Im Rahmen der GDC sprach der Lies of P-Director über den kommenden Elden Ring Koop-Titel und eine mögliche Zukunft für das Souls-Genre. Außerdem bestätigte er, dass Lies of P ein Singleplayer-Spiel bleiben soll.

Es bleibt alles so wie es ist, vorerst

Mit Elden Ring: Nightreign erwartet uns Ende Mai der erste richtige Koop-Souls-Titel von FromSoftware. Auch, wenn gerade Elden Ring viele Möglichkeiten bot, zusammen zu spielen, wird dies nun das erste Spiel der berüchtigten Souls-Reihe, welches auf Koop ausgelegt ist. Dabei ist nicht nur die Frage, wie das bei Fans ankommen wird, sondern auch, ob es das Souls-Gerne an sich verändern wird.

Auf der Game Developers Conference (GDC) sprach Ed Nightingale von Eurogamer.net mit dem Director von Lies of P, Choi Ji-won, über seine Erfahrungen mit Elden Ring: Nightreign im Networktest und mögliche zukünftige Projekte.

“Ich habe [Nightreign] ausprobiert und es war sehr erfrischend und neu”, so Choi. “Das hat mir natürlich den Eindruck vermittelt, dass sie gute Entwickler sind, die immer an ihre Grenzen gehen, ihre Vorstellungskraft und ihre Visionen ausreizen, und das merkt man. Das wiederum hat mich aus irgendeinem Grund motiviert, das Overture-Erlebnis so gut wie möglich zu machen.”

Mit Lies of P: Overture kommt diesen Sommer der erste DLC für Round8s Soulslike heraus und nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, vor den Ereignissen des eigentlichen Spiels. Auch wenn Choi bestätigte, dass Lies of P auch in Zukunft ein Singleplayer-Titel bleibt, ist er trotzdem offen für die Idee eines Koop- oder Multiplayer-Spiels.

Im Bezug auf Lies of P begründet er das aber damit, dass es ihr Hauptanliegen gewesen sei, “ein hochwertiges, erstklassiges Actionspiel für Einzelspieler zu liefern”. Auch habe man aus der Entwicklung des Hauptspiels viel gelernt und all das in den DLC einfließen lassen. Doch was zukünftige Projekte betrifft, sei das Studio offen für all möglichen Richtungen.

Die Zukunft des Souls-Genre

Allerdings wurde auch die Frage, wie Elden Ring: Nightreign das Souls-Genre formen und verändern könnte, intern besprochen: “Das ist etwas, worüber wir intern viel diskutiert haben. Wir versuchen nicht vorherzusagen, wie sich das Souls-Genre in der Zukunft entwickeln wird, sondern wir konzentrieren uns darauf, unsere eigene Handschrift und die Anziehungspunkte zu finden. Wir glauben, dass wir Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei unseren Fans aufbauen können, wenn wir unser eigenes Spiel entwickeln, um die Nachfrage der Kunden besser zu befriedigen.”

“Anstatt uns in ein bestimmtes Genre zu zwängen, wollen wir, dass die Fans uns sehen und wissen, was für einzigartige Elemente wir liefern, auf die sie sich freuen. So sehen sie unsere nächste Arbeit als eine Art Projektion unseres Vertrauens und der Charaktere, die wir in der Zukunft aufbauen.”

Nightingale weist aber auch darauf hin, dass sich diese Aussage wohl im Vergleich zur Vergangenheit verändert habe. Als er auf der gamescom mit Choi sprach, war es noch ihr Ziel, das beste Spiel des Genres zu entwickeln.

Darauf angesprochen, meinte Choi, dass es nicht (mehr) das Ziel sei, mit FromSoftware zu konkurrieren, sondern lieber gute Spiele zu entwickeln, ohne zu versuchen, andere zu übertrumpfen.

“Anstatt uns das Ziel zu setzen, ein besseres Spiel als einige der Spiele da draußen zu machen, wollen wir weiterhin Spiele entwickeln, die unsere Fans lieben werden.”

Über den DLC selbst hat sich Choi allerdings bedeckt gehalten. Er bestätigte nur, dass der DLC ab Kapitel 9 des Hauptspiels betreten werden kann und sich in die bisherige Geschichte einwebt, statt sie separiert erlebbar zu machen.

Auch der FromSoftware-typische Schwierigkeitssprung in Erweiterungen wurde angesprochen: “Wir wollten die Inhalte sowohl für Veteranen des Spiels als auch für neue Nutzer zugänglich machen. Wir haben also ein Spiel entwickelt, das beide Kundensegmente zufriedenstellt. Unsere Prioritäten liegen eher auf dem Gesamterlebnis des Spiels.”