Von der aktuellen, umfangreichen Entlassungswelle in Microsofts Gaming-Sparte sind zahlreiche Studios betroffen.

Unter anderem wurden im Zuge dessen die beiden Projekte Everwild und der Reboot von Perfect Dark eingestellt, ebenso stellte man ein neues Zenimax-MMO ein.

Lange in Entwicklung, jetzt endgültig tot

Rares Fantasy-Adventure Everwild wurde ursprünglich bereits im Jahr 2019 angekündigt, damals sollte es das nächste "große" Spiel des Studios werden.

Über die Jahre hinweg war von dem Projekt jedoch sehr wenig zu hören und zu sehen, zuletzt hatte Xbox-Chef Phil Spencer im Februar 2025 betont, dass das Everwild-Team Fortschritte mache.

"Und das andere kann ich nennen, weil ich kürzlich bei Rare war. Es ist schön, das Team von Everwild zu sehen und die Fortschritte, die sie machen", sagte er damals. "Das ist schon [eine Weile] her. Und wir konnten diesen Teams Zeit für ihre Arbeit geben, was gut ist, und trotzdem ein Portfolio haben, wie wir es haben. Es ist wie ein Traum, den Matt (Booty) und ich schon lange hegen, und es ist gut, dass es endlich soweit ist. Wir können diesen Teams Zeit geben."

Perfect Dark-Einstellung trifft auch das Studio

Wie erwähnt, wurde darüber hinaus auch der Reboot von Perfect Dark eingestellt. Das trifft jedoch nicht nur das Spiel alleine, auch das verantwortliche Entwicklerstudio The Initiative wird geschlossen.

The Initiative wurde 2018 vom früheren Crystal Dynamics-Boss Darrell Gallagher gegründet, der Perfect Dark Reboot sollte das erste Spiel des Studios werden.

Weiterhin ist ein bisher unangekündigtes MMO von den Zenimax Online Studios (Elder Scrolls Online) betroffen. Dieses hörte nach Angaben von Bloomberg auf den Namen Blackbird und war seit 2018 in der Entwicklung.

Auf LinkedIn bestätigt Chris Linn, Senior Producer bei Zenimax, die Einstellung des Projekts: "Hallo zusammen! Unser tolles MMO-Projekt wurde gerade eingestellt", schreibt er Ich fange an, mich nach neuer Remote-Arbeit umzusehen."

"Heute war eine der größten Enttäuschungen meiner 35-jährigen Spielekarriere", schreibt wiederum Executive Producer Sean Dunn. "Meine Enttäuschung gilt nicht in erster Linie mir selbst, sondern meinem Team und den Spielern, die nie die Gelegenheit haben werden, das fantastische Spiel zu spielen, das wir aufgebaut haben."

"Dieses Team ist eine der besten Gruppen, mit denen ich je zusammenarbeiten durfte. Sie sind täglich freundlich und respektvoll miteinander umgegangen. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich die Gelegenheit hatte, mit ihnen zu arbeiten. Wenn Sie offene Stellen haben, melden Sie sich gerne bei mir, dann kann ich Sie an die richtigen Leute im Team vermitteln."

"An das Team: Ich möchte euch sagen, dass ich euch sehr schätze. Ihr habt etwas Besseres verdient."