Browser:
Account Management → Subscription → Cancel Subscription

2. PS5 Console… pic.twitter.com/jsqa0Gybnb

— Pyo 5️⃣ (@mrpyo1) July 2, 2026

Um diesen Inhalt zu sehen, erlaube bitte targeting-Cookies. Cookie-Einstellungen verwalten

Erfolgsaussichten und wirtschaftliche Hintergründe der Entscheidung

Je mehr Leute jedoch ihr Abo kündigen, desto wahrscheinlicher ist eine Reaktion von Sony – in welcher Form auch immer. Zuletzt hatte beispielsweise Xbox den Preis des Game Pass wieder nach unten korrigiert. Nachdem der Preis Ende 2025 erhöht wurde, verlor das Unternehmen Millionen von Abonnenten – ein Aderlass, der Microsoft schließlich zum Umdenken zwang.

Wie realistisch eine 180-Grad-Wende von Sony ist, bleibt abzuwarten. Die Fabrik, in der derzeit noch Discs produziert werden, wird bereits umgerüstet. Unterdessen betrachtet Ex-PlayStation-Chef das Ganze als eine "reine Tabellen-Entscheidung".

Die Achillesferse von Sony: Service-Umsätze

Dass die Protestierenden explizit PS Plus ins Visier nehmen, ist strategisch klug. Hardware-Verkäufe bringen Sony ohnehin nur marginale Gewinne. Der absolute Profit-Motor der PlayStation-Sparte sind die monatlich wiederkehrenden Einnahmen aus dem PlayStation Network und den Abonnements. Ein massenhafter Schwund an PS-Plus-Usern trifft den Konzern am empfindlichsten Punkt.