Letztes Jahr startete Riot Games mit der Hall of Fame ein neues Event in League of Legends, bei dem ein Pro-Spieler im Mittelpunkt steht. Diese Ehre wurde zunächst natürlich Faker zuteil. Doch wer darf in diesem Jahr die heiligen Hallen betreten? Es ist die chinesische Esports-Ikone Jian "Uzi" Zihao. Dieser Profi ist ein begnadeter Botlane-Spieler mit einem wahnsinnigen CS-Score und einem eher mutigen und mechanisch großartigen Spielstil.

Uzi gesellt sich zu Faker in die Hall of Legends

Uzi verbinden wir vor allem mit Royal Club und Royal Never Give Up. Bei den World Champions 2013 und 2014 wurde der Spieler mit seinem Team zweitplatzierter und sicherte sich auf vielen anderen Turnieren auch erste Plätze. Er ist außerdem dafür bekannt als erster Spieler der LPL, der 1500 Kills erreicht hat. Oft hat sein Team um ihn herum gespielt, Uzi gefüttert, bis er das Spiel dominiert hat - ein echter Carry.

Und Uzi hat ziemlich jung angefangen und zählt jetzt zu den einflussreichsten Spielern der gesamten Szene. "Uzis Vermächtnis geht über seine Titel und Erfolge hinaus", so Chris Greeley, Global Head of LoL Esports, Riot Games. "Er hat die Art und Weise verändert, wie wir die Bot-Lane-Rolle sehen, und einen bleibenden Eindruck im League of Legends Esports hinterlassen."

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"Seine Leidenschaft und Entschlossenheit haben Millionen von Spielern inspiriert, und als wir die Aufschlüsselung der weltweiten Abstimmungen sahen, war klar, dass Uzi dem LoL Esports seinen Stempel aufgedrückt hat. Es ist uns eine Ehre, ihn in die Hall of Legends aufzunehmen."

Aber was ist die Hall of Legends genau? Es ist mehr als nur ein Titel für einen berühmten Spieler. Es ist ein wochenlanges Event innerhalb des MOBAs, bei dem es Missionen, Skins und andere kosmetische Items zu erspielen und erkaufen gibt. Aber auch außerhalb des Spiels kann einiges passieren. So ehrt Mercedes-Benz Uzi mit einer individualisierten G-Klasse.

Letztes Jahr kam das Event bei den meisten Fans nicht besonders gut an, denn der spezielle Faker-Ahri-Skin kostete in einer extrem abgespeckten Version 46 Dollar und für das volle Fan-Paket mussten Spieler ganze 430 Dollar zahlen. Für diese unglaubliche Menge an Geld erhielten sie dann einen Skin mit Unterschrift und vielem unnötigen Schnickschnack.

Es fühlte sich danach an, als dürften nur wohlhabende Spieler wirklich Teil der Feierlichkeiten sein - gut, oder diejenigen, die dafür drei Monate nur noch Nudeln mit Tomatensoße essen. Der Fokus lag für viele einfach zu sehr auf dem monetären Aspekt und viel weniger auf dem Vermächtnis, das die Pros hinterlassen. Das alles führte zu Protesten im Spiel, bei dem Spieler sich weigerten, Ahri zu picken.

Mal sehen, wie es diesmal aussehen wird. Riot Games ist in den letzten Jahren zwar verstärkt Vorstöße in Richtung einer aggressiveren Monetarisierung gewagt, hat zuletzt aber auch Kritik der Spieler ernst genommen und in ihrem Interesse umgesetzt - etwa beim Design des neuen Arcane-Jinx-Skins oder bei der Wiedereinführung der Hextech-Kisten.