Vier Monate nach dem erfolgreichen Start auf Xbox Series X/S und PC ist Indiana Jones und der Große Kreis nun auch für die PlayStation 5 erschienen - und der Port kann auf ganzer Linie überzeugen. Entwickelt von MachineGames, nutzt das Spiel die Motor-Engine (eine Abwandlung von id Tech 7) und liefert ein filmreifes Action-Adventure mit Stealth, Rätseln und Kämpfen. Besonders interessant ist hierbei der Einsatz von Raytraced Global Illumination (RTGI), das auch auf der PlayStation 5 mit 60 Bildern pro Sekunde für eine stimmige Beleuchtung sorgt. Digital Foundry hat sich die PS5-Version näher angeschaut.

Nur geringe Vorteile für PS5 Pro-User

Die PS5-Version entspricht technisch laut Digital Foundry weitgehend der Xbox Series X-Fassung, bietet aber zusätzlich Unterstützung für die adaptiven Trigger des DualSense-Controllers. Es gibt keine unterschiedlichen Grafikmodi, das Spiel ist konsequent für eine RTGI-gestützte 60 fps-Erfahrung optimiert. Unterschiede in der Darstellung sind minimal, die Textur-, Schatten- und Volumetrik-Qualität liegt auf allen Plattformen auf einem ähnlichem Niveau, wobei die PS5 Pro punktuell etwas höher aufgelöste Volumeneffekte zeigt.

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Die Renderauflösung wird auf der PS5 dynamisch zwischen 1200p und 1800p skaliert, auf der PS5 Pro reicht sie von 1440p bis hin zu nativen 4K. Während die PS5 im Vergleich zur Series X bei gleicher Skalierung oft weniger Pixel pro Frame darstellt, gleicht die PS5 Pro dies durch ihre stärkere GPU aus und liefert die klarste Bildqualität im Konsolenvergleich. Die Series X erzielt ihren Auflösungsvorteil nach Angaben der Technik-Experten größtenteils durch hardwarebasiertes Variable Rate Shading (VRS), ein Feature, das auf der PS5 nicht unterstützt wird.

Was die Performance anbelangt, laufen alle Versionen größtenteils flüssig mit 60 fps. Kleinere Ruckler treten laut Digital Foundry bei automatischen Speicherpunkten oder beim Wechsel von Kameraperspektiven in Zwischensequenzen auf – hier gibt es keine Unterschiede zwischen den Konsolen. Eine seltene Ausnahme ist eine actionreiche Szene im Untergrund des Vatikans, bei der die Series X die Bildrate am besten hält, während die PS5 kurzzeitig auf etwa 40 fps fällt und die PS5 Pro sich dazwischen einordnet.

Die PS5 Pro zeigt sich auch bei der Bildqualität überlegen, was besonders an der höheren Maximalauflösung liegt. Das zeigt sich wiederum in einer detailreicheren Darstellung von Kleidung oder Vegetation. Abgesehen davon bleiben die grafischen Einstellungen weitgehend identisch mit der Basis-PS5. Auffällig bleibt ein seit dem Launch bekannter Schattenfehler, der alle Konsolenversionen betrifft und nur auf dem PC verbessert wurde.

Letztlich ist Indiana Jones und der Große Kreis für die Technik-Experten auch auf der PS5 ein beeindruckendes Erlebnis. Trotz kleiner technischer Vorteile auf der Xbox Series X, etwa bei der Auflösung durch VRS, ist der Unterschied zur PS5 gering. PS5 Pro-Nutzer profitieren zusätzlich von einer höheren Bildschärfe. Wer also bisher auf die PlayStation-Version gewartet hat, bekommt hier ein rundum gelungenes Spiel mit stabilem 60 fps-Gameplay und starker Präsentation.