Was genau bedeutet die Übernahme von Electronic Arts durch den PIF, Silver Lake und Affinity Partners? Für BioWare womöglich nichts Gutes, zumindest rechnen wohl einige Beschäftigte damit.

Ihre Bedenken brachten einige von ihnen – Anonymität vorausgesetzt – gegenüber Insider Gaming zum Ausdruck.

BioWares ungewisse Zukunft

"Ich mache das schon seit letztem Jahr, aber ich stelle sicher, dass ich ein Portfolio bereit habe und halte nach anderen Jobs Ausschau", wird eine Quelle zitiert. Die Person gehe außerdem davon aus, dass es "irgendwie nur eine Frage der Zeit" sei, bis das Studio in Schwierigkeiten geraten könnte.

"Sieh dir die Negativität an, die nach Dragon Age [The Veilguard] aufkam", gibt eine andere Quelle an. "Wenn wir damals schon dachten, es würde nur noch schlimmer werden, kannst du dir vorstellen, was manche von uns heute denken."

BioWare war nach der Veröffentlichung von Dragon Age: The Veilguard von Entlassungen betroffen. Nach Angaben des Unternehmens war das Spiel "fast 50% hinter den Erwartungen zurückgeblieben".

Das schwache Abschneiden von The Veilguard hat BioWares Situation sicherlich nicht verbessert. Derzeit arbeitet das Studio an Mass Effect 5.

Derzeit arbeitet BioWare an Mass Effect 5.

Laut Insider Gaming gab es zwischenzeitlich Gespräche über einen vollständigen Verkauf von BioWare, aber es ist unklar, wohin diese führten. Für das Studio selbst wäre dies womöglich das bestmögliche Ergebnis.

Die Übernahme von Electronic Arts soll bis zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen werden. Ob bis dahin auch schon über die Zukunft des Studios entschieden wird, bleibt abzuwarten. Da 20 Milliarden Dollar der Übernahme durch ein Darlehen von JPMorgan finanziert werden, ist wohl davon auszugehen, dass es irgendwo Einsparungen geben wird.

Ein anderer BioWare-Mitarbeiter sagt: "Wir werden weiterarbeiten, bis sie uns sagen, dass wir fertig sind. Das ist nicht die gesündeste Art zu leben, aber solange die Gehaltsschecks weiter kommen, werden wir nicht einfach aufgeben."

Electronic Arts hatte in dieser Woche den 55-Milliarden-Dollar-Deal bestätigt, mit dem das Unternehmen privatisiert werden soll. Laut EAs CEO Andrew Wilson werde das Ganze erst einmal keinen Einfluss auf die Werte des Unternehmens haben.