Gute Cheats, schlechte Cheats: Aurora, PLITCH und Wand im Test!
Kennt ihr das? Ihr seid im 43. Untergeschoss eines Dungeons, eure Taschen sind so vollgestopft, dass euer Charakter eigentlich einen Bandscheibenvorfall haben müsste, und genau dann seht ihr es: Das legendäre Rüstungsteil. Funkelnd, majestätisch und mit sensationellen Werten, für die ihr euer Erstgeborenes verkaufen würdet.
Aber nein, das Inventar-Management-System des Spiels – entwickelt von Sadisten für Masochisten – sagt: „Sorry, kein Platz mehr!“. Also wühlt ihr minutenlang in diesem verdammten Menü herum, schwitzt Blut und Wasser und grübelt, was ihr opfern könntet. Den grauen und grünen Billig-Loot habt ihr längst entsorgt und was jetzt noch in der Tasche liegt, ist eigentlich alles pures Gold.
Schweren Herzens entscheidet ihr euch für die Rückkehr zur Basis, um Platz im Inventar zu schaffen. Aber erst markiert ihr den Fundort auf der Map wie ein Eichhörnchen, das seine letzte Nuss vergräbt. Ihr latscht genervt bis zum Ausgang, denn die Schnellreise ist im Dungeon nicht verfügbar. Endlich spuckt euch der Höhlenausgang ins Freie, ihr atmet tief durch und wollt den rettenden Button drücken, doch der Bildschirm serviert euch die nächste verbale Ohrfeige: „Schnellreise nicht möglich, Feinde in der Nähe.“
Welche Feinde?! Wo?! Also rennt ihr fluchend durch die Botanik, metzelt alles nieder, was auch nur im Entferntesten lebendig aussieht, nur um endlich das Privileg der schnellen Reise nutzen zu dürfen.
Zu Hause angekommen, leert ihr eure Taschen, verscherbelt den Krempel beim Händler eures Vertrauens und dann geht’s im Eiltempo zurück zum Dungeon. Ihr rennt durch die Gänge, die Markierung auf der Karte fest im Blick, das Herz pocht vor Vorfreude auf die neue Rüstung. Und dann? 50 Meter vor dem Ziel stürzt ihr natüürlich in eine bodenlose Grube. Tot.
Cheat Happens SteamDeck Tool/Launcher Aurora funktioniert auch auf dem Steam Deck.Auf YouTube ansehenSo wurde ich zum Gelegenheits-Cheater
Ich weiß nicht mehr, wie oft mir das schon passiert ist, doch irgendwann hatte ich die Schnauze gestrichen voll. Ich glaube, es war Skyrim, das mich endgültig gebrochen hat. Irgendwo zwischen dem zehnten Drachenknochen und dem fünfhundertsten Käselaib ist mein Geduldsfaden gerissen. Seitdem fasse ich privat kein Spiel mit nerviger Inventargrenze mehr an, ohne dieses Limit per Trainer zu entschärfen.
Und ich weiß ganz genau, was jetzt kommt: Ethik-Kommission und Realismus-Fanatiker kriechen aus ihren dunklen Kellern und meckern mit erhobenem Zeigefinger: „Aber Ahmet, das ist doch völlig unrealistisch und gegen die Regeln, dass dein Ritter zweihundert Streitkolben und 500 Bärenfelle in seiner Unterhose transportiert!“
Ernsthaft? Ich grille gerade einen 50 Meter langen, feuerspeienden Drachen mit Blitzen aus meinen Fingerspitzen, während ich mir zur Heilung irgendein dubioses Fantasykraut reinpfeife. Und ihr macht euch Sorgen über die physikalische Korrektheit von Traglasten? Stellt euch einfach vor, es wäre ein Zauberspruch, der das Gewicht des Inventars auf Null setzt.
Cheats für Unverwundbarkeit oder maximale XP finde ich aber witzlos, da sie den eigentlichen Spielsinn killen. Ein Erfolgserlebnis braucht schließlich die Hürde: den harten Boss oder die mühsam freigeschaltete Fähigkeit. In Foren rechtfertigen viele solches Cheaten mit Zeitmangel. Aber springen diese Leute beim Lesen eines Buches auch nach der ersten Stunde direkt auf die vorletzte Seite, nur um Zeit zu sparen?
Aurora lässt euch auch eigene Trainer erstellen.No risk, no fun?
Früher war das Herunterladen von Trainern quasi digitales russisches Roulette. Man klickte auf irgendeinen dubiosen Link in einem Forum und hoffte inständig, dass man sich nicht die digitale Pest ins Haus holt. Spyware, Trojaner und andere Schadsoftware-Parasiten waren damals nicht die Ausnahme, sondern der Standard – quasi das Gratis-Geschenk zum Trainer.
Erschwerend kam hinzu: Virenscanner flippen bei Trainern grundsätzlich aus. Logisch, schließlich ist das Zeug darauf programmiert, tief im Gedärm anderer Programme herumzupfuschen – für jede Antiviren-Software ein rotes Tuch. Man saß also vor dem Rechner und stellte sich die Schicksalsfrage: Vertraue ich einem dubiosen Trainer-Bastler namens xX_Bitchmaster_666_Xx, deaktiviere meinen Virenscanner und hoffe auf das Beste, oder spiele ich doch ohne Cheats?
Spoiler: Heute können wir uns das Nervenflattern sparen. Es gibt mittlerweile seriöse Anbieter mit intuitiven Clients, automatischen Updates und Cheat-Datenbanken, die größer sind als die Steam-Bibliothek von Elon Musk. Die Zeiten der digitalen Hinterhof-Deals sind längst vorbei.
Aurora, Wand und PLITCH im Test
Die Elite der PC-Cheat-Tools sind für mich Aurora, PLITCH und Wand. Welches Werkzeug davon das beste ist? Ansichtssache, denn jedes bedient einen anderen Nutzertyp. Aurora bietet nicht nur Cheats, sondern auch die Möglichkeit, eigene Trainer zu erstellen, allerdings ohne deutsche Sprachoption. Wand (ehemals WeMod) punktet neben Cheats mit genialen interaktiven Karten für viele Titel, etwa Palworld oder Clair Obscur, inklusive Checklisten für 100-Prozent-Sammler. Das in München entwickelte PLITCH (ehemals MegaTrainer) ist wiederum angenehm simpel gestrickt und fängt gerade damit an, neben Cheats auch ausführliche Player-Guides zu integrieren.
Eine entscheidende Gemeinsamkeit verbindet das Trio: Multiplayer-Cheats sind absolut tabu. Alle drei Anbieter konzentrieren sich ausschließlich auf Singleplayer-Titel, um den Spielspaß anderer nicht zu ruinieren. Alle drei bieten auch Companion-Apps für iOS und Android an, die quasi wie eine Fernbedienung für den entsprechenden Client funktionieren. Im Folgenden stelle ich euch die drei Produkte im Detail vor.
Aurora ist sogar noch unübersichtlicher als es der Start-Bildschirm vermuten lässt.Cheat Happens Aurora: Das Kraftpaket für Profis
Cheat Happens ist ein Urgestein der Szene, und ihr Client Aurora ist das Schweizer Taschenmesser unter den Tools. Aurora richtet sich an Spieler, die nicht nur einen Schalter umlegen, sondern die Spielmechanik bis ins kleinste Detail manipulieren wollen.
Die Stärken: Die Datenbank ist unerreicht. Es gibt kaum ein Nischen-Indie-Spiel, für das Aurora nicht innerhalb kürzester Zeit einen Trainer liefert. Zudem ist Aurora auch für Steam Deck erhältlich. Besonders hervorzuheben ist der integrierte Editor für fast jedes relevante Spiel da draußen. Hier kann man nicht nur unendlich Gold wählen, sondern exakte Werte eingeben oder die Bewegungsgeschwindigkeit präzise anpassen. Wer die volle Kontrolle möchte, baut sich seine Cheats mit dem integrierten Tool einfach selbst. Das Ganze funktioniert nach dem klassischen Ausschlussprinzip: Ihr startet das Spiel und feuert beispielsweise eine Kugel ab. Im Client sucht ihr nach dem gesunkenen Wert, wiederholt das Spielchen ein paar Mal und grenzt die Suche so lange ein, bis ihr die exakte Speicheradresse für die Munition identifiziert habt. Ein letzter Klick, schon ist der Wert fixiert und eure Pistole mutiert zur unendlichen Bleispritze.
Die Schwächen: Das Angebot von Cheat Happens ist komplex und fragmentiert. Der Aurora-Client bietet nicht unbedingt das intuitivste Interface, und manche Nutzer berichten von Stabilitätsproblemen. Ich hatte ebenfalls schon den ein oder anderen Absturz, und manchmal friert der Client für einige Sekunden ein, wenn man Werte verändert. Eine deutsche Sprachoption fehlt.
Die Kosten: Da die Gratis-Version nur Zugriff auf eine kleine Handvoll ausgewählter Trainer bietet, ist ein Abo faktisch Pflicht. Zur Wahl stehen rund 13 USD pro Monat oder das Jahrespaket für etwa 50 USD. Ich selbst habe einmalig 99 USD in die Lifetime-Option investiert: einmal zahlen, dauerhaft nutzen – ganz klassisch wie bei einem Software-Kauf. Ein netter Bonus sind die Gewinnspiele, bei denen ich tatsächlich schon mehrfach Keys für neue Spiele abgestaubt habe.
Mal sehen, ob PLITCH in Zukunft noch mehr Player-Guides anbietet.PLITCH: Die intuitive Lösung aus deutschen Landen
Bei PLITCH (ehemals MegaTrainer) steht die Benutzerfreundlichkeit an erster Stelle. Der Client ist flott, übersichtlich und zudem DSGVO-zertifiziert, was in dieser Branche eine echte Seltenheit darstellt. Die Software verfügt sogar über eine integrierte Firewall: Diese erkennt, wenn ein Spiel eine Online-Verbindung aufbaut. Ihr könnt also auch nicht versehentlich im Multiplayer-Modus cheaten und das ist die ultimative Lebensversicherung für eure Accounts bei Steam, Epic und Co.
Die Stärken: PLITCH ist dank der bereits genannten Schutzfunktion die sicherste Wahl. Das Interface ist zudem angenehm übersichtlich und bietet im Gegensatz zu Aurora auch eine deutsche Sprachoption. Ein sehr interessantes Feature ist die Möglichkeit, Spiele durch Hardcore-Mods schwerer zu machen – etwa durch reduzierte Lebensenergie oder stärkere Gegner. Außerdem hat PLITCH gerade damit begonnen, ausführliche Player-Guides zu integrieren, die euch auch ohne Cheats wertvolle Hilfestellung liefern.
Die Schwächen: Ihr könnt keine eigenen Trainer erstellen und die Anzahl der verfügbaren Cheats pro Spiel ist bei PLITCH häufig geringer als bei Aurora. Während ihr dort oft auch bei weniger bekannten Spielen 50+ Optionen bekommt, beschränkt sich PLITCH eher auf die wichtigsten zehn bis fünfzehn. Das ist meiner Meinung nach aber kein großer Nachteil, sondern eher eine bewusste Fokussierung. Außerdem gibt es aktuell nur einen Player-Guide zu Anno 117: Pax Romana. Ob und wann weitere Guides ihren Weg in den Client finden, ist bislang nicht ersichtlich.
Die Kosten: Auch bei PLITCH bekommt ihr den vollen Umfang an Codes und Funktionen erst mit einer Premium-Mitgliedschaft. Preislich habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Laufzeiten: Das flexible Monatsabo liegt bei 10,99 Euro, während das 90-Tage-Paket mit 7,99 Euro pro Monat berechnet wird. Wer sich langfristig binden will, greift zum Jahresabo für 4,49 Euro monatlich. Alternativ bietet PLITCH ein Jahres-Abo mit einer Einmalzahlung von 65,88 Euro an. Das ist seltsamerweise teurer als die Variante mit monatlicher Abbuchung, die rechnerisch auf knapp 54 Euro im Jahr kommt.
Die Kartenfunktion von Wand ist wirklich genial.Wand: Der smarte Allrounder mit Karten-Bonus
Wand, vielen noch als WeMod bekannt, bietet weit mehr als nur klassische Cheats. Deshalb ist die Benutzeroberfläche nicht ganz so clean und intuitiv wie bei PLITCH. Mit Wand lassen sich auch Videoclips aufzeichnen oder extrem hilfreiche interaktive Karten nutzen. Letztere bieten sogar Live-Standortverfolgung und eine Teleport-Funktion, mit der ihr euren Charakter mit nur einem Klick über die Map schubst.
Die Stärken: Wand besticht durch ein sehr faires Modell, das Free-Usern Zugriff auf sämtliche Trainer gestattet. Premium-Nutzer profitieren aber von zahlreichen QoL-Funktionen wie etwa einer Speicherfunktion, die sich eure aktivierten Cheats für jedes Spiel merkt. Das absolute Highlight sind aber die interaktiven Karten für viele Titel, darunter Palworld, ARC Raiders, The Forest oder Clair Obscur. Hier werden Sammelobjekte und wichtige Orte markiert, inklusive praktischer Checklisten für 100-Prozent-Sammler. Das Tool erkennt installierte Spiele automatisch und erlaubt es euch, euch mit nur einem Klick zu beliebigen, bereits entdeckten Orten auf der Karte zu teleportieren.
Die Schwächen: Ihr könnt Trainer zwar verwenden, aber nicht selbst erstellen. Zudem bieten viele Trainer bei Wand – genau wie bei PLITCH – weniger Optionen als Aurora. Da die Software auch Videos aufzeichnet und interaktive Maps bietet, verbraucht sie natürlich auch mehr Ressourcen als die Konkurrenz.
Die Kosten: Wand Pro bietet zwei Optionen: Den monatlichen Plan für 7,99 USD oder das Jahrespaket für 69,99 USD, was einer Ersparnis von etwa 16 Prozent entspricht.
Fazit Trainer Test:
Unterm Strich bevorzuge ich das Angebot von PLITCH. Es ist schlicht die bequemste und sicherste Trainer-Option, da die Gefahr einer Account-Sperrung dank der integrierten Firewall gegen null tendiert. Natürlich gibt es beim Einsatz von Trainern nie einen hundertprozentigen Schutz, doch bei PLITCH ist bisher kein einziger Fall einer Sperre bekannt. Wand ist für mich vor allem wegen der interaktiven Karten unverzichtbar, die ich gerne nutze, sobald die Kampagne durch ist und ich jedes noch so kleine Secret auf der Map entdecken möchte. Aurora kommt bei mir hingegen immer seltener und eigentlich nur noch auf dem Steam Deck zum Einsatz: Trainer erscheinen mittlerweile fast immer pünktlich zum Release-Tag, sodass ich kaum noch Grund habe, selbst unter die Skript-Bastler zu gehen.









