Epic und Unity kündigen Partnerschaft an – Unity-Games sollen 2025 in Fortnite spielbar sein
Epic Games und Unity haben eine Kooperation angekündigt, die wirklich gravierende Auswirkungen verspricht: Studios, die mit der Unity-Engine entwickeln, sollen ihre Spiele ab 2026 direkt in Fortnite veröffentlichen können. Die Ankündigung kam von Epic-CEO Tim Sweeney während der diesjährigen Unite-Konferenz – und wirkt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch in sich, schließlich sind Epic (Unreal Engine) und Unity direkte Konkurrenten.
Sweeney sprach von einer „wirklich einzigartigen Zusammenarbeit“, die unter anderem auf neuer Netzwerktechnologie basiert, die Unity beisteuert. Gleichzeitig integriert Unity künftig die Unreal Engine in seine eigene Cross-Commerce-Plattform, über die Studios digitale Kataloge, Payment-Systeme und Webshops verwalten können. Für Unreal-Entwickler bedeutet das zusätzliche Optionen bei der Monetarisierung – ein Reizthema in Zeiten geschlossener Ökosysteme.
In seiner Rede betonte Sweeney, man habe festgestellt, „dass beide Unternehmen eine gemeinsame Haltung teilen, was offene und faire digitale Plattformen angeht“. Das Narrativ ist klar: Fortnite als Plattform soll längerfristig nicht isoliert sein, sondern sich stärker für externe Engines öffnen. Details zu konkreten technischen Integrationen wollen beide Firmen in den kommenden Wochen und Monaten nachreichen.
Unity 🤝 Epic Games
Epic and @Unity are working together to bring Unity games to Fortnite, and to bring Unity’s cross-platform commerce platform to Unreal Engine. Together with Unity, we’re working to advance the open, interoperable future of video games.
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Gemeinsam mehr verdienen
Unity-CEO Matt Bromberg bezeichnet die Kooperation als Chance, Entwickler weltweit breiter aufzustellen. Die Botschaft: mehr Auswahl, mehr technische Anschlussfähigkeit – und möglicherweise ein Schritt hin zu dem „offenen Metaverse“, das Sweeney seit Jahren predigt.
Dass ausgerechnet Unity und Epic gemeinsam auftreten, ist bemerkenswert. Sweeney ist einer der lautesten Kritiker geschlossener Plattformen mit Monopol-Charakter und befindet sich weiterhin in juristischen Auseinandersetzungen mit Apple wegen der App-Store-Abgaben. Auch Steam hat er in der Vergangenheit für seine Gebühren offen attackiert. Vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung nicht nur ein gut kalkulierter PR-Schachzug, sondern auch ein wichtiger Schritt, Fortnite stärker als universelle Plattform zu positionieren – unabhängig davon, welche Engine ein Studio nutzt.









