Sehr gutes Headset, das insgesamt weder außerordentlich hervorsticht, noch schlecht auffällt. Wenn ihr es kauft, macht ihr damit wenig falsch, wenngleich es bessere (und teurere) Optionen gibt.

Mal wieder ein neues Headset von Logitech. Mit dem G522 Lightspeed zielt Logitech auf seine G5-Serie ab und positioniert das Headset damit als Ergänzung zur Maus G502 und zur Tastatur G515. Zugleich bewegt sich das Headset mit seiner UVP von rund 170 Euro weder im Budget- noch im wirklich hochpreisigen Bereich, sondern im Mittelfeld. Kann es für diesen Preis aber auch überzeugen?

Box & Zubehör: Neben dem Headset bekommt ihr auch einen passenden USB-Dongle für die Lightspeed-Verbindung mit dazu, darüber hinaus sind noch ein USB-Kabel (USB-A zu USB-C) und ein abnehmbares Mikrofon für das Headset enthalten.

Design und Verarbeitung: Mit einem Gewicht von rund 290 Gramm fällt das G522 nicht zu schwer aus. Im Vergleich zu manch anderen Headsets ist es immer noch ein Leichtgewicht und lässt sich ziemlich bequem tragen, ganz egal, ob ihr nun unterwegs seid oder am Schreibtisch hockt. Zugleich sorgen das Kopfband und die Ohrpolster dafür, dass es bequem auf dem Kopf sitzt, außerdem gibt es genügend Spielraum für eure Ohren innerhalb der Ohrmuscheln.

Das Design fällt insgesamt eher schlicht und unauffällig aus.

Weiterhin hat man die RGB-Beleuchtung so gestaltet, dass sich diese an den Außenseiten der Ohrmuscheln befindet. Wer also ein paar Lichter haben möchte, findet sie dort. Zugleich bedeutet das auch, dass sich hier keine Beleuchtung auf eurem Monitor spiegelt. Ein kleines LED gibt es zusätzlich noch an der Spitze des abnehmbaren Mikrofons. Seid ihr stummgeschaltet, leuchtet es rot auf und signalisiert euch so, dass ihr nicht zu hören seid.

Was Verbindungsmöglichkeiten anbelangt, ist das G522 gut aufgestellt. Ihr habt einerseits die Option, es kabelgebunden mit einem USB-Kabel zu verwenden. Hinzu kommen zwei kabellose Varianten, einmal über Bluetooth 5.3 und einmal mithilfe des enthaltenen USB-Dongles über die flotte Lightspeed-Verbindung von Logitech.

Weiterhin setzt Logitech auf 40mm-Treiber, die in in sich geschlossenen Modulen stecken. Das soll wiederum dabei helfen, Verzerrungen beim Sound zu vermeiden. Bei dem abnehmbaren Mikrofon handelt es sich um ein 48-kHz-Mikrofon mit 16-Bit-Samplingrate.

Sämtliche Bedienelemente befinden sich an der linken Ohrmushcel.

Sämtliche Bedienelemente hat Logitech an der linken Ohrmuschel untergebracht. Es gibt einen Schalter zum Ein- und Ausschalten, der sich nach oben oder unten schieben lässt. Ebenso wechselt ihr per Tastendruck zwischen Lightspeed und Bluetooth und bestimmt mit einem Rädchen die Lautstärke. Hinzu kommt noch eine Taste zur Stummschaltung des Mikrofons. Neben dem LED am vorderen Ende des Mikrofons erkennt ihr auch hier, ob die Stummschaltung aktiv ist oder nicht. In dem Fall steht die Taste nämlich etwas mehr hervor.

Performance und Soundqualität: Alles in allem liefert das G522 eine sehr gute Soundqualität. Das gilt insbesondere beim Spielen, wo sich zum Beispiel in Shootern Gegner recht gut orten lassen. In der Standardeinstellung sind Bässe etwas schwach, ebenso die Höhen, während die Mitten etwas mehr hevorstechen. Das ist okay, gerade bei Spielen, lässt sich aber auch noch von euch anpassen, wenn ihr mehr Wumms haben wollt oder andere Prioritäten habt.

Ähnlich verhält es sich beim Hören von Musik, was das G522 von Haus aus nicht unbedingt zur optimalen Wahl für Musikgenuss macht. Aber auch hier könnt ihr über Equalizer-Einstellungen nachhelfen, zum Beispiel die Höhen etwas verstärken - oder einfach so, wie es für euch ideal ist. Damit lässt sich noch etwas mehr Herauskitzeln, doch zum Musik hören ist das G522 nicht meine erste Wahl.

Hier bringt ihr das Mikrofon an.

Das schon erwähnte Mikrofon leistet insgesamt ebenfalls gute Dienste. Eure Stimme klingt hier natürlich und ihr seid grundsätzlich sehr gut zu verstehen, was zum Beispiel fürs Gaming oder bei Telefonaten völlig ausreicht. Wer eher auf den professionellen Bereich schielt, für den sind spezialisierte Geräte eine bessere Wahl.

Was den Akku anbelangt, gibt Logitech eine Laufzeit von bis zu Stunden inklusive Beleuchtung an. Das könnt ihr auf 90 Stunden erhöhen, indem ihr die Beleuchtung deaktiviert. Beides sind durchaus realistische Werte, wenngleich es immer ein wenig vom Nutzungsverhalten abhängig ist und wie laut ihr etwas hört. Über die Software von Logitech könnt ihr sogar einstellen, dass der Akku nur bis zu maximal 80 Prozent geladen wird, sofern ihr diesen auf Dauer schonen möchtet.

Software: Einstellungen nehmt ihr, wie bei Logitech üblich, über die G-Hub-Software vor. Dort könnt ihr unter anderem die Equalizer-Optionen ändern, die RGB-Beleuchtung anpassen oder an der Rauschunterdrückung des Mikrofons herumspielen. Die Bedienung funktioniert dabei gut und unkompliziert.

Zu kaufen gibt es das Logitech G522 bei Amazon.de oder direkt bei Logitech.

Logitech G522 - Fazit

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem G522 zufrieden. Es leistet insgesamt sehr gute Arbeit, braucht aber besonders beim Musikhören ein paar Anpassungen eurerseits. Ansonsten ist es leicht und bequem zu tragen, bietet flexible Verbindungsmöglichkeiten und eine sehr gute Laufzeit. Letztlich ist es weder sonderlich herausragend noch auffallend schlecht. Es positioniert sich im oberen Mittelfeld und ist eine gute Option für Gamer, die nicht mehr als 200 Euro für ein Headset auf den Tisch legen möchten.

Logitech G522 PROCONTRA
  • Insgesamt sehr guter Sound, vor allem bei Games
  • Leicht und komfortabel
  • Lange Laufzeit
  • Einstellungen bequem über Software möglich
  • Standard-Einstellungen für Musik nicht ganz perfekt