Microsoft hat Berichten widersprochen, wonach die Vorbesteller-Zahlen bei Grand Theft Auto 6 sehr deutlich zugunsten der PlayStation 5 ausfallen.

IGN hatte in dieser Woche zuerst vermeldet, dass die PS5 hier mit einem Verhältnis von 6:1 vorne liegt. Dabei beruft man sich auf eigene Affiliate-Daten. Zuletzt hat man diese Angaben noch einmal aktualisiert, demnach liege das Verhältnis mittlerweile sogar bei 8:1.

Umstrittene Erhebungsmethoden durch Affiliate-Daten

Wie erwähnt, geht es dabei um Affiliate-Zahlen, man nimmt also die Zahl der Klicks als Grundlage für die Statistik. Das muss aber nicht unbedingt der Realität entsprechen, wie auch Microsoft in einer Stellungnahme betonte.

"Das spiegelt keine Vorbestellerdaten wider", teilt ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Windows Central mit. "Wir haben Rekordbestellungen verzeichnet. Die Leute sollten auf echte Daten warten und nicht auf Klickzahlen von Affiliate-Links."

Mit dem Statement werden keinerlei Zahlen bestätigt, wenngleich Klicks auf einen Link nicht zwingend zu einem Kauf führen. Dennoch ist es bezeichnend, dass Redmond sich überhaupt zu einer Reaktion genötigt sah.

Klick vs. Kauf: Wie Affiliate-Links funktionieren

Große Gaming-Websites wie IGN finanzieren sich unter anderem über Affiliate-Links. Klicken User auf diese Links, die zu Shops wie Amazon führen, erhält die Seite bei einem Kauf eine Provision. Ein Klick bedeutet jedoch noch lange keinen Kaufabschluss: Oft klicken User nur aus Neugier auf die Links, um Preise zu prüfen oder Editionen zu vergleichen, was die 8:1-Metrik stark verfälschen kann.

Verkaufsboom und die anhaltende Debatte um physische Versionen

Wirklich konkrete Zahlen liegen unterdessen nicht vor. Vorbestellungen sind seit dieser Woche möglich und es ist davon auszugehen, dass GTA 6 mit Abstand der größte Blockbuster des Jahres wird.

Scalper haben es sogar schon auf die physische Version von GTA 6 abgesehen, die lediglich mit einem Download-Code in der Box ausgeliefert wird. Unterdessen gab es Gerüchte über eine Disc-Variante, die später erscheinen soll, doch ein neuer Bericht zerstört diese Hoffnung.

Warum Microsoft so dünnhäutig reagiert

Dass ein Weltkonzern wie Microsoft auf die Statistik eines einzelnen Gaming-Magazins antwortet, ist ungewöhnlich. Es zeigt jedoch, wie groß der Druck auf die Xbox-Sparte im Jahr 2026 ist. Nach ohnehin sinkenden Konsolen-Verkäufen im Vergleich zur PS5 will man die Erzählung verhindern, dass die Xbox für den wichtigsten Release des Jahrzehnts irrelevant sei.