Eine interessante Alternative zur Touch-Steuerung auf Mobilgeräten, die ein deutlich besseres Feedback bietet und schnell einsatzbereit ist.

Mobile-Gaming ist nicht erst seit ein paar Jahren ein großes Ding. Häufig steuert ihr Spiele per Touchscreen, aber auch per Controller ist das möglich. Oder mit Halterungen, in die ihr euer Smartphone steckt. Aber wie wäre es mit einem Stick, den ihr an euren Bildschirm heften könntet? Genau das will euch PuK mit seinem Thumbstick bieten. Ein Stick, den ihr zum Spielen anbringt und dann ganz ohne Rückstände wieder entfernt. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Nein, das geht!

Box & Zubehör: Ausgeliefert wird der PuK Thumbstick in einer kleinen Box, in der ihr zuerst einmal eine kleine Hülle findet, die auf den ersten Blick fast wie ein Pilz erscheint. Das ist die Schutzhülle des Sticks, der sich darin befindet, ebenso findet ihr darin das Element, das ihr an der Rückseite des Handys anbringt. In dieser Form passt das gute Stück platzsparend und sicher in selbst kleine Lücken oder die Hosentasche. Darüber hinaus gibt es noch zusätzliche Bildschirmschutzfolien und eine Daumenhülle.

Design und Verarbeitung: Stick und Rückseitenelement lassen sich relativ einfach voneinander trennen und machen einen wertigen Eindruck. Zudem halten sie sehr stabil, wenn ihr sie an der Vorder- und Rückseite des Smartphones anbringt. Der Clou dabei ist, dass hier absolut nicht mit Kleber oder ähnlichen Dingen gearbeitet wird, vielmehr wird der Stick magnetisch durch das Rückseitenelement an Ort und Stelle gehalten - durch das Smartphone hindurch.

Auf den ersten Blick ist der PuK Thumbstick klein und unscheinbar.

Ihr braucht zudem weder irgendeine App noch Bluetooth für die Nutzung. Einfach anbringen und ihr könnt den Stick für die virtuelle Touch-Steuerung nutzen. Somit habt ihr ein besseres haptisches Feedback, als wenn ihr einfach nur mit eurem Daumen über den Bildschirm fahrt. Es ist auf jeden Fall ein deutlicher Unterschied, den man sich erst einmal gar nicht so recht vorstellen kann.

Performance und Qualität: Das alles einzurichten, ist - wie schon erwähnt - recht einfach. Startet zum Beispiel ein natives Mobile-Game oder ein Spiel im Xbox Game Pass und ihr seht die virtuelle Touch-Steuerung auf dem Bildschirm. Dort, wo sich der virtuelle Analog-Stick befindet, platziert ihr den Thumbstick. Ihr könnt ihn auch mit etwas Kraftaufwand durch die Halterung auf der Rückseite ganz leicht in Position bringen.

Ein Teil für die Vorderseite und eins für die Rückseite.

Ab dann könnt ihr das gute Stück wie einen ganz normalen Stick verwenden und das Feedback ist deutlich besser. Es macht auch mehr Spaß, mit dem Stick zu spielen, als einfach nur den Daumen über den Bildschirm zu bewegen - auf eine gewisse Art fühlt es sich richtig an. Nicht richtig gut, um mich dauerhaft zum Mobile-Gamer zu machen, aber es ist eine valide Option, wenn euch die Touch-Steuerung langfristig ein bisschen auf die Nerven geht.

Hier bewege ich etwa den Charakter in Diablo Immortal durch die Gegend.

Und das gilt auch unabhängig vom Genre. Call of Duty Mobile, Fortnite, Vampire Survivors … all das lässt sich mit dem Thumbstick prima steuern. Ihr bekommt schlicht ein mehr Konsolen-artiges Gefühl und wenn ihr das eher gewohnt seid, habt ihr auf jeden Fall einen Vorteil gegenüber der Touch-Steuerung. Große Sorgen übers Verrutschen müsst ihr euch nicht machen, der Stick bewegt sich selbstständig wieder in eine zentrale Position, wenn ihr ihn loslasst. Zudem müsst ihr schon einiges an Kraft aufwenden, um ihn aus der magnetischen Verankerung mit dem Rückseitenelement zu lösen. Unter normalen Bedingungen sollte das eher nicht passieren.

Ein kleiner Nachteil ist natürlich, dass der Thumbstick dann einen gewissen Teil des Bildschirms bedeckt. Sonst könntet ihr einfach den Finger heben, um an diese Stelle zu blicken, hier geht das eben nicht so einfach. Aber das ist einfach der Kompromis, den ihr eingehen müsst, wenn ihr diese Art der Steuerung haben möchtet.

Auch durch die Schutzhülle des Handys klappt es - und hier sogar, indem er noch ein Stück weit auf der Kamera hängt.

Zu kaufen gibt es den PuK Thumbstick direkt bei PuK Gaming.

PuK Thumbstick - Fazit

Alles in allem funktioniert der PuK Thumbstick besser, als ich mir das im Vorfeld gedacht hätte. Er ist eine valide Alternative dazu, wenn ihr regelmäßig mobil spielt und gerne ein besseres Feedback für die Stick-Steuerung hättet. Durch die simple Einrichtung und Nutzung müsst ihr euch auch keine großen Gedanken über irgendetwas machen. Einfach anbringen und verwenden. Und das zum vernünftigen Preis von 22 Euro. Vielleicht wird er euch nicht zum Mobile-Gaming bekehren, wenn ihr bislang wenig damit anfangen konntet, doch wer zum Beispiel Call of Duty oder Fortnite auf Mobilgeräten zockt, für den könnte das hier eine gute Investition sein.

PuK Thumbstick PROCONTRA
  • Ist schnell eingerichtet
  • Keine Kopplung mit dem Smartphone oder App nötig
  • Liefert besseres Feedback als die Touch-Steuerung
  • Bleibt stabil an Ort und Stelle und sorgt für eine präzise Steuerung
  • Nimmt einen gewissen Teil des Sichtfeldes permanent ein