Das angekündigte Aus für PlayStation-Discs ab 2028 hat in dieser Woche hohe Wellen geschlagen. Sony erntete dafür Spott und Kritik gleichermaßen – und auch nach mehreren Tagen ist kein Ende in Sicht.

Als Reaktion auf die Bekanntgabe kehrten PlayStation-Fans bereits zum legendären E3-Video von Sony zurück, mit dem Sony damals Microsofts digitale Pläne für die Xbox One kritisierte. Und genau darauf spielt auch ein neues Video von Evercade-Entwickler Blaze Entertainment an.

Das Unternehmen, das sich auf die Veröffentlichung von Retro-Konsolen und Cartridges spezialisiert hat, nimmt darin das ursprüngliche Video aufs Korn, indem Blaze Entertainments Sean Cleaver und Ben Grunbaum die Situation nachstellen und ein physisches Exemplar eines Spiels tauschen.

Official Evercade Physical Game Sharing Instructional Video pic.twitter.com/Ufb3eLmBpT

— Evercade (@evercaderetro) July 2, 2026

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Der historische Hintergrund des Sony-Videos und aktuelle Fan-Reaktionen

In dem Sony-Video von der E3 2013 tauschten die PlayStation-Chefs Shuhei Yoshida und Adam Boyes damals ein physisches PlayStation-Spiel. Das entstand kurzfristig, nachdem Don Mattrick zuvor die stark kritisierten Pläne für die Xbox One vorgestellt hatte. Diese sahen vor, dass es nicht mehr möglich wäre, Spiele mit anderen zu teilen oder sie zu verkaufen. Für das Video wurde PlayStation damals von großen Teilen der Community gefeiert und es trug sicherlich seinen Teil dazu bei, dass sich die PS4 gegen die Xbox One durchsetzte.

Was ist eigentlich Evercade?

Dass ausgerechnet Blaze Entertainment austeilt, ist kein Zufall. Die von ihnen entwickelte Evercade ist eine Retro-Konsole, die als absoluter Gegenentwurf zum modernen Digital-Markt fungiert. Die Plattform setzt auf physische Cartridges samt gedruckten Anleitungen.

Ob die ganze Kritik in irgendeiner Form Einfluss auf Sonys Entscheidung nimmt, bleibt abzuwarten. Zuletzt hatten Fans auch angekündigt, aus Protest ihre PlayStation-Plus-Abonnements zu kündigen. Unterdessen hat das Unternehmen bereits damit begonnen, die Fabrik umzurüsten, in der momentan noch PlayStation-Discs produziert werden.