Google hat am 29. Januar sein neues Projekt namens Genie vorgestellt, welches innerhalb von Sekunden eine interaktive Welt erschaffen soll. Offenbar halten einige Investoren dies für die Zukunft des Gaming und haben sich prompt aus Videospiel-Unternehmen zurückgezogen. Das sorgte nun dafür, dass viele Aktien stark abgefallen sind. Betroffen sind vor allem Take-Two, Nintendo und Roblox.

Die Spielentwicklung von morgen?

Vor zwei Tagen hat Google einen neuen Prototypen namens Genie vorgestellt, ein KI-Tool, mit dem ihr innerhalb von Sekunden mit Hilfe von einfachen Anweisungen ganze interaktive Welten erschaffen könnt. Dabei scheint es auch kein Problem zu sein, Kopien von The Legend of Zelda oder Mario zu erschaffen, wie Jay Peters von The Verge berichtet. Das dürfte noch spannende rechtliche Folgen nach sich ziehen.

Das Ganze wird von Googles Genie 3 in Kombination mit Gemini betrieben und erschafft eher interaktive Umgebungen statt tatsächlichen Spielen. Dennoch sind einige Investoren zum Schluss gelangt, dass dies die Zukunft des Gamings sei und haben das als Anlass genommen, ihre Aktien bei Videospielfirmen zu verkaufen.

Daraufhin sind die Kurse für unter anderem Nintendo, Take-Two, Roblox und Unity eingebrochen. Nintendo hat dabei etwa fünf Prozent eingebüßt und Take-Two ungefähr neun Prozent. Roblox hat zwölf Prozent verloren, doch Unity ist sogar um ganze 20 bis 24 Prozent eingebrochen.

Frühstart mit Folgen

Inzwischen scheinen sich die Aktien wieder zu erholen, sodass es kein langfristiges Problem sein wird, sondern eher ein Ein-Tages-Event, ausgelöst durch eine Übersprungshandlung. Dennoch haben Unity und Roblox länger darunter zu leiden, da eine solche Technologie eher Tools und User-Content angreifen könnte als vollwertige Blockbuster-Produktionen wie von Take-Two oder Nintendo.

Auch ist Project Genie noch weit davon entfernt, ein wirkliches Spiel zu erschaffen. Die Demos laufen nicht länger als eine Minute auf 24 Frames pro Sekunde und mit einer Auflösung von 720p. Es besteht also kein Grund zur Sorge, dass ein solches Tool in naher Zukunft Videospielentwickler ersetzen kann, wie offenbar einige gewitzte Investoren vermuten.

Dennoch auch ein beunruhigendes Signal, nicht nur in Richtung Videospielbranche, wie schnell vor allem Investoren auf jeden noch so kleinen KI-Hype-Train aufspringen und ihn als die Technologie der Zukunft anpreisen.